Der Browserentwickler Opera hat dem Warten ein Ende gesetzt und mit der Finalversion 9.0 als erster namhafter Entwickler seine nächste Browsergeneration gelauncht. Während sich die neuen Microsoft- und Mozilla-Browser immer noch im Teststadium befinden und erst im Laufe des Jahres das Licht der Welt erblicken sollen, legen die Norweger mit einer Fülle von neuen Funktionen und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten der Konkurrenz erst einmal vor.
Den Anfang macht Opera dabei mit kompletten Progamm-Übersetzungen in über 30 Sprachen, die allesamt mit dem heutigen Tag verfügbar sind. Weiters hat man bei der eigenen Startseite zu Opera 9 versucht, auf Übersichtlichkeit zu setzen, was angesichts der zahlreichen Neuerungen zur Vorgängerversion ein nicht ganz leichtes Unterfangen darstellt. Zu den wichtigsten neuen Funktion zählen ein Widget-Feature, mit dem sich eine Reihe von webbasierten Miniapplikationen in den Browser integrieren lassen sowie eine vorinstallierte BitTorrent-Applikation, die zum Download von BitTorrent-Dateien verwendet werden kann.
Abgesehen davon dreht sich bei dem neuen Release alles um das Stichwort "Personalisierung", das unter anderem auch Microsoft für seine neue Windows-Live-Linie zum obersten Prinzip erklärt hat. So bietet Opera eine ganze Fülle von Darstellungsoptionen, mit denen sich Webinhalte grafisch beliebig vergrößern oder verkleinern lassen, Bildinhalte einfach weggeklickt sowie Werbegrafiken gänzlich blockiert werden können. Individuell gestaltbar ist außerdem die Suchleiste, die neben den herkömmlichen Suchmaschinen auch mit Suchmasken von Nachrichten- oder Shopping-Portalen gefüttert werden können.
Mit der gründlich überarbeiteten Version 9.0 will Opera seine Desktop-Präsenz weltweit auf rund fünf Prozent verbessern. Als wichtigster kommerzieller Trumpf im Ärmel der Norweger gilt allerdings weiterhin das mobile Browserangebot, mit dem in den letzten Monaten zahlreiche zahlungswillige Kooperationspartner aus der ITK-Branche gewonnen werden konnten. Unsere aktuelle Statistik zum Thema der Browservorlieben unserer Leser (siehe Mediadaten) bescheinigt dem Opera einen Marktanteil von vier Prozentpunkten.
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