Fraunhofer-Institut entwickelt Mini-Beamer für Handys


Erschienen: 05.09.2006, 20:00 Uhr, Quelle: Pressetext, Autor: Patrick von Brunn

Einem Forscherteam der Fraunhofer Gesellschaft ist es gelungen, die Miniaturisierung von Projektoren ein großes Stück voranzutreiben. Die zukünftigen Beamer sollen nicht größer als ein Zuckerwürfel sein und dadurch in Alltagsgeräte integriert werden können. In einigen Jahren könnten mit dieser Technik PDAs oder Handys mit Mini-Beamern ausgestattet werden. "Mit aktuellen hochauflösenden Projektoren können diese Geräte zwar nicht mithalten, VGA-Auflösung ist jedoch problemlos machbar", erklärt Andreas Bräuer, Leiter der Abteilung für Mikrooptische Systeme am Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF). VGA enspricht nebenbei erwähnt einer Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten.

Bisher stieß die Miniaturisierung an physikalische Grenzen, denn das Kernstück des klassischen Beamers ist ein Mikrospiegelarray, das eine Mio. Spiegel enthält. Diese sind in einer Ebene schwenkbar und werden gleichmäßig beleuchtet. Durch das Hin- oder Wegklappen erzeugen sie helle oder dunkle Punkte, die zusammen das projizierte Bild ergeben. Die Arrays verhindern nicht nur eine Miniaturisierung, sondern erschweren Beamern durch ihren hohen Preis auch den Weg in den Consumerbereich.

Mit heutiger Technik lassen sich RGB-Beamer mit Abmessungen von zehn mal sieben mal drei Zentimetern herstellen. Das ist zwar noch deutlich größer als die angestrebten Abmessungen, immerhin jedoch nur mehr ein Viertel so groß wie handelsübliche Beamer. Weltweit arbeiten Forscher an der Verkleinerung der grünen Lichtquelle. Zusammen mit dem blauen und dem roten Diodenlaser soll sie dann die neue Rot-Grün-Blau-Quelle ergeben. "Wenn es gelingt, einen grünen Diodenlaser von der Größe des roten zu fertigen, dann kann auch der RGB-Beamer im Kleinstformat Realität werden", so Bräuer.

Anwendungen gäbe es viele, sind die Forscher überzeugt. Beispielsweise benötige die Automobilindustrie kleine und kostengünstige Laserarrays als Abstandssensoren, die beim Einparken die Entfernung zum nächsten Objekt messen. Solche Sensoren werden auch in der Robotik und Montagetechnik gebraucht. Ein weiteres Einsatzgebiet für die Minilaser sind Digitalprojektoren, die sich in mobile Geräte wie Laptops, Handys oder PDAs integrieren lassen.

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Kommentare (5)Zum Thread »

1) Gast (06.09.2006, 08:32 Uhr)
Das find ich jetzt mal ne geile Entwicklung ... Beamer im Handy. Total cool ^^
2) Babe (06.09.2006, 12:53 Uhr)
Praktisch für Präsentationen, braucht man nicht immer ein Laptop mit dabei zu haben. Mal sehen was das taugen wird und bis wann es marktreif ist.
3) Gast (06.09.2006, 14:55 Uhr)
Bis man sowas für Präsentationen verwenden kann, wird noch sehr viel Wasser den Berg runter laufen.
Aber natürlich eine nette Idee.
In 10-15 Jahren könnts die ersten Modelle für Handys geben, bin mal gespannt.
4) DerMarx (06.09.2006, 15:26 Uhr)
In 10 - 15 Jahre? In 10 - 15 Jahren kann man mit seinen Augen ein Bild auf eine Wand beamen Augenzwinkern
ne Scherz bei Seite, aber ich glaube nicht das es ganz so lange dauert so wie die technische Entwicklung immo vortschreitet
5) Gast (07.09.2006, 10:14 Uhr)
Natürlich dauert das net 10-15 Jahre bis es das gibt, aber käuflich erwerbbar (und vorallem bezahlbar), da dauert es sicherlich noch 10-15 Jahre.
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