Lifebook: FSC mit ersten Solid State Disk Notebooks


Erschienen: 17.10.2006, 17:00 Uhr, Quelle: Pressetext, Autor: Patrick von Brunn

Fujitsu-Siemens hat am heutigen Dienstag angekündigt, seine ersten Notebooks ohne herkömmliche Festplatte auf den Markt zu bringen. Je ein Modell der Lifebook Q-Serie und eines der Lifebook B-Serie sollen stattdessen mit einer Solid State Disk (SSD) ausgestattet werden. Diese NAND-Flash-basierten Speichermedien sind leichter, strapazierfähiger und schneller als herkömmliche Festplatten (Hard Disks). Der Computerhersteller gehört neben SSD-Entwickler Samsung zu den Pionieren auf dem Gebiet von magnetplattenfreien Notebooks. Das ganz große Geschäft wittert man jedoch noch nicht, weiß eine japanische Zeitung. Grund ist der noch sehr hohe Aufpreis.

Laut Samsung wurden die Flash-Speicher nun offiziell als vollständig kompatibel mit Microsoft Windows anerkannt. Eingehende Tests hätten belegt, dass die SSD alle Anforderungen an einen Datenträger in einer Windows-Umgebung erfüllen. Zudem konnte die Performance der Datenträger erneut deutlich gesteigert werden, meldete der koreanische Konzern in einer entsprechenden Aussendung. Die Leserate liege nun bei 57 MB pro Sekunde, beschrieben werden die SSDs mit 32 MB pro Sekunde. Insgesamt wird ein Computersystem mit SSD gegenüber herkömmlichen Festplatten um das 50-fache beschleunigt.

Die Subnotebooks von Fujitsu sind mit 16 oder mit 32 GB Speicherkapazität erhältlich, wofür rund 670 beziehungsweise 1.335 Dollar Extrakosten fällig werden. Die SSDs haben einen geringen Stromverbrauch und ermöglichen zusätzliche Arbeitszeit von einer halben Stunde pro Akku-Ladung. Die ersten Abnehmer will Fujitsu im Geschäftskundenbereich finden.

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Kommentare (4)Zum Thread »

1) Gast (17.10.2006, 17:12 Uhr)
16GB für 670€ ! Donnerwetter, bei den momentanen Flashspeicherpreisen sahnen die ja richtig ab!
Die Frage ist, ob diese hinsichtlich Lebensdauer (max. Schreibzyklen) und Schreibleserate wirklich so viel besser sind, als USB Sticks.
2) Gast (17.10.2006, 18:16 Uhr)
Warum stattet man HDs nicht einfach mit 512MB Cache aus, oder so?
3) Babe (17.10.2006, 18:24 Uhr)
Zitat:
Original von Gast
Warum stattet man HDs nicht einfach mit 512MB Cache aus, oder so?

Weil 512 MB Cache unbezahlbar sind.
4) FUBAR (17.10.2006, 21:26 Uhr)
@ 1)
Es gibt auch Unterschiede beim Flash-Speicher. Wenn die SSD 57 MB/s Lesegeschwindigkeit hat, dann geht das nicht mit jedem Flash-Speicher. Eine hochwertige Compact-Flash Karte mit 4 GB, die vergleichbare Werte bringt kostet locker über 200 Euro. Also ist der Mehrpreis schon ok.

Dagegen ist deine Frage nach den max. Schreibzyklen berechtigt. Bisher war doch immer nach etwa 100.000 mal Schluß. Wie siehts da bei der SSD aus?
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