Japanische Forscher entwickeln Anti-Virus-Chip für Router


Erschienen: 28.11.2006, 16:00 Uhr, Quelle: Pressetext, Autor: Patrick von Brunn

Japanische Forscher haben einen Anti-Virus-Chip entwickelt, der in einigen Jahren jegliche Anti-Viren-Software überflüssig machen könnte. Die Forschergruppe rund um Eiichi Takahashi vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) konstruierten dazu einen wieder beschreibbaren Chip der in Routern verbaut werden soll, berichtet Reuters. Der gesamte Datenverkehr soll so überwacht und Viren gestoppt werden.

Der größte Vorteil der Hardware-Lösung ist laut Takahashi, dass die integrierte Lösung keinen Einfluss auf die Performance des Rechners hätte. Während AV-Software häufig zu Leistungseinbußen des Systems führe, könnte der AV-Chip Viren und andere Schädlinge schon unschädlich machen, bevor sie überhaupt auf den PC kommen. Zudem würden PDAs, Mobiltelefone und weitere vernetzte Geräte in einem Haushalt, wie Online-Kühlschränke und Online-Mirkrowellenherde geschützt werden, so die Vision der japanischen Wissenschaftler.

Problematisch ist jedoch noch die Kostenfrage. Da die AV-Hardware per Internetupdate immer auf dem letzten Stand sein muss, um effektiven Schutz zu bieten, müssen die Chips wieder beschreibbar sein. Nun können auf aktuellen Chips lediglich einige hundert Viren gespeichert werden, die das System erkennen soll, schränkt Takahashi ein. "Das macht ein effektives System derzeit extrem teuer, da allein für Open Source Software etwa 70.000 Viren bekannt sind", so der Forscher.

Innerhalb der kommenden drei bis fünf Jahre soll diese Hürde jedoch aus dem Weg geräumt werden. Mit seiner Entwicklung will er den Software-basierten Virenschutz jedoch nicht völlig von PCs vertrieben. Künftig sollen die beiden Lösungen nebeneinander für die Sicherheit des Computers sorgen.

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Kommentare (5)Zum Thread »

1) patjaselm (28.11.2006, 17:35 Uhr)
traurig, dass so etwas überhaupt nötig ist ... aber eben: das wettrüsten hört nie auf Augenzwinkern ...
2) Mr. Smith (28.11.2006, 17:48 Uhr)
vorallem in Anbetracht von Quadcore, der in 3-5 Jahren wohl auch Standard sein wird. Deswegen unnötige Entwicklungskosten für so ein Teil.
3) Babe (28.11.2006, 19:41 Uhr)
Zitat:
Original von Mr. Smith
vorallem in Anbetracht von Quadcore, der in 3-5 Jahren wohl auch Standard sein wird. Deswegen unnötige Entwicklungskosten für so ein Teil.

Naja, die Firewall hat sich mittlerweile in Routern wohl auch standardisiert. Wer weiß, was durch so einen AV-Chip an neuen Features und Möglichkeiten denkbar wäre. Abwarten smile
4) Gast (29.11.2006, 11:58 Uhr)
Der AV chip müsste ständig auf die neusten viren und alle systeme wie win98 2k xp vista linux macosx usw upgedatet werden und genau darin liegt der haken das wird nie reibungslos einfach so funktionieren von daher sollte man da ned weiter darüber nachdenken
5) Caliban (29.11.2006, 13:48 Uhr)
Zitat:
Original von Gast
Der AV chip müsste ständig auf die neusten viren und alle systeme wie win98 2k xp vista linux macosx usw upgedatet werden und genau darin liegt der haken das wird nie reibungslos einfach so funktionieren von daher sollte man da ned weiter darüber nachdenken


warum soll das denn ein haken sein?
man könnte beispielsweise den router auf seine systeme konfigurieren.

klar, ein paar mehr mitarbeiter bei der firma braucht es dann schon, aber das ist ja kein problem!?
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