Samsung startet Massenproduktion von 3D TV-Panels


Erschienen: 29.01.2010, 00:45 Uhr, Quelle: Hardware-Mag, Autor: Patrick von Brunn

Samsung hat als erstes Unternehmen mit der Massenproduktion von Panels für 3D LED-TVs und 3D LCD-TVs begonnen. "3D-Displays stehen seit kurzem im Rampenlicht der Branche", sagt Wonkie Chang, Präsident des LCD Business bei Samsung Electronics. "Wir streben bei 3D TV-Panels eine weltweit führende Position an und sind Vorreiter in der Massenproduktion dreidimensionaler LED- und LCD-TVs." Samsung hat diesen Monat mit der Herstellung von LED- und LCD-Panels für Full-HD 3D-TVs mit 40, 46 und 55 Zoll begonnen und nutzt dazu die sogenannte "3D Active Glasses" sowie seine "True" 240 Hz-Technologie. Die "True" 240 Hz-Technologie von Samsung ermöglicht die Darstellung zweidimensionaler Bilder in Full-HD und kann ferner auch schnelle, natürliche und ruckelfreie Bewegungssequenzen als 3D-Bilder zeigen. Auf der Basis der "True" 240 Hz-Technologie (240 Bilder pro Sekunde) liefern Samsungs Panels gegenüber anderen Modellen natürlichere Bilder, wobei diese mit Hilfe der "3D Active Glasses" Technologie abwechselnd für das linke und rechte Auge erzeugt werden.

Samsung hat die Reaktionszeit seiner LCD- und LED-Panels um 20 Prozent auf weniger als 4 ms verkürzt. Dadurch lassen sich Überlagerungen (Interferenzen) zwischen den Bilder für das linke und das rechte Auge eliminieren. Aufgrund der verkürzten Reaktionszeit kann Samsung natürliche 3D-Bilder sowie schnell bewegte 2D-Bilder mit außerordentlich hoher Klarheit darstellen. Samsungs neue "3D Active Glasses" Technologie blockiert zunächst die linke und dann die rechte Linse. Sobald Bilder jedem Auge gezeigt werden, wird so eine kurzzeitige Verzögerung verursacht. Das Ergebnis sind lebensechtere 3D-Bilder. Der Begriff "3D Active Glasses" wurde Anfang des Jahres von der "Glasses Standardization Working Group" der Consumer Electronics Association (CEA) als offizielle Bezeichnung gewählt.

Die "Polarized Glass" Methode, die bisher in 3D-Gläsern verwendet wurde, produziert für das linke und rechte Auge separate Bilder. Daraus ergibt sich bei zweidimensionalen Bildern die halbe Auflösung, da durch jeden polarisierten Filter nur die Hälfte des Bildschirms betrachtet werden kann. Auch die Helligkeit wird durch den polarisierten Filter reduziert.

Das Marktforschungsunternehmen DisplaySearch geht davon aus, dass das Marktvolumen für 3D-Displays bis 2018 von derzeit 902 Mio. US-Dollar (2008) auf 22 Mrd. US-Dollar wächst. Speziell der Markt für 3D-TVs soll sich laut DisplaySearch zu einem 17-Mrd.-US-Dollar-Markt entwickeln. Stückzahlmäßig entspräche dies einem Wachstum von 200.000 Einheiten in 2009 auf 64 Mio. Einheiten im Jahr 2018.

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Kommentare (2)Zum Thread »

1) newbey (29.01.2010, 21:49 Uhr)
Damit das funktioniert muss die Produktion von entsprechenden Medien vorran gehen. Meiner Meinung nach spielen hierbei SDKs eine wichtige Rolle.
2) BigWhoop (29.01.2010, 23:00 Uhr)
Willkommen im Forum,
naja es gibt ja schon einges. Vorallem sind die 3D Monitore ja nun schon länger im verkauf. Die Fernseher sollten da nach ziehen.
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