Skulltrail: Bilder und Benchmarks zu Intels SLI-Plattform


Erschienen: 21.09.2007, 00:15 Uhr, Quelle: Hardware-Mag, Autor: Patrick von Brunn

Auf dem Intel Developer Forum 2007 hat der gleichnamige Hersteller wieder eine Reihe anstehender Produkte und Innovationen präsentiert. Mit dabei waren auch die neuen 45 nm-Produkte die im Laufe des Jahres und ab 2008 auf den Markt kommen werden. So präsentierte man unter anderem mehrere lauffähige "Skulltrail"-Plattformen, die kommende Enthusiasten-Lösungen aus dem Hause Intel. Skulltrail soll künftig nicht nur zwei Prozessoren auf entsprechenden Boards vereinen, sondern auch bis zu vier PCI Express 2.0 Grafikkarten aufnehmen können. Als Basis für Skulltrail dient die Plattform "Stoakley" bzw. deren Chipsatz "Seaburg", der bis zu 32 PCI Express Lanes für die PEG-Ports bietet und DDR2 FB-DIMM-Speicher unterstützt. Außerdem sollen ein Front Side Bus von bis zu 1600 MHz und die offizielle Unterstützung von SLI mit zum Featureset gehören. Die fleißgen Kollegen von ComputerBase konnten bereits in Erfahrung bringen, dass Nvidia hierfür entsprechende Hardware liefert. Zwei zusätzliche Controller auf den Skulltrail-Boards sollen die SLI-Tauglichkeit sicherstellen, ohne, dass Nvidia eigene Treibermodelle bekanntgeben muss. Skulltrail wird somit der erste Intel-Chipsatz mit offizieller Unterstützung von Nvidia SLI sein. Alle weiteren Modelle, wie auch der anstehende X38, müssen sich mit ATi CrossFire begnügen.

Intel hat im Zuge des IDF Fall 2007 nicht nur weitere Details zu Skulltrail veröffentlicht, sondern auch Benchmarks in die Runde geworfen. Dabei trat ein mit zwei 45 nm Quad-Core Prozessoren (3,40 GHz, FSB1600, 12 MB L2-Cache), zwei GeForce 8800 GTX Grafikkarten (SLI) und 2x 2 GB DDR2-800 FB-DIMM Speicher bestücktes Skulltrail-System gegen ein "Yorkfield"-Gespann an. Letzteres setzte sich aus einem 45 nm Quad-Core Prozessor (3,00 GHz, FSB1333, 12 MB L2-Cache), einem X38-Board, einer GeForce 8800 GTX und 2x 1 GB DDR3-1333 zusammen. Ein direkter Vergleich ist zwar aufgrund der sehr unterschiedlichen Hardware nur beschränkt möglich, doch lässt sich so ein erster Eindruck vom Potenzial der kommenden Intel-Plattformen gewinnen. Zur Orientierung haben wir des weiteren unsere Ergebnisse eines QX6850 und eines X6800 auf einem P35-System ergänzt.

3DMark06 CPU-Score
2x Quad-Core (3,4 GHz, 12 MB, FSB1600) @ Skulltrail
6.359
Quad-Core (3,0 GHz, 12 MB, FSB1333) @ X38
4.569
QX6850 (3,0 GHz, 8 MB, FSB1333) @ P35
4.320
X6800 (2,93 GHz, 8 MB, FSB1066) @ P35
2.560
Angaben in Punkten (mehr ist besser)

Der 3DMar06 Gesamtscore des Systems mit acht physikalischen Prozessorkernen betrug satte 17006 Punkte. Die weiteren Benchmarks umfassten CineBench R10 Beta (xCPU Score) und TMPGEnc 4.0 Express. In der neusten Beta-Version des bekannten CineBench erreichte das 8P-System (Skulltrail) satte 21521 Punkte und konnte sich, wie erwartet, von einem 4P-Modell (Bearlake-X) mit 11899 Punkten klar absetzen. Ebenso auch bei der Bearbeitung von Videomaterial, wo die Berechnungszeit bei 72 (Bearlake-X) bzw. 53 Sekunden (Skulltrail) lag.

Zwar gab Intel keine genaueren Informationen zu den eingesetzten Komponenten bekannt, doch handelte es sich bei der einzelnen Quad-Core CPU aus dem X38-System aller Wahrscheinlichkeit nach um den kommenden QX9650, der noch in diesem Quartal das Licht der Welt erblicken soll. Der 45 nm Prozessor auf Basis des Yorkfield-XE Kerns kommt mit 1333 MHz Front Side Bus, 3,0 GHz Kernfrequenz und insgesamt 12 MB L2-Cache. Die Thermal Design Power beträgt wie bei den aktuellen Modellen mit deutlich geringerem Cache 130 Watt. Mainstream-Modelle des Yorkfield(-MS) sollen Anfang des nächsten Jahres in die Regale kommen und nur 95 Watt verbrauchen.

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