ARTIKEL/TESTS / Creative SXFI THEATER Headset im Test
20.07. 18:00 Uhr    0 Kommentare
Lieferumfang

Creative selbst bezeichnet das Creative SXFI THEATER als den perfekten kabellosen Kopfhörer für Filmliebhaber und positioniert das Headset mit einer UVP von 199,99 Euro in der gehobenen Preisregion. Den schwarzen Karton ziert ein 360°-Panorama, welches wahrscheinlich schon auf den Raumklang einstimmen soll. Im Lieferumfang findet sich neben dem Headset noch eine Kurzbeschreibung und ein vierpoliges 3,5-mm-Klinkenkabel, ein USB-A-zu-C-Kabel zum Laden, ein ansteckbares Mikrofon, der 2,4-GHz-USB-Funksender und eine USB-A-Verlängerung für ebendiesen. Laut Hersteller soll das Headset aber nicht nur für den PC sondern auch für Nintendo Switch und Playstation 4 verwendet werden können. Zusammengefasst besteht der Lieferumfang aus den folgenden Komponenten:

  • Creative SXFI THEATER
  • Ladekabel USB-A-zu-C
  • 4-poliges 3,5-mm-Klinkenkabel
  • 2,4-GHz-USB-Funksender
  • USB-A-Verlängerung
  • Kurzanleitung
Der Lieferumfang ist für ein kabelloses Headset gut.

Der Lieferumfang ist für ein kabelloses Headset gut.

Groß und schwarz – so präsentiert sich das Headset

Groß und schwarz – so präsentiert sich das Headset

Praxiseindruck

Wie so alles, hat auch Creatives SXFI THEATER seine Vor- und Nachteile. Doch diese stechen hier noch stärker als sonst hervor. Das schwarze Headset hat auf jeder Ohrmuschel einen RGB-Ring, der Kopfbügel ist wenig gepolstert, das Headset hat durch die viele verbaute Technik ein relativ hohes Gewicht (346 Gramm) und einen ziemlich starken Anpressdruck. Als Over-Ear-Kopfhörer sind die Ohrmuscheln im Polster ausgespart, mit nicht atmungsaktivem Kunstleder bezogen und gut gepolstert. Der insgesamte Tragekomfort ist gut, das Headset wird durch die geschlossene Form aber schnell warm und es staut sich die Feuchtigkeit. Positiv hervorzuheben sind die gute Verarbeitungsqualität, die lange Akkulaufzeit, die Creative mit satten 30 Stunden angibt. Mit 10 Meter Reichweite sollte auch in einem größeren Raum noch die Verbindung gehalten werden. Das abnehmbare Mikrofon bietet einen erfreulich guten Klang mit relativ wenigen Nebengeräuschen, ist aber nichts Besonderes. Apropos Nebengeräusche: Das Headset schirmt die Umgebungsgeräusche von außen relativ gut ab. Auch die Stummschalt-Taste und das Lautstärkerad am Headset sind praktisch. Positiv hervorzuheben ist auch noch die verzögerungsfreie Verbindung. Die Kabellose Verwendung ist definitiv ein Komfortgewinn.

Doch wie sieht es mit dem Klang der Kopfhörer aus? Bei knapp 200 Euro kann man ja schon einiges erwarten. Laut eigenen Angaben ist das Headset für einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz spezifiziert und liegt damit im üblichen Bereich der menschlichen akustischen Wahrnehmbarkeit. Der Klang lässt sich im Standardmodus als relativ neutral und definiert mit leichtem Hang zum Bass bezeichnen. Die 50-mm-Neodym-Treiber sind also gut angestimmt und klingen ähnlich unseren vorliegenden Kopfhörern (Superlux HD-681 EVO). In der Software kann direkt per Equalizer auch den eigenen Wünschen entsprechend nachgebessert werden. In Spielen lassen sich Gegner gut orten. Auch bei Musik ist der Frequenzgang im direkten Vergleich gut.

An der Linken Ohrmuschel ist der Lautstärkeregler und Stummschalter.

An der Linken Ohrmuschel ist der Lautstärkeregler und Stummschalter.

Auch der Kopfbügel ist mit Kunstleder überzogen.

Auch der Kopfbügel ist mit Kunstleder überzogen.

