OLED-Technik verdrängt LCD vom Handybildschirm


Erschienen: 31.07.2006, 13:00 Uhr, Quelle: pressetext, Autor: Patrick von Brunn

Aufgrund ihrer technologischen Vorteile könnten OLEDs schon bald die derzeit dominierenden TFT-LCDs von den Handybildschirmen verdrängen. OLEDs (Organische Licht emittierende Dioden) sind heller, dünner und weisen eine kürzere Reaktionszeit auf. Bereits 2007 soll die Nachfrage nach Passive Matrix (PM) OLEDs massiv anziehen, zeigt sich etwa Lu Ling, Präsident des taiwanesischen OLED-Spezialisten Labeltek, überzeugt. Bisher haben sich die Handyhersteller allerdings trotz der technologischen Überlegenheit vor einem breiteren Einsatz von OLEDs gescheut, berichtet das Branchenportal DigiTimes.

Mit der zunehmenden Beliebtheit von ultradünnen Handys gewinnt die OLED-Technologie nun aber an Bedeutung. Im Gegensatz zu TFT-LCDs können PM OLEDs selbst Licht aussenden und kommen daher ohne eine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung aus. Damit können OLED-Panels auf unter einen Millimeter Dicke gedrückt werden. Derzeit kommen PM OLEDs vorrangig als Sub-Displays von Handys und in MP3-Playern zum Einsatz. Nur drei Prozent der verkauften OLEDs werden im Fahrzeugbereich verbaut.

Nun steht den OLEDs insbesondere im Handybereich ein kräftiger Aufschwung bevor. In diesem Jahr haben einige Hersteller wie BenQ-Siemens oder LG damit begonnen, zusätzliche Handy-Modelle mit OLEDs auszurüsten. In Zukunft könnten auch die Branchengrößen wie Nokia stärker auf PM OLEDs umstellen, meint zumindest Chien-Chih Chiang vom taiwanesischen OLED-Produzenten Univision Technology. Nach Berechnungen der Marktforscher von DisplaySearch ist der Umsatz mit OLEDs im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 486 Mio. Dollar gestiegen. Der Absatz kletterte rund um den Globus um 72 Prozent auf 55,8 Mio. Displays.

Indes steht bereits die Schwestertechnologie Active Matrix (AM) OLED, die sich gegenüber PM OLEDs durch eine geringere Schaltspannung auszeichnet, in den Startlöchern. Damit sollen höher auflösende Displays möglich gemacht werden. Konzerne wie Samsung oder Sony investieren bereits massiv in die neue Technologie. Bis 2009 könnten AM OLEDs Marktforschern zufolge bereits einen Anteil von 50 Prozent bei Handys im Highend-Bereich erobern. Bis zum Jahr 2010 soll der AM OLED-Markt regelrecht explodieren. Dann soll sich das Marktvolumen auf 3,9 Mrd. Dollar belaufen - ausgehend von gerade 60 Mio. Dollar in diesem Jahr.

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Kommentare (5)Zum Thread »

1) DerMarx (31.07.2006, 13:09 Uhr)
Pah wer brauchts^^ ich büchse immer noch mit meinem alten Nokia 3210 rum damit kann ich Telefonieren und Smsen mehr brauch ich nicht, muss nicht 5mm dünn sein und 16millionen farben haben. Aber die Technik wäre nett fürs Navi und anderen schnick schnack.
2) Gast (31.07.2006, 14:26 Uhr)
So was hör ich gerne. Dann lohnt es sich auch in 2 Jahren ein neues Handy zu holen. Die Handylaufzeit könnte meiner Meinung nach ruhig höher ausfallen.
Die Welt wird immer bunter und kleiner. Nice.
3) Gast (04.08.2006, 16:11 Uhr)
Zitat:
Original von DerMarx
Pah wer brauchts^^ ich büchse immer noch mit meinem alten Nokia 3210 rum damit kann ich Telefonieren und Smsen mehr brauch ich nicht, muss nicht 5mm dünn sein und 16millionen farben haben. Aber die Technik wäre nett fürs Navi und anderen schnick schnack.


tja, aber mit der akkulaufzeit siehts sicher nicht mehr so gut aus, oder?
ich habe mich deshalb von meinem 3330 verabschiedet :-( und mir ein 3220 gekauft :-).
4) DerMarx (04.08.2006, 17:16 Uhr)
Naja drei bis vier Tage hält der voll aufgeladene Akku aber schon und ich finde das reicht dicke, so viel Telefonier ich ja eh nicht, alle meine Freunde haben ICQ^^
5) Gast (11.08.2006, 08:18 Uhr)
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