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Ende der Glühbirne: OLEDs stark auf dem Vormarsch


Erschienen: 20.02.2007, 17:45 Uhr, Quelle: Pressetext, Autor: Patrick von Brunn

Das Ende der herkömmlichen Glühbirnen scheint immer näher zu kommen, wie Experten dies seit Jahren prophezeien. Das EU-Projekt OLLA, das die Technologie von organischen Leuchtdioden (Organic Light-Emmitting-Diode, kurz OLED) weiter entwickelt, ist ein solches Beispiel. Bei dem auf vier Jahre angesetzten 20 Mio. Euro-Projekt konnte ein weiterer Meilenstein erreicht werden: Eine Lebensdauer von 5.000 Stunden und eine Lichtausbeute von über 20 Lumen, berichtet der Projektleiter Peter Visser im pressetext-Interview.

Die OLEDs sollen die Technik der Beleuchtung revolutionieren und vor allem die Lebensdauer von Beleuchtungskörpern verlängern sowie deren Energieeffizienz erhöhen. Die OLEDs als Lichtquelle der Zukunft sind mit einem Durchmesser von knapp einem Millimeter sehr flach und leicht und lassen sich fast überall anwenden. "Lediglich dort, wo eine gezielte Punktquelle gebraucht wird, ist sie nicht optimal geeignet", erklärt Visser. Gut geeignet sind sie allerdings als Deckenbeleuchtung - und da auch deshalb, weil sich farblich abgestimmtes Licht damit herstellen lässt. "Ziel von OLLA war die Entwicklung eines Beleuchtungskörpers mit einer Lebensdauer von 10.000 Stunden - das ist zehn Mal länger als eine herkömmliche Glühbirne - und einer Lichtausbeute von 50 Lumen pro Watt, genau wie eine Sparlampe", so Visser. Große Erfolge konnten die Forscher bei OLEDs in grünen und rotem Licht erreichen. "Hier lag die Ausbeute bei 130 Lumen pro Watt und einer Lebensdauer von einer Mio. Stunden." Das eigentliche Thema sei allerdings die Suche nach einer optimalen blauen Lichtquelle. Dazu müssten neue Materialien untersucht und ausgetestet werden, womit am Ende die Effizienz von weißem Licht erhöht werden kann.

Derzeit werden jährlich rund zwei Mrd. Glühlampen in der EU verkauft, 75 Prozent davon an private, der Rest an kommerzielle Nutzer, berichtet Philips. 80 Prozent der Beleuchtung in privaten Haushalten besteht immer noch aus Glühlampen. Bei einem Wechsel zu Energie sparenden Lösungen könnten europäischen Verbraucher rund fünf bis acht Mrd. Euro pro Jahr sparen, rechnet Philips vor. Zudem könnten rund 20 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Philips möchte die Debatte über die Abschaffung der klassischen Glühlampen im Rahmen der Beratungen über die neue EU-Richtline für Ökodesign (EUP) führen. Das Ergebnis der Initiative würde dabei helfen, das Ziel der EU, bis zum Jahr 2020 rund 20 Prozent der in Europa benötigten Energie einzusparen, zu erfüllen.

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Kommentare (7)Zum Thread »

1) Gast (21.02.2007, 07:42 Uhr)
Ich bezweifle, dass der Anwender da so viel spart.
Erfahrungsgemäß gehen Energiesparlampen häufiger kaputt, als ihre Glühfadenverwandten.
Allerdings kann man so auch wieder Strom sparen..
2) Gast (21.02.2007, 08:21 Uhr)
Zitat:
Original von Gast
Ich bezweifle, dass der Anwender da so viel spart.
Erfahrungsgemäß gehen Energiesparlampen häufiger kaputt, als ihre Glühfadenverwandten.
Allerdings kann man so auch wieder Strom sparen..


