Intel-Studie: Anwender sind größte Bedrohung für Sicherheit


Erschienen: 06.06.2006, 13:00 Uhr, Quelle: E-Mail, Autor: Patrick von Brunn

Intel stellte eine in neun europäischen Ländern durchgeführte Studie vor, die zeigt, in welchem schwierigen Umfeld IT Manager heute handeln müssen: Anwenderbedürfnissen gerecht werden, eine immer komplexer werdende IT Landschaft, eingeschränktes Budget und ein oft angespanntes Verhältnis zu den Führungskräften im Unternehmen. Zu den am meist genannten stetig auftretenden Herausforderungen der IT Manager zählen die Sicherheit, die Wartung der IT-Landschaft, Investitionsentscheidungen und die interne Kommunikation.

Für 74% der befragten IT Manager in Europa steht die Gewährleistung der Unternehmenssicherheit derzeit an oberster Stelle. Mit 59% werden in Deutschland die Anwender als die größte Bedrohung für das Netzwerk betrachtet, nur 34% sehen die Sicherheit durch Attacken von ausserhalb des Unternehmens bedroht. Die Bedrohung durch Anwender wird dadurch verstärkt, dass 76% der Befragten in Deutschland die Aufklärung der Mitarbeiter über Sicherheitsrisiken als Herausforderung betrachten und 44% damit kämpfen, den privaten Gebrauch von Computern zu verhindern. Europaweit wird der Kampf gegen den privaten Gebrauch mit 56% sogar noch höher eingeordnet.

Neben der Gewährleistung der Unternehmenssicherheit geben die IT Manager in den neun europäischen Ländern die Integration verschiedener IT Systeme (53%) und die Konsolidierung von Hardware und Software (50%) als Aufgaben mit den höchsten Prioritäten an. Unternehmen stehen heute hohen wirtschaftlichen und sicherheitsrelevanten Bedrohungen in Form von Computerviren und Spyware gegenüber und zusätzlich hat einer von zehn der in der Studie befragten IT Managern das Gefühl, nicht ausreichend Kontrolle über das Unternehmensnetzwerk und Endgeräte zu haben. Großbritannien, Spanien und Deutschland liegen über dem europäischen Mittel, hier fühlen zwei von zehn, nicht genügend Kontrolle zu haben, in Italien sind es sogar vier von zehn.

Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, dass in Europa der Wertbeitrag, den IT für das jeweilige Unternehmen leistet, nur unzureichend anerkannt wird. Mehr als ein Fünftel (22%) der befragten Personen antwortete, daß weder die Anwender noch die Führungskräfte im Unternehmen die Leistung der IT Abteilung zu schätzen wissen. Zu den größten Herausforderungen bei der Kommunikation mit den Führungskräften geben 89% der befragten IT Manager in Deutschland die Abstimmung von Unternehmenszielen mit den Zielen der IT an. Deutschland liegt damit weit über dem europäischen Durchschnitt von 68%. In Deutschland kämpfen zudem 64% der Befragten damit, den Wertbeitrag neuer Technologien gegenüber dem Management darzustellen und 60% sehen in der Kommunikation von Erfolgen der IT gegenüber dem nicht technischen Management eine Herausforderung.

Die unabhängige Marktforschungsgesellschaft Coleman Parkes wurde von Intel beauftragt, Probleme ausfindig zu machen, die IT Manager am häufigsten beschäftigen. Per Telefon wurden dazu im April und Mai 2006 900 IT Manager von Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern befragt. Über verschiedene Industrien und Regionen hinweg wurden jeweils 100 Personen in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Russland, Polen, der tschechischen Republik und Schweden kontaktiert.

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