Nvidia stellt Supercomputing-Technologie vor: Tesla


Erschienen: 22.06.2007, 11:30 Uhr, Quelle: Hardware-Mag, Autor: Patrick von Brunn

Grafikspezialist Nvidia läutet nach eigenen Angaben eine neue Supercomputing-Ära ein. Die neue GPU-Familie Tesla verwandelt Workstations in "Personal Supercomputer" und bietet so Rechenleistung fürs High Performance Computing. Geo-Wissenschaften, Molekular-Biologie oder medizinische Einrichtungen sind auf enorme Rechenleistungen für Simulationen angewiesen. Diese spezielle Anforderung erfüllt Nvidia jetzt mit seiner neuen GPU-Familie Tesla. Tesla-Lösungen bieten sowohl PCs als auch Server-Clustern genug Rechenleistung, so dass sie rechenintensive Aufgaben problemlos bewältigen können.

Tesla GPU Computing Processor (C780): Das dedizierte Board (Grafikkarte) erlaubt den Einsatz mehrerer Tesla-GPUs in PCs oder Workstations mit hochleistungsfähigen CPUs. Die Tesla-GPU besteht aus 128 parallelen Prozessoren und kommt auf eine Rechengeschwindigkeit von bis zu 518 Gigaflops. Tesla Deskside Supercomputer (D780), das skalierbare Computing System (Desktop), umfasst zwei Tesla-GPUs und lässt sich über einen PCI Express-Anschluss an PCs und Workstations anbinden. Diese Lösung verwandelt Standard-PCs und -Workstations in Personal Supercomputer, die bis zu 8 Teraflops Rechenpower bieten. Tesla GPU Computing Server (S780) ist die Bezeichnung für die bislang schnellste Variante: 1U-Server (Rack) mit künftig bis zu acht Tesla-GPUs arbeitet mit über 1000 parallelen Prozessoren und steigert so die Parallel-Performance von Clustern um mehrere Teraflops.

Unterstützte Anwendungsgebiete sind beispielsweise seismische Datenbasis, Mobiltelefon-Antennen-Simulation, Molekular Dynamik (VMD), Neuronen-Simulation, MRI Processing und die atmosphärische Wolkensimulation. Durch die Entwicklungsumgebung für die C-Programmiersprache ist Computing mit Tesla für alle Software-Entwickler zugänglich: CUDA ist eine Komplettlösung für die Software-Entwicklung, die einen C-Compiler für die GPU, Debugger/Profiler, dedizierte Treiber und Standard Libraries enthält. CUDA vereinfacht das Parallel Computing über die GPU und verwendet die C-Programmiersprache zur Erstellung von Thread-Programmen, so dass große Datenmengen parallel bearbeitet werden können. Programme, die mit CUDA erstellt wurden und auf Tesla laufen können tausende Threads gleichzeitig berechnen. Aktuell wird CUDA von Linux- und Windows XP-Betriebssystemen unterstützt.

Preislich liegen die drei ersten Tesla-Modelle bei 1.499 (C780, eine GPU), 7.500 (D780, zwei GPUs) bzw. 12.000 US-Dollar (S780, vier GPUs). Die S780-Ausführung mit acht GPUs wird aktuell noch nicht ausgeliefert, ist aber für die Zukunft geplant.

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Kommentare (9)Zum Thread »

1) BigWhoop (22.06.2007, 11:54 Uhr)
Was soll man da noch sagen ausser "lechtz" und "krank" lachen

Ich frage mich nur warum ich so nen GPU Rack nehmen sollte wo ich Racks mit 32 richtigen prozessoren bekomme smile
2) Babe (22.06.2007, 13:52 Uhr)
Zitat:
Original von BigWhoop
Ich frage mich nur warum ich so nen GPU Rack nehmen sollte wo ich Racks mit 32 richtigen prozessoren bekomme smile

Weil 32 Prozessoren noch viel mehr Strom brauchen und die GPUs mit spezieller Software richtig schnell und flexibel sind.
3) BigWhoop (22.06.2007, 15:04 Uhr)
GENAU smile Du hast das stichwort gesagt .. sie brauchen eigene befehlssätze ... ich bin mal gespannt ob sich sowas durchsetzt ... ich werde es nicht einbauen!
4) Slugger (22.06.2007, 15:47 Uhr)
Bleibt abzuwarten in wieweit sich die Programmierer von schon vorhandener Simulationssoftware z.B. CFD oder Ähnliches dazu bringen lassen ihre Software auf solche Systeme zu optimieren. Ich denke von der Rechenleistung her würds das schon bringen.
5) Override (22.06.2007, 17:00 Uhr)
Für den Privatanwender wieder mal was Sinnloses und Unbezahlbares Zunge raus
6) Softwarekiller (22.06.2007, 19:02 Uhr)
Das ist auch nicht für Privatanwender gedacht. Das ganze ist ein Handwerkszeug der Forschung.
7) Gast (25.06.2007, 13:00 Uhr)
Ja aber du KANNST es auch Privat nutzen und einen PC/3DMark Test machen Augenzwinkern So geht denen wieder einer ab ...
8) Gast (25.06.2007, 13:14 Uhr)
Zitat:
Original von Gast
Ja aber du KANNST es auch Privat nutzen und einen PC/3DMark Test machen Augenzwinkern So geht denen wieder einer ab ...

Dafür ist das aber sicherlich nicht konzipiert! Und außerdem wird sich niemand für einige tausend Euro einen "3DMark"-PC kaufen. Das ganze ist für die Industrie bzw. den Profi, sonst für niemanden.
9) BigWhoop (25.06.2007, 13:43 Uhr)
Und auch da im moment für keinen einsetzbar da die programme garnicht die richtigen rechenoperationen liefern die dann die GPU schneller rechnen könnte.
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