Intel entlässt 10.500 Mitarbeiter - jede zehnte Stelle fällt weg


Erschienen: 06.09.2006, 00:00 Uhr, Quelle: Financial Times, Autor: Andreas Venturini

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat die Streichung von 10.500 Arbeitsplätzen bekannt gegeben. Als Gründe werden der massive Gewinneinbruch von über 50% im zweiten Quartal sowie die große Konkurrenz des Chipherstellers AMD angeführt. Intel will hauptsächlich die unternehmensinternen Abläufe optimieren und Entscheidungsketten straffen. "Wir sind dabei, Struktur und Effizienz unserer Unternehmensorganisation zu prüfen", so ein Intel-Sprecher am gestrigen Dienstagabend. Alleine im Management wurden deshalb bereits im Juli etwa 1000 Stellen gestrichen.
Die Kosten der Abfindungen belaufen sich vorerst auf etwa 200 Mio. $ wie das Unternehmen weiter mitteilte.

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Kommentare (5)Zum Thread »

1) Deeival (06.09.2006, 00:04 Uhr)
10% ist dann doch schon nen ganzer Haufen!
2) Thrawn (06.09.2006, 08:53 Uhr)
Is schon krass, erst Beginnt Intel mit dem enormen Preikrieg, indem die die Preise stark senken und dann entlassen sie Leute aufgrund der Gewinneinbrüche. Is ja selbst verschuldet mehr oder weniger.

Durch den Conroe sollten die ja wieder an die Spitze, gleichzeitig 10.000 Leute entlassen.....Finde ich nicht i.O. Durch den Core2 Duo sollten die ja in wenigen Monaten wieder Gewinn machen angeblich.
Aber scheinbar ist AMD stärker als erwartet. Wenn AMD dann nächstes Jahr mit was neuem zurückschlägt....naja man darf gespannt sein.
3) Gast (06.09.2006, 13:32 Uhr)
@Thrawn
Mag manchmal hart klingen aber es ist nunmal so. Ein Unternehmen besteht nicht zum Zweck, Mitarbeiter einzustellen oder zu beschäftigen sondern zum Zweck der Gewinnmaximierung. Wenn also 10% der Stellen wegfallen dient dies in gewissem Maße auch zur Arbeitsplatzsicherung für die verbleibenden 90%. Kein Unternehmen kann es sich auf Dauer leisten, so deutliche Gewinneinbußen zu akzeptieren. Als kleines Beispiel: In einem Unternehmen gibt es 10 Abteilungen. 9 Abteilungen erwirtschaften Gewinn, eine Abteilung erwirtschaftet Verluste. Unterm Strich macht das Unternehmen gute Gewinne. Trotzdem werden die Mitarbeiter der einen Abteilung die Verluste macht entlassen. Ein großer Aufschrei geht durch Gewerkschaften im Sinne von "Warum entlässt eine Firma die so gute Gewinne macht Mitarbeiter". Die Antwort ist ganz einfach: Mit welcher plausiblen Erklärung soll man eine Abteilung erhalten die Verluste macht? Ein nettes Gegenargument: Man könnte doch die Mitarbeiter aus dieser einen Abteilung einfach auf die anderen Abteilung verteilen. Auch hier wieder: Warum sollte man dies tun, wo doch die anderen Abteilungen ausreichend Mitarbeiter zur Verfügung haben?
4) Thrawn (06.09.2006, 14:35 Uhr)
Ein UNternehmen hat aber auch eine Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern. Das ist sogar meist fest verankert. Nur diese Überzeugung ist immer weniger in den Führungsetagen zu finden. Auch ein kleines Beispiel (is wirklich passiert): Vor wenigen Jahren hatte eine ABteilung Verluste eingefahren. Der heutige Geschäftsführer hätte dies SParte sofort verkaft. Damals hatte der Vorsitzende allerdings die Abteilung behalten. Heute ist sie eine der produktivsten überhaupt. Das kann man jetzt nicht auf Intel ummünzen, aber mir ging es eher um die Generelle Richtung. Heute geht es den Firmen meist sehr gut, aber nach außern meckern alle. Hat mir sogar der PErsonalchef einer HF-Firma gesagt. Er sieht das Problem ähnlich.
5) Gast (06.09.2006, 17:20 Uhr)
Die tun ja beinahe soll als wären sie in den roten Zahlen ;-)
Glaube nicht das diese Menge an Entlassungen notwendig ist!
Es sei denn Intel sieht für sich selbst schlechte Zukunftsperspektiven!
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