Codename Eduwise: Intel präsentiert 400-Dollar-Laptop


Erschienen: 06.05.2006, 18:00 Uhr, Quelle: pressetext, Autor: Christoph Buhtz

Intel-Chef Paul Otellini hat auf dem World Congress on Information Technology in Texas diese Woche ein 400-Dollar-Notebook vorgestellt, das für Schulen in Entwicklungsländern konzipiert wurde. Intel hofft das Gerät mit dem Codenamen Eduwise noch im ersten Quartal 2007 auf den Markt zu bringen. "Eduwise ist ein komplett ausgestattetes Notebook, das mit Standardsoftware arbeitet", erklärt Intel-Sprecher Christian Anderka. Der 400-Dollar-Laptop ist Teil des World Ahead-Programmes, das bisherige Intel-Anstrengungen auf diesem Gebiet zusammenfasst.

Otellini bekräftige auf der Konferenz das Engagement von Intel, die Lücke bei der technischen Ausstattung zwischen reichen und armen Ländern zu schließen. "Niemand will die digitale Spaltung mit der Technologie von gestern überwinden", so der Intel-Chef mit einer Anspielung auf den 100-Dollar Laptop des MIT-Mitarbeiters Nicolas Negroponte, bei dem sich auch AMD beteiligt. Die Strategie hinter Negropontes Geräten ist es, sie so weit abzuspecken, dass die zu einem günstigen Preis produziert werden können. Intel verfolge hier einen anderen Ansatz, erklärte Ende 2005 auch Intel-Vorstandsvorsitzender Craig Barrett. Ziel sei es nicht nur billige Hardware zusammenzubauen, sondern die Geräte müssen auch universell einsatzfähig sein, so Barrett.

Eduwise sei in Brasilien, Indien und China entwickelt worden. Anstatt einer Festplatte komme Flash-Speicher zum Einsatz, als Betriebssystem sei Windows XP installiert. "Das Notebook wird außerdem mit einem Touch-Screen ausgestattet sein", erläutert Anderka. Neben der Hardware hat Intel auch eine Software vorgeführt, die es Lehrern ermöglicht, die Internet-Nutzung der Schüler zu überwachen. Zudem sollen sich zentral Videos und Präsentationen starten lassen. Vom Rechner des Lehrers aus könne eingesehen werden, wie weit ein Schüler das Material durchgearbeitet hat.

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Kommentare (5)Zum Thread »

1) Gast (07.05.2006, 12:44 Uhr)
Nichts anderes als eine egoistische Masche von denen ihr scheiss Windows und Intel jetzt sogar in der dritten Welt zu verbreiten. Auf der anderen Seite positioniert man diese Kackkiste voll mit Microsoftmüll gegenüber dem 100 Dollar Laptop - ein nicht gerade edles Projekt. Daher würde ich sagen - Paul Otellini würde sogar Laptops mit exstra kleinen Tasten herstellen zugeschneidert auf die Finger von indischen Kindern damit sie noch billigere Programierer haben.
2) Vectrafan (08.05.2006, 12:58 Uhr)
sry aber fan geflamme gehört hier echt nicht hin, die aktion ist entgegen deiner meinung eine edle und wie ich finde auch sinnvoller als das 100$ laptop, da dieses laptop den kindern die chance gibt software zu benutzen, die auf der welt (obs dir gefällt oder nicht) standardt sind und das ist windows nunmal. somit ergeben sich für die kinder bessere chancen einen job in internationalen unternehmen zu bekommen (müssen ja nicht mehr speziell angelernt werden).
3) Gast (08.05.2006, 21:56 Uhr)
und der vectrafan kriegt provision vom microsoft....
4) Gast (09.05.2006, 08:25 Uhr)
Ich wusste gar nicht, dass Windows überall auf der Welt Standard ist. Ich glaube, dass ist ein wenig zu kleinbürgerisch gedacht. Ich kann mri gut vorstellen, dass die Marketingsache hinter diesem Projekt durchaus etwas mit den Anmerkungen in Statement 1 zu tun haben.
5) Vectrafan (09.05.2006, 09:55 Uhr)
@gast 3
lol, garantiert net, nur weil ich was sage was fakt ist, wie viel prozent machen denn andere betriebsysteme aus? max. 2-3%. mach mal die augen auf junge, die welt außerhalb deines zimmers sieht anders aus.
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