Aufgekauft: Nvidia übernimmt ULi Electronics


Erschienen: 14.12.2005, 13:00 Uhr, Quelle: E-Mail, Autor: Patrick von Brunn

Die Nvidia Corporation gab heute die Übernahme von ULi Electronics (ULi) bekannt. ULi ist ein Entwickler von Core Logic Technologien und hat seinen Unternehmenssitz in Taipeh, sowie weitere Niederlassungen in Hsinchu, Shanghai, Shenzhen und San Jose, Kalifornien.

Die Vereinbarung besagt, dass Nvidia pro ULi Aktie und Aktien-Optionen 19 New Taiwan Dollars in bar bezahlt, was insgesamt einem Gegenwert von ca. 52 Millionen US-Dollar entspricht. Die Übernahme soll im ersten Quartal des Fiskaljahres 2007 (Februar bis April 2006) abgeschlossen sein, vorausgesetzt es gibt keine Einwände seitens der Regulierungsbehörde oder der Aktionäre.

Alex Kuo, Präsident und Chief Executive Officer bei ULi, wird Nvidia zukünftig als Senior Executive zur Seite stehen. In dieser Funktion wird er den Vertrieb und die Vermarktung von MCPs sowie den Support in Asien verantworten. "Wir waren immer davon überzeugt, dass die Möglichkeiten im MCP Bereich riesig sind," so Alex Kuo. "Die Stärke von Nvidias erstklassigen Entwicklungs- und Marketing-Organisationen wird das ULi Team dabei unterstützen, Produktdesigns und –entwicklungen auf ein neues Level zu bringen."

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Kommentare (8)Zum Thread »

1) Zero (14.12.2005, 14:04 Uhr)
Jetzt siehts für ATI nicht gut aus da ULI eine neue Southbridge für ATI produzieren wollte die mit wesentlich besserer Performance und Stabilität und mehr Features auf als die mäßigen ATI-eigenen SB 400 or SB 450 Chips. ATI war natürlich froh diese Partnerschaft zu haben, aber nun könnte ATI in der Herstellung und Entwicklung des SLI-Pendants Crossfire sehr weit zurückgeworfen werden, denn es ist klar, dass ULi nicht lange für ATI Southbridges herstellen wird.

Wie die Zukunft von ATIs Crossfire nun aussieht bleibt abzuwarten
2) Babe (14.12.2005, 15:34 Uhr)
ULi wird wohl sicherlich auch noch Verträge erfüllen müssen, die man mit ATi abgeschlossen hat. Aber noch ist die Übernahme ja auch nicht amtlich...
3) Yidaki (14.12.2005, 16:01 Uhr)
Ich mag nicht wirklich was nVidia da macht. Die kaufen alles auf. 3dfx haben sie auch kaputt gemacht. ULi wollte einen neuen Chip bringen, der nur geringfügig schlechter sein sollte als der nForce4. Performancemäßig ist ULi nicht schlecht. nVidia bietet halt mehr features.

Ich bin eher dafür dass es eine größere Auswahl gibt als nur VIA, nVidia und ATi. Ohne Konkurrenz ist es fad Augenzwinkern


Yidaki
4) denjo (14.12.2005, 16:16 Uhr)
jo so ist es
5) Zero (14.12.2005, 16:36 Uhr)
Die Übernahme ist offiziel bekannt gegeben von Nvidia
Klick!
6) Gast (15.12.2005, 16:41 Uhr)
Naja, ich denke es findet sich auch wer anders der evtl. ATI unterstützt. SiS wäre zum Beispiel ein heißer Kandidat. Interessant (aber wahrscheinlich undenkbar) wäre ein Fusion von ATI mit Via. Dann hätte Nvidia vermutlich ein Problem. Aber es ist schon beachtlich, in welch relativ kurzer Zeit sich Nvidia vom kleinen Grafikchip entwickler zum Großkonzern gemausert hat. Aber eine umfassende Kooperation von ATI & VIA hätte auf jeden Fall Vorteile für beide Seiten.
7) Gast (19.12.2005, 10:16 Uhr)
Wenn das so weitergeht mit der Aufkauferei, haben wir bald gar keine wirkliche Wahl mehr.
Ich meine z.B. wenn Uli zu Nvidia gehört, warum sollten sie dan noch irgendwelche Anstrengungen bezüglich Mainboardchipsätzen, kompatibel zu ATI Grakas eingehen? So würde man sich schliesslich ins eigene Fleisch schneiden.
Ich glaube nicht das ATI so schnell nen neuen Partner an Land ziehen wird, denn es ist im Buisness nun mal so, daß natürlich Profitorientiert entschieden wird.
Und jetzt mal ehrlich: Wer von euch kennt jemandender Crossfire im Einsatz hat oder nutzt evtl. selbst schon Crossfire?
Ich glaube nicht das bei dieser Frage die 1%-Hürde übersprungen würde.
Dem stehen 2 Hindernisse im Weg.
1. Die spezielle Crossfire-Karte (Vielen Nutzern zu heikel und anstrengend danach zu suchen bzw. sie zu erwerben)
2. Die miserable PCI und USB Performance der Crossfire-kompatiblen Chipsätze. Habe in einem Interview in der PCGH dazu etwas gelesen, da meinte der ATI-Mitarbeiter sowas wie das es im Spielebereich darauf nicht so sehr ankäme. Für mich ist das eine extrem schwache Ausrede, mehr nicht.

ATI sollte meiner Meinung nach eigene Mittel aufwenden, um einen besseren Chipsatz auf die Beine zu stellen, nur dann wären sie meiner Einschätzung nach in der Lage, wieder in allen Ligen des Grafikkartenmarktes mitzuspielen.
8) Gast (19.12.2005, 10:22 Uhr)
Aufgrund der neuen Situation sollte sich ATI mit AMD an einen Tisch setzen, denn im Spielebereich liegt AMD ganz klar vorne.
Schliesslich hat AMD auch schon Erfahrungen in Sachen Chipsatz.
Wenn das funktioniert, kann Nvidia sich schonmal darauf vorbereiten, ein Stück des grossen Kuchens abzugeben.. soviel ist sicher..
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