Physik-Alleskönner? BFG PhysX by AGEIA bei uns im Test


Erschienen: 22.10.2006, 10:00 Uhr, Quelle: Hardware-Mag, Autor: Patrick von Brunn

Zwar wurde das Thema PhysX bzw. PPU (Physics Proecessing Unit) in den vergangenen Wochen und Monaten bereits mehrmals von unseren fleißigen Kollegen hier im Netz behandelt, doch wollen wir zu einem fortgeschritten Zeitpunkt nochmals einen Blick auf die Physikbeschleunigung by AGEIA werfen. Mittlerweile sind nicht nur eine Reihe neuer Treiber erschienen, sondern auch neue Demos erhältlich. Des Weiteren möchten wir unsere Tests nicht nur auf einer einzelnen Plattform durchführen, sondern setzen auf zwei verschiedene Prozessoren und zwei Grafikkarten unterschiedlicher Segmente, um insgesamt auf vier voneinander verschiedenen Systemen zu testen. Als PhysX-Karte mit AGEIA PPU haben wir uns die 128 MB Variante aus dem Hause BFG Technologies eingeladen. In unserem Artikel erfahren Sie mehr zur Performance der PhysX-Karte, deren Leistungsaufnahme, Temperaturen und Lautstärke. Wir wünschen wie immer viel Spaß beim Lesen!

« Vorherige News Nächste News »
Weitere Meldungen

Kommentare (4)Zum Thread »

1) Gast (22.10.2006, 12:54 Uhr)
Es tut mir Leid, aber dieser Test weist die gleichen Schwächen auf wie die vielen anderen Tests, ergo ergibt sich auch das gleiche Urteil.

Ein Physikbeschleuniger anhand der erzielbaren Framerate zu beurteilen ist genauso sinnlos wie festzustellen, daß ein 1920*1280er-Highperformance-Display deutlich weniger FPS böte als eine uralte Röhre mit 1024*768er-Auflösung. Es bietet sogar weniger Framerate, aber ist es wirklich so einfach?

Erste 3D-Beschleuniger haben bei manchen Spielen auch schlechtere Frameraten als mit reinem Softwarerendering geliefert, dann aber eben in 16 Bit Farbtiefe und mit gefilterten Texturen. Deutlich höhere Qualität darf durchaus Performance kosten.

Die Aufgabenstellung für beide Berechnungsmodi ist anzunehmenderweise nicht gleich. Wenn ein PhysiX-getriebenes Spiel bei einer Explosion die zehnfache Anzahl an Splittern erzeugt, dann muss auch die GPU mehr Splitter darstellen, die Framerate dürfte sinken. An dieser Stelle wäre dann zu untersuchen, ob sich durch die Vielzahl an Partikeln ein "Gewinn im Spielerlebnis" abzeichnen lässt.

Genauso wäre zu untersuchen, ob sich nicht jeder individuelle Partikel akurater verhält. Die derzeiten softwarebasierten Modelle zur Berechnung der Flugbahn eines Partikels sind idR arg simplifiziert. Ein wesentlich akurateres Modell per PhysiX berechnet könnte ebenfalls ein verbessertes Spielerlebnis liefern, ohne auch nur ein Frame pro Sekunde zusätzlich zu generieren.

Es ist also nicht sinnvoll, PhysiX nur anhand der gemessenen Frameraten zu beurteilen. Es ist unabdingbar, im jeweiligen Spiel die Implementation der Physik zu diskutieren und -wenn möglich- zu bewerten.

Wenn möglich? Ja, denn das dürfte schwer objektiv erfassbar sein. Dem einen ist es wumpe, ob Partikel realistischer fliegen, dem anderen nicht. Das mag auch noch von Spiel zu Spiel variieren, je nach dem, wie stark es sich inhaltlich auswirkt. Ein Autorennspiel, bei dem die Bodenhaftung der Reifen unter Beeinflussung zahlreichster Parameter akurat auf der PhysiX-Karte simuliert wird, dürfte erheblich mehr Spass bereiten als mit einem simplifizierten Berechnungsmodell auf CPU. Wie will man das mit Frameratemessungen erfassen?

Genau solche Betrachtungen haben Sie aber an dem verwendeten Spiel gar nicht vorgenommen! Nun mag bekannt sein, daß der Titel in der Tat nicht so von PhysiX profitiert, sodaß Ihr Fazit nichtsdestotrotz korrekt ist. Für zukünftige Tests mit neuen Titeln sind solche Untersuchungen jedoch unabdingbar!
2) Babe (22.10.2006, 13:11 Uhr)
Ich geb dir bei einem Teil deiner Argumentationen ja durchaus Recht, aber bei Spielen wie GRAW ist die Darstellung mit oder ohne PhysX gleich, also es werden nicht mehr Splitter, beispielsweise. Von daher kann man doch erwarten, dass bei gleicher Bildqualität durch den Einsatz einer Physikbeschleunigung auch die Framerate steigt, da die CPU einen Teil der Arbeit abgenommen bekommt und von einem speziellen Co-Prozessor unterstützt wird. Das gleiche gilt wohl auch für die anderen, synthetischen Benchmarks aus dem Test.

Sollten in naher Zukunft neue Titel auf den Markt kommen, die bei Verwendung von PhysX tatsächlich auch die Bildqualität durch zusätzliche Partikel etc. steigern, sollte man hier natürlich in der Bewertung differenzieren. Diese Titel gibt es aber leider noch nicht und war für den Test (noch) nicht relevant.

Ein weiterer PhysX-Test in den nächsten Wochen und Monaten ist daher eigentlich vorprogrammiert.
3) Gast (22.10.2006, 19:23 Uhr)
Es war an dem Test nicht erkennbar, daß Du Dir über diese Zusammenhänge bewusst bist. Ein Hinweis, daß GRAW mit und ohne Ageiakarte die gleiche Physikqualität bietet, fehlt. Es gibt durchaus einige Leute, die von PhysiX nicht mehr als eine reine Framerateerhöhung erwarten. Das wird sowohl der Idee als auch dem Potential dieser Karte nicht gerecht.

Noch extremer wird dies mit AI-Beschleunigern werden, die es dann ermöglichen, eine Spielwelt mit einer Vielzahl komplex handelnder NPCs zu bevölkern (für heutige Verhältnisse). So etwas sollte man noch viel weniger in FPS zu messen versuchen. Augenzwinkern

Da Du Dir aber über diese Zusammenhänge auch bewusst zu sein scheint, freue ich mich bereits auf Deine Untersuchungen über inhaltliche Einflußnahme in zukünftigen Titeln!

LG, Joe
4) Thrawn (22.10.2006, 20:33 Uhr)
Mensch, ja richtig konstruktiv die Diskussion hier. Das es sowas noch gibt. Hut ab!
Kommentar abgeben 


Sicherheitsabfrage
Bitte übertragen Sie den Code in das Eingabefeld!