ATi veröffentlicht Catalyst 8.3 für Windows und Linux


Erschienen: 05.03.2008, 22:45 Uhr, Quelle: ati.amd.com, Autor: Alexander Hille

Wie gestern bereits angekündigt, hat AMD ihre Grafikkarten-Suite mit dem Catalyst 8.3 auf den neuesten Stand gebracht. Im Vergleich zu den letzten Treiberupdates kann man das aktuelle Paket durchaus als Meilenstein betrachten, was somit bedeutet, dass man bei AMD nicht zuviel versprochen hat. Denn neben den üblichen Bugfixes im Zusammenspiel mit diverser Software und Performanceverbesserungen hat man gleich mehrere neue Features eingebaut.

Mit dem neuen Catalyst 8.3 unterstützt man nun DirectX 10.1 für alle HD 3000-Produkte unter Windows Vista SP1 und Anti-Aliasing für Anwendungen auf Basis der Unreal Engine 3.0 unter DirectX 9, einzustellen über das Catalyst Control Center. Weiterhin hat man die CrossFire Super Anti-Aliasing-Modi für DirectX 9 um zusätzliche Filter erweitert, die bei Aktivierung durch den Nutzer eine gesteigerte Bildqualität zu Tage fördern sollen. Aber des Guten immer noch nicht genug, bietet man nun unter Windows Vista HydraVision zum sinnvollen Verwalten mehrerer Anwendungen inklusive bis zu neun voneinander unabhängigen virtuellen Desktops, sowie hardwareseitig beschleunige Qualitätsverbesserungen bei skalierten Bildern auf Widescreen-Anzeigen, die ein deformiertes Ergebnis verhindern sollen. Aber immer noch reißt die Liste der Neuerungen nicht ab: Mit der Unterstützung für Tesselation gesellt sich für Besitzer von HD 3800-Grafikkarten ein weiteres Feature hinzu, wenn auch wohl nur für eine sehr geringe Anzahl von Nutzern. Denn damit kann man, unterstützende Software vorausgesetzt, Modelle mit vielen Polygonen aus welchen mit wenig Polygonen in der GPU direkt berechnen lassen. Für eine breitere Masse an Nutzern dürften die erweiterten Videoqualitätseinstellungen für Windows Vista von Interesse sein, die nun um die Möglichkeit zur justierbaren Videoschärfe und zur Rauschunterdrückung ergänzt wurden.
Aber dessen ungeachtet hat man, wie auch schon gestern angekündigt, die Unterstützung für CrossFireX für Systeme mit drei oder vier Grafikkarten, als auch ATi Hybrid Graphics. Mit letzterem ist es nun möglich, Radeon HD 3400-Grafikkarten mit dem AMD 780G Chipsatz zu koppeln, um so die Rechenleistung zu steigern. Weiterhin kann man damit dann auch bis zu vier unabhängige Ausgabgeräte verwalten. Beide Technologien stehen ab sofort nur Nutzern von Windows Vista zur Verfügung. Zusätzlich dazu müssen Nutzer von CrossFire nun nicht mehr auf einen erweiterten Desktop unter Vista verzichten.

Neben dieser wahrlichen Flut an neuen Features hat man auch die problemgeplagten Spieler nicht vergessen und somit wurden diesmal ungewohnt viele Bugs beseitigt. So zum Beispiel unter Windows Vista in Kombination mit Elder Scrolls IV: Oblivion, Enemy Territory: Quake Wars, Guitar Hero 3, Halo 2, Resident Evil 4, Splinter Cell Double Agent, World of Conflict und World of Warcraft. Sogar Probleme von Windows XP Professional x64 im Zusammenspiel mit Doom3 und World in Conflict wurden beseitigt. Windows XP-Besitzer kommen bei Call of Duty, DaTang, Ghost Recon Advanced Warfighter, STALKER, TianXia2 und World of Warcraft in einen nun bugbereingteren Spielgenuss.

Scheinbar haben die Entwickler der Catalyst-Suite ich diesmal mächtig ins Zeug gelegt, um den angekündigten Meilenstein auch wahr werden zu lassen, denn bislang war es meist so, dass bei neuen Features, das Bugfixing oder die Arbeit an der allgemeinen Performance etwas in den Hintergrund rückte. Diesmal aber hat man in allen Bereichen deutliche Verbesserungen erzielt und so ist es etwas verwunderlich, dass auch die Weiterentwicklung der Verarbeitungsgeschwindigkeit diesmal nicht zu kurz kommt. So wurde zum Beispiel Call of Juarez unter CrossFireX um bis 20 Prozent und Company of Heroes unter DX10 um bis zu 17 Prozent beschleunigt, wobei beides nur für Produkte der Radeon HD 3800-Serie gilt. Weiterhin konnte man Crysis, ebenfalls unter DX10, bis zu 15 Prozent, Lost Planet unter DX9 gar bis zu 36 Prozent und den Shadermark 2.1 bis zu 35 Prozent beschleunigen, was für alle Radeon-Produkte gilt. Nutzer von HD2400, HD2600 oder HD3400-Grafikkarten können sich bei Bedarf über 10 Prozent mehr Frames pro Sekunde in Unreal Tournament 2004 freuen, ebenso auch Nutzer von CrossFireX.

Die Linux-Freunde unter uns wurden auch nicht übergangen und so können auch diese sich den aktuellen Catalyst 8.3 bei Bedarf installieren. Darin wird nun Xvideo auch für Produkte der Xpress 1200-Serie unterstützt und Bugs mit Xvideo ansich wurden behoben. Weiterhin sollten Probleme mit 3D-Anwendungen auf Bildschirmen, dessen Pixelanzahl keinem ganzzahliger Multiplikator von 64 entsprechen, so zum Beispiel bei aktuelle 22 Zoll-Monitoren mit 1680 mal 1050 Pixeln behoben sein, genau wie ein eventuell aufgetretenes Bildschirmflackern wenn der Bildschirmschoner unter Gnome startete. Ausnahmsweise wurde dieses Mal kein Bug mit dem Xserver behoben, was ja quasi schon einen gewissen Seltenheitswert besitzt.

Weiterführende Informationen zu den aktuellen Treiberpaketen finden Sie wie gewohnt in den offiziellen Release Notes, welche nur indirekt über die Downloadseite von ATi zu erreichen sind.

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Kommentare (3)Zum Thread »

1) BigWhoop (06.03.2008, 13:08 Uhr)
ist schon interesant das CrossfireX nur für Vista laufen soll...ob sie das noch ändern? ich glaube nicht.
2) Warhead (06.03.2008, 13:16 Uhr)
glaub ich auch nicht. entweder findet sich nen findiger coder der das evtl umbastelt, aber selbst das glaub ich nicht und käufer von cfx werden wohl dann alle auf vista umsteigen. evtl hatte da ja auch ms seine finger im spiel Augenzwinkern
3) Gast (12.03.2008, 00:00 Uhr)
AMD muss sicher Prioritäten setzen wo sie ihre Entwickler dran arbeiten lassen, ist bestimmt keine Ignoranz oder Bösartigekeit sondern schlichter wirtschaftlicher Zwang.
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