Im Test: Sapphire Radeon 9800 XT


Erschienen: 28.10.2003, Autor: Patrick von Brunn
Treiber

Als Treiber haben wir selbstverständlich den neusten offiziellen ATi Catalyst verwendet, welcher die Versionsnummer 3.8 trägt und auch auf der beiliegenden Treiber-CD zu finden ist. Wer nähere Details über den neuen Treiber bzw. die darin enthaltenen Veränderungen erfahren will, sollte sich die Release Notes etwas genauer ansehen. Dort sind alle im Catalyst 3.8 getätigten Veränderungen protokolliert.

Zusätzlich installierten wir ein entsprechendes Control Panel, um in den Genuss der Einstellungsvielfalt der Radeon 9800 XT Platine zu kommen. Durch die Installation des Panels werden neben Darstellungsoptionen (AntiAliasing, Anisotropic-Filtering), kurz SmartShader genannt, auch Optionen wie zum Beispiel der AGP-Modus freigeschalten. Selbstverständlich wählten wir hier den maximal möglichen 8x Modus aus, der sowohl von Grafikkarte und Motherboard unterstützt wird. Im neuen Catalyst 3.8 (Version 7.94) hat sich jedoch noch einiges mehr getan: ATi´s 3D Tab stellt die neue verbesserte Variante des bekannten Control-Panels dar, welches nun noch einfacher zu bedienen ist. Die neuen Game Profiles erklären sich wohl von selbst: Man kann Spiele nun bequem mit verschiedenen Einstellungen starten (SmartShader), ohne jedes Mal die Optionen von Hand zu verändern. Das hinzugefügte Feature namens VPU Recover ermöglicht es dem User, wenn die Grafikkarte nicht mehr "reagiert", diese zu reseten und somit einen Neustart des Systems zu umgehen. Als revolutionäre Neuerung bezeichnen wir das Tool Overdrive, welches als komfortables Overclocking und Hardware-Monitoring Programm fungiert und ein dynamisches Overclocking ermöglicht. Dies bedeutet, dass bei aktiviertem Overdrive die Chipfrequenz automatisch gesteuert wird - Je niedriger die Temperatur von GPU und Gehäuse, umso höher ist der Chiptakt (bis zu 430 MHz). Zwar klingt dieses Feature im ersten Moment zu gut um wahr zu sein, doch funktioniert es in der Praxis (noch) nicht ganz so gut, da die Taktraten trotz Gehäusetemperaturen von unter 30 Grad Celsius nicht erheblich erhöht werden. Daher haben wir unser Overclocking gewohnt mit Hilfe von Powerstrip durchgeführt.

Download: ATi Catalyst 3.8 (Windows 2000/XP)

Download: ATi Catalyst 3.8 (Windows 98/ME)


Overclocking

Wie bei jedem Grafikkarten-Test den wir anfertigen, muss auch die Radeon 9800 XT von Sapphire in den Overclocking-Test. Da ATi in seinen Roadmaps und in den verschiedenen Werbekampagnen die R360 GPU bzw. die neuentwickelte Kühllösung der XT als besonders übertaktungsfähig heraushebt, versprechen wir uns vorab relativ viel. Ob wir tatsächlich so viel Erfolg hatten, können sie im folgenden Abschnitt nachlesen.

Als maximal stabilen Chiptakt konnten wir satte 457 MHz ermitteln, was einer Erhöhung von immerhin 45 MHz entspricht. Zwar lässt sich der Speicher von Samsung laut Spezifikationen mit bis zu 440 MHz betreiben, doch war im realen Betrieb schon bei 392 Schluss. Mit gleichen Modulen konnten wir auf einer 9800 Pro mit 256 MB lediglich 375 MHz erreichen, was für die neue 9800 XT spricht. Die Erhöhung des Chiptaktes um 45 MHz ist zwar nicht außergewöhnlich, doch werden die zusätzlichen MHz mit ordentlich Mehrleistung belohnt. Mehr dazu auf Seite 8.


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