Kalifornien: Phisher zu 101 Jahren Haft verurteilt


Erschienen: 17.01.2007, 16:00 Uhr, Quelle: Pressetext, Autor: Patrick von Brunn

Bis zu 101 Jahre Haft drohen einem professionellen Phisher in den USA. Der für schuldig befundene 45-jährige Jeffrey Brett Goodin aus Kalifornien ist damit der erste Verurteilte, bei dem der 2003 beschlossene CAN-SPAM Act der US-Regierung zum Tragen kommt. Dieser sieht drastische Strafen gegen Spammer und Phisher vor und soll in der Bekämpfung derartiger Cybercrime-Vergehen eine abschreckende Wirkung zeigen. Goodin wurde unter anderem zur Last gelegt, AOL-Kunden mit gefälschten E-Mails zur Herausgabe ihrer Kredit- und Accountdaten bewegt zu haben. Mit diesen ging der Verurteilte anschließend auf Einkaufstour.

Während E-Mail-Spamming und Phishing-Attacken weiterhin stark ansteigen, streiten Rechtsexperten und Sicherheitsbeauftragte noch über die beste Vorgehensweise gegen Cyberkriminalisten. Einige Vertreter der Branche beurteilen die Vorgehensweise der USA und Kanada durchaus positiv. "Das Beispiel USA und Kanada zeigt, dass drakonische Maßnahmen wie die Androhung von Gefängnisstrafen und hohen Geldstrafen vor Ort greifen", meint etwa Sophos-Sprecher Christoph Hardy gegenüber pressetext. Gleichzeitig räumte er jedoch auch ein, dass eine strengere Gesetzgebung im jeweiligen Land unweigerlich auch zur Verlagerung der Problematik führe.

Als Gegner nationaler Anti-Phishing-Maßnahmen ist in der Vergangenheit unter anderem der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) aufgetreten, der die geplanten Änderungen in der deutschen Gesetzgebung zum Thema Internetsicherheit kritisiert hat.

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Kommentare (6)Zum Thread »

1) Override (17.01.2007, 17:41 Uhr)
das gibts auch wieder nur bei den amis.. manchmal haben sie schon recht mit harten strafen, aber manchmal auch übertrieben.. bei uns laufen ja vergewaltiger nach 3 jahren wieder frei rum..
2) Mr. Smith (17.01.2007, 19:01 Uhr)
Find ich gut !! Phishing nervt doch nur.
3) Slugger (17.01.2007, 19:14 Uhr)
Ja so Strafen find ich auch vollkommen ok. Vor allem die Hinterweltler die Spammails verschicken die absolut keiner haben will, die sollte man mal dran kriegen. Das Problem ist wohl nur, dass man sowas von überall auf der Welt machen kann, also auch von Ländern aus wo es überhaupt keine Strafen für irgendwas gibt. grinsen Aber zwischen Vergewaltigung(die Strafe dafür ist viel zu gering. Keine Frage!) und Spammails verschicken ist schon ein kleiner Unterschied. Also nicht das ihr mich jetzt falsch versteht. Von den Auswirkungen der Tat her ist 1. natürlich schlimmer, aber die kriminelle Energie die für Spam und Phishing aufgewendet wird ist ungleich höher und darum sollte auch die Stafe entsprechend ausfallen.
4) Gast (18.01.2007, 14:06 Uhr)
ja gut aber Vergewaltigungen sollten trotzdem härter bestraft werden als so paar e-mails also mich stört es nicht 5 mal im monat auf löschen zu drücken ^^ naja das ist ebend die Menschheit die so dumme gesetze macht
5) denjo (18.01.2007, 14:17 Uhr)
Ich finde das einen Witz mit 100 Jahren!
Der hat seine Lektion auch nach spätestens 10 Jahren gelernt.
6) Gast (18.01.2007, 16:37 Uhr)
ja das sowieso ich sage mal 10-30 Jahre (kommt drauf an wie schlimm) ist ok und die richtigen Kranken wie z. B. die vergewaltiger die sollten 60-100 Jahre bekommen
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