Dell steigt auf energiesparende LED-Displays um


Erschienen: 29.09.2008, 16:15 Uhr, Quelle: E-Mail, Autor: Patrick von Brunn

Dell hat sich das Ziel gesetzt, binnen eines Jahres bei den Displays neuer Notebookmodelle auf das giftige Quecksilber zu verzichten. Der dazu erforderliche Umstieg auf die LED-Technik bedeutet für Dell-Kunden nebenbei auch eine deutliche Energieeinsparung.

Ab 15. November 2008 wird Dell zwei Drittel seiner Notebooks der Dell-Latitude-E-Serie ab Werk mit LED-Hintergrundbeleuchtung ausliefern. Diese Technik verzichtet auf giftiges Quecksilber und kommt bei den Modellen Latitude E4200, E4300, E6400, E6400 ATG und E6500 zum Einsatz. Zudem soll die LED-Hintergrundbeleuchtung auch bei den mobilen Workstations Dell Precision M2400 und M4400 standardmäßig eingebaut werden.

LED-Displays sind nicht nur frei von umweltschädlichem Quecksilber und weitgehend recyclingfähig, sie sparen im Vergleich zur herkömmlichen Technik der Cold Cathode Flourescent Lamp (CCFL) auch noch eine erhebliche Menge an Energie. So nimmt beispielsweise das Dell 15 Zoll-LED-Display bei maximaler Helligkeit im Durchschnitt 43 Prozent weniger Energie auf und verringert damit die Kosten und den CO2-Ausstoß beträchtlich. Dell schätzt die Ersparnis seiner Kunden auf über 20 Millionen US-Dollar (13 Millionen Euro) beziehungsweise 220 Millionen Kilowattstunden. Das entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß von über 10.000 Haushalten.

Darüber hinaus hat Dell angekündigt, bis Ende 2010 sämtliche Notebookmodelle ab Werk mit LED-Hintergrundbeleuchtung auszuliefern. Das Unternehmen geht davon aus, dass die vorgenommenen Investitionen und der Kapazitätsaufbau bei Lieferanten als Ansporn für andere Industrieteilnehmer wirken.

« Vorherige News Nächste News »
Weitere Meldungen

Kommentare (8)Zum Thread »

1) Softwarekiller (29.09.2008, 18:12 Uhr)
Ist ne wunderbare Entwicklung hin zu stromsparenderen Mobilgeräten. Wenn man überlegt wieviel die Displays vor den LEDs geschluckt haben. Der Hinweiß auf den CO2 Austoß ist dafür lächerlich, in Frankreich dürfte der CO2 Austoß der Haushalte gleich null sein, in Deutschland riesen Groß (Dank unseren alten Kohlekraftwerken). Die Vergleichsrechnung ist fragwürdig.
2) Babe (29.09.2008, 23:04 Uhr)
Wäre schön wenn alle Hersteller da nachziehen würden, was LED-Backlights betrifft.
3) Gast (05.10.2008, 13:15 Uhr)
Babe, das geht marktwirtschaftlich schon nicht von heute auf morgen. Wollen alle zeitgleich, schnell und umfassend umstellen, dann explodiert die Nachfrage nach tauglichen LEDs und die für die Leuchtstoffröhren kollabiert.
Es werden sich also laufend Hersteller fragen, warum sie horrende Summen für LEDs ausgeben sollen, wenn sie doch die Röhren für nen Appel&Ei nachgeschmissen kriegen. Und sich entsprechend entscheiden.
Es wird mindestens drei Jahre dauern bis die Produktionskapazitäten adäquat ausgebaut sind.
4) lazyfruit (06.10.2008, 16:54 Uhr)
...und letztlich ist es eine Frage wie umweltfreundlich es ist wenn plötzlich alle ihre alten Lampen wegschmeissen und neue kaufen obwohl es die alten noch tun...

Mich würde auch mal die tatsächliche Umwelt / Energiebilanz einer Energiesparlampe interessieren, soweit ich weiß sind alte / kaputte eLampen ja Sondermüll ?
5) Gast (06.10.2008, 22:00 Uhr)
lazyfruit, das hat jetzt nur bedingt etwas mit dem Thema LED vs CCFL zu tun. Ja, Energiesparlampen sind Sondermüll, das heisst aber nur daß sie nicht in den normalen Hausmüll sondern ins Recycling gehören. Dort können und werden - in Ländern mit Umweltbewusstsein zumindest - diese recht vollständig verwertet. Durch die derzeitigen Rohstoffpreise sogar nicht mal ein Verlustgeschäft.
6) Softwarekiller (08.10.2008, 09:38 Uhr)
Der Grund dass das in den Sondermüll sollte ist einfach der Quecksilberdampf mit dem die Leuchtstofflampen betrieben werden (nichts anderes sind Energiesparlampen nähmlich). Ist ein schöner Trick eine uralte Technik im neuen Format und neuen Namen an den unwissenden Verbraucher zu verkaufen.

LED als Raumlampen werden noch ne ewigkeit brauchen weil die Abstrahlcharakteristik natürlich nicht für eine Raumbeleuchtung taugt. Für Taschenlampen, Panels etc sind die kleinen Dinger aber unglaublich und machen ne menge Spaß.
7) Gast (10.10.2008, 13:39 Uhr)
Softwarekiller, was soll die Miesmacherei? Es ist wohl jedem bekannt, daß ESL nach dem Prinzip einer Leuchtstoffröhre arbeitet, die korrekte Bezeichnung lautet auch "Kompaktleuchtstoffröhre". Der Wirkungsgrad ist nichtsdestotrotz erheblich höher als der von einer Glühwendellampe, die sie ja ersetzen soll, was spielt es da für eine Rolle wie alt die Technologie ist?
8) BigWhoop (10.10.2008, 18:52 Uhr)
Auch die LED Technik der Raumbeläuchtung ist durch die Zerrfilter und Spiegel schon so weit das es durchaus machbar ist. vorallem ist der verbrauch dabei sehr gering.
Kommentar abgeben 


Sicherheitsabfrage
Bitte übertragen Sie den Code in das Eingabefeld!