Seit 1999 wird in China die "EVD" (Enhanced Versatile Disc) entwickelt, welche bald der DVD Marktanteile abjagen soll. Der Grund des staatlich geförderten Projektes sind die Lizenzgebühren, die Hersteller den Inhabern der DVD-Patente zahlen müssen. Unter anderem deshalb soll die EVD auch nicht den Video-Codec MPEG-2 nutzen, sondern die Kompressesionsverfahren VP5 und VP6 von On2 Technologies. Dadurch wird der EVD ein Feature möglich sein, welches die herkömmliche DVD nicht bietet : Videos werden auch in HD-Auflösung auf eine EVD passen.
Das neue Format wird von dem Unternehmen "Beijing E-World Technology" entwickelt und es wurde gegenüber Pressevertretern betont, dass alle Schwierigkeiten nun überwunden sind und mittlerweile 25 Anträge auf Patenterteilung eingereicht wurden, wovon sieben positiv beschieden wurden. In Kürze sollen 40 weitere Patentanträge folgen..
Es wird davon ausgegangen, dass ein EVD-Player umgerechnet etwa 200 Euro kosten wird, während ein in China hergestellter DVD-Player umgerechnet gerade noch rund 70 Euro kostet, was Kritiker am Erfolg des Formates zweifeln lässt, genauso wie die Tatsache, dass die EVD-Entwicklergruppe bislang keine Verträge mit Filmstudios für vorbespielte Discs vorweisen können..
Es bleibt abzuwarten, ob die EVD sich behaupten können und ob sie dann auch in Europas Haushälten Einzug finden wird.
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