VDSL – Schnell, aber nicht verfügbar?


Erschienen: 06.05.2015, 09:00 Uhr, Quelle: Hardware-Mag, Autor: Patrick von Brunn

Ein blitzschneller Kabelanschluss zum Zocken von Online-Spielen, um Videos zu streamen oder für den Upload von Dateien. VDSL-Zugänge kommen auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und sind damit die schnellsten unter den Breitbandanschlüssen. Doch obwohl das Vectoring-Angebot stetig ausgebaut wird, ist das Turbo-Internet noch längst nicht überall verfügbar.

VDSL gibt es eigentlich schon seit vielen Jahren, allerdings lange Zeit ausschließlich in größeren Städten. Grund dafür ist, dass für die schnellere Internetanbindung ein Glasfasterkabel verlegt werden muss. Zwar erfolgt die Verlegung der Glasfaser nicht direkt bis in jede Wohnung, sondern nur zu jedem Kabelverzweiger am Straßenrand, trotzdem schluckt der bundesweite Ausbau der grundsätzlichen Infrastruktur aber Milliarden. Deshalb wurde VDSL zu Beginn nur dort ausgebaut, wo möglichst viele Kunden auf einmal angebunden werden können und die Kosten zudem überschaubar bleiben. Das Turbo-Internet ist aus diesem Grund vor allem in Großstädten zu finden.

Nach und nach wird nun der neue Breitbandanschluss in immer mehr Regionen erschlossen. Denn durch das veränderte Nutzerverhalten wie Fernsehen übers Internet, mobile Geräte und das gleichzeitige Zugreifen verschiedener technischer Devices auf das Netz ist die Nachfrage auch in Kleinstädten und ländlicheren Gegenden gestiegen. Letztere setzen auf den Ausbau besonders ihre Hoffnungen, da Regionen auf dem Land bisher oft nicht einmal mit einfachem DSL (bis 16 Mbit/s) abgedeckt sind und die Verbindung entsprechend langsam ist.

VDSL ist mittlerweile in großen und mittleren Städten, Ballungsräumen sowie immer mehr Kleinstädten buchbar. Die VDSL-Verfügbarkeit kann man über Anbieter wie 1&1 testen. Bei der Wahl des Tarifs wird mit dem "DSL 50.000"-Test bzw. "DSL 100.000"-Test ersichtlich, ob die High-Speed-Übertragung am eigenen Wohnort machbar ist. Wer herausfindet, dass das Turbo-Internet am eigenen Wohnort noch nicht verfügbar ist, kann auf eine andere Bandbreite zurückgreifen und sich online informieren, ob vielleicht ein baldiger Ausbau in der Region geplant ist. Die VDSL-Verfügbarkeit soll in Zukunft noch breiter werden, sodass stetig mehr Regionen von superschnellem Internet profitieren können.

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Kommentare (3)Zum Thread »

1) Caliban (08.05.2015, 13:30 Uhr)
Müsste man halt mal alles zusammen machen.
Beispiel (nicht erfunden):
Jedes Jahr wurde die Straße aufgemacht bei uns; Kanal machen, nächstes Jahr Telefonleitung, dann Gehsteig renoviert und dann die ganze Straße. What the fuck Augen rollen
2) Razerback (12.05.2015, 10:10 Uhr)
Netter Artikel. Dazu fällt mir nur das Versprechen der Bundesregierung ein: "50Mbit/s für Alle bis 2018" (Quelle). Kann daran mit meiner max. 2k Leitung und den 25km bis zur nächsten größeren Stadt irgendwie noch nicht ganz so glauben....

Ich schmeiß anlässlich meines ersten Beitrages auch mal ein dickes HALLO in die Runde!

Gruß
Razer
3) BigWhoop (19.05.2015, 20:08 Uhr)
Für unsere Wohnsiedlung wären 90.000 Euro nötig um per Kabel an die 125 Mbit zu kommen.
Aktuell sind wir bei 25 Mbit....anscheinend will das aber keiner bezahlen.

Die Hausverwalter glauben nicht das es jemand braucht und die Kabelanbieter müssten dann die Preise der 25 Mbit Leitungen anpassen und glauben das keiner umsteigt und sie somit weniger verdienen.

Und das im Jahr 2015. Zu zeiten des Streamings und 4K TV Oo
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