MIT-Forscher erzielen Durchbruch bei 25 nm-Strukturgröße


Erschienen: 09.07.2008, 16:15 Uhr, Quelle: Pressetext, Autor: Patrick von Brunn

Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen Durchbruch auf dem Weg zu kleineren Strukturgrößen bei Mikrochips erzielt. Mit einer Abwandlung eines gängigen Lithographie-Verfahrens zum Erzeugen von Chip-Strukturen konnten sie Linien mit einer Breite von 25 nm erzeugen, mit ebenso großen Abständen. Das ist eine deutlich geringere Strukturgröße, als sie aktuell verbreitet ist. Die Methode dürfte nach Ansicht des MIT-Teams kostengünstig umsetzbar sein und könnte daher vielseitige Anwendungsmöglichkeiten haben.

Basis für die Arbeit der Forscher war die sogenannte Interferenz-Lithographie, bei der Strukturen mithilfe von Laserlicht erzeugt werden. In einer Abwandlung dieser gängigen Methode haben die MIT-Wissenschaftler Schallwellen genutzt, um das Laserlicht so zu beeinflussen, dass damit die ungewöhnlich kleinen Strukturen hergestellt werden können. Das Verfahren könne schnell großflächig Strukturen erzeugen und biete bisher nie da gewesene Kontrolle über die Geometrie der Features, so die Wissenschaftler. Schon die 25 nm-Strukturgröße ist ein großer Schritt. 2009 werden Chips laut Intel auf 32 nm-Strukturen geschrumpft. Der Fahrplan der Industrie sehe 25 nm für den Zeitraum von 2013 bis 2015 vor, so das MIT. Die neue Lithografie-Technik könnte auch ökonomisch attraktiv sein, ist man überzeugt. Dafür sei das Auskommen ohne bestimmte Chemikalien, teure Werkzeuge oder die Nutzung von Immersionslithographie-Techniken mit zusätzlichem flüssigen Medium im Prozess verantwortlich.

Die Technik des Teams könnte laut MIT beispielsweise für Next-Generation-Speicher, integrierte Schaltkreise oder verbesserte Solarzellen genutzt werden.

« Vorherige News Nächste News »
Weitere Meldungen

Kommentare (3)Zum Thread »

1) Softwarekiller (10.07.2008, 13:20 Uhr)
Wir nähern uns in riesen großen Schritten dem Ende von Moores Law. Schön dass wir noch miterleben dürfen wie Intel & CO Klimmzüge machen müssen wenn es soweit ist. Augenzwinkern
2) Gast (12.07.2008, 17:01 Uhr)
Gibt es schon alternativen zur aktuellen Technik? Also wenn man mal nicht mehr kleiner machen kann smile
3) Softwarekiller (12.07.2008, 18:37 Uhr)
Ionen, allerdings geht das in Richtung Quantencomputing, ist also keine wirkliche Alternative wegen mangelnden Algorithmen die sinnvolle Berechnungen zulassen.

Wenn man an die Grenzen stößt, wird man eben mit intelligenter Architektur arbeiten müssen. 25 nm sind nur ~50 Ebenen im Siliziumgitter, daher die Klimmzüge.
Kommentar abgeben 


Sicherheitsabfrage
Bitte übertragen Sie den Code in das Eingabefeld!