OLEDs haben nix mit "Energiesparlampen" alá Natriumdampflampen etc. zu tun. Aber an Gast 1 sieht man wiederum schön das für Europa und die USA typische Verbraucherverhalten, zuerst einmal alles mit Misstrauen begutachten... Augenzwinkern

OLEDS werden kommen, Schluss mit diesem weit über 100 Jahre alten Glaskolben mit Wolframfaden...
3) Gast (21.02.2007, 09:01 Uhr)
wenn die dinger dann auch noch einigermaßen bezahlbar sind wärs klasse.
das, was es momentan so auf dem markt gibt halte ich für ziemlich überteuert.
4) Softwarekiller (21.02.2007, 11:17 Uhr)
LEDs haben eine extreme Lebensdauer, weshalb sie auf vermehrt im Autosektor kommen.
Was man allerdings auch bei den Energiesparlampen immer vergisst, ist, dass man die Wärme, die die Lampe erzeugt, im Winter nicht mitheizt. Wenn man das mit einberechnet, dann ist die Energiesparlampe zwar immernoch vor der normalen Glühbirne, aber der Abstand hat sich relativiert.

In Einsatzgebieten wo diese Aufheizung nicht erwünscht ist, bringt die Lichtausbeute jedenfalls top Leistungen. Zum Beispiel bei Taschenlampen. Ich freu mich jedenfalls drauf.
5) Gast (21.02.2007, 14:59 Uhr)
@1
Ich weiß ja nicht welche Energiesparlampen du verwendest...
Aber ich hab in meiner Wohnung ausschließlich welche und von denen ist wirklich noch nie!!! eind kaputt gegangen!
Das ist völlig unfassbar! Die sind zum Teil schon 10 Jahre alt!
O.K. sie sind sicherlich nicht mehr so hell wie am Anfang, aber es reicht eigentlich noch!

Was die Diodentechnik angeht bin ich sehr gespannt!
Welche Wellenlängen an Licht lassen sich denn damit erreichen? Kann man damit auch Pflanzenlampen herstellen?
Wieviel Lumen bringt denn solch eine Diode?
6) Gast (21.02.2007, 17:33 Uhr)
ebenfall @ 1

Energiesparlampen haben eine wesentlich längere Lebensdauer als Glühlampen. Wenn man allerings Energiesparlampen für 1,50 Euro kauft wird das sicher nichts mit der langen Lebensdauer.

Gute Energiesparlampen (besonders die Tageslichtlampen), halten problemlos 2-3 Jahre oder länger durch. Leider kosten diese meist zwischen 5-10 Europro stück. Das ist nicht wirklich günstig. unglücklich

OLEDs werden die Beleuchtung überall definitv revolutionieren. Da bin ich mir sicher. Es spricht eigentlich alles für diese kleinen Lichtwunder.
7) Softwarekiller (22.02.2007, 10:41 Uhr)
Was der Kunde wiedermal nicht weiß. Energiesparlampen sind nichts anderes als Leuchtstoffröhren. Die haben schon seit jeher einen hohen Wirkungsgrad, allerdings vergisst der "Öko-Käufer" auch, dass im inneren einer Energiesparlampe Quecksilberdampf seine Arbeit tut. Fällt einem eine solche Lampe auf den Boden und zerspringt, dann hat man wahrlich seinen Spaß.
Sie sind ebenfalls empfindlich gegen perdiodisches ein und ausschalten, wie es zum Beispiel in stark frequentierten Lagerräumen der Fall ist. Hier liefern sie auch eine sehr schlechte Lichtausbeute in den ersten Minuten!

Wenn demnächst ein Glühbirnen-Verbot kommt, wie in Australien, dann wird sich eine Frau Umweltoberguru Kühnast wohl auch nach einigen Monaten auf eine Straftsteuer für Energiesparlampen aussprechen, diese enthalten nämlich im Starter radioaktive Substanz, die falls man diese Röhrchen zerbrechen sollte, bei einer Einatmung sehr schlecht für die Gesundheit werden könnte.

Insofern ist die LED-Technik eine hoffentlich bald im Haushalt wiederfindbare Technik. Ich freu mich schon drauf.
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