Doch es gibt einen Grund, warum unsere Vorstellung so lange hat auf sich warten lassen. Sobald man das Headset einschaltet, hört man ein ständiges Grundrauschen. Dieses verschwindet sofort, sobald man das Headset per Klinkenanschluss verbindet und so „passiv“, ohne die Funkverbindung, verwendet (in diesem Modus steht SXFI nicht zur Verfügung). Hier waren wir im regen Austausch mit Creative, welche von einem Produktfehler ausgegangen sind. Leider konnten wir das Problem aber mit zwei weiteren Austauschprodukten reproduzieren. Creatives Marketing- und Entwicklungsabteilung sind daher zusammen gekommen und haben das Problem identifiziert. In einem nächsten Modell soll das Problem behoben sein. Anderen Nutzern scheint das Rauschen nicht aufzufallen, in unserem Fall war es aber deutlich störend, und wenn es nur leise Filmszenen sind.

Die Ohrmuscheln können auf Wunsch beleuchtet werden.

Die Ohrmuscheln können auf Wunsch beleuchtet werden.

Aufgesteckt ist das Mikrofon flexibel anpassbar.

Aufgesteckt ist das Mikrofon flexibel anpassbar.

Das angepriesene SXFI-Feature hat ebenfalls seine Tücken. Beworben wird es mit seinen Audio-Holographie-Eigenschaften. Es soll auf Kopf- und Ohrform angepasst aus dem Stereo-Headset ein räumlicher Klang erzeugt werden. Leider sind zwingend ein Smartphone und ein Account bei Creative erforderlich, wenn man nicht das Standardprofil, sondern ein auf sein Ohr zugeschnittenes Profil verwenden möchte. Mit dem Smartphone macht man dann Bilder von Ohren und Gesicht, speichert diese auf Creatives Servern ab und kann sich dann in der Software einloggen, um die biometrischen Daten auf sein Headset zu übertragen. So weit, so gut, doch kann das innovative Feature auch klanglich überzeugen? Bei Aktivierung merkt man sofort einen Unterschied. Je nach Audiosignal hat man tatsächlich ein räumlicheres Gefühl von Höhe. Auch die Bässe werden deutlich angehoben. Leider klingt allerdings zusätzlich ein wenig so, als würde man in einem leeren Badezimmer sitzen, weil so viel Hall hinzugefügt wird. Bei manchen Dingen, wie Mitschnitten von Konzerten, klingt das ganz okay, im Normalfall empfanden wir es aber als störend. Durch Creatives Algorithmen wird das Klangbild leider sehr verfremdet, klingt leicht blechern, und hat oft nur noch wenig mit dem zu tun, was der Ersteller im Sinn gehabt hat.

SXFI kann an den eigenen Kopf angepasst werden.

SXFI kann an den eigenen Kopf angepasst werden.

Auch ein Equalizer ist vorhanden.

Auch ein Equalizer ist vorhanden.

Im Praxiseinsatz haben wir aber noch weitere Probleme entdeckt: mit dem neuesten Softwareupdate wird an unserem Testsystem das Headset nicht mehr in der Software erkannt, obwohl die Tonübertragung noch funktioniert. Dadurch sind keine Einstellungen mehr möglich. Dies war leider reproduzierbar und nur ein Rückschritt zur Version 3.4.61.00 machte die Bedienung in der Software wieder möglich. Der Anschluss per Klinkenkabel funktioniert allerdings gewohnt problemlos. So kann das Headset auch betrieben werden, wenn der Akku leer und keine Möglichkeit zum Aufladen vorhanden ist. Der virtuelle Raumklang und SXFI sind dann aber nicht verfügbar.

Die App scannt die Ohrform und passt den Klang auf Wunsch darauf an.

Die App scannt die Ohrform und passt den Klang auf Wunsch darauf an.

Auch die Kopfform ist für Creatives Algorithmus wichtig.

Auch die Kopfform ist für Creatives Algorithmus wichtig.

Technische Daten
Modell Creative SXFI THEATER
Kabellänge in cm kabellos/150
Masse in g 346
Anschlussart Funk (USB), 3,5-mm-Klinke (4-polig)
Frequenzbereich 20 Hz - 20 kHz
Lautsprecherdurchmesser in mm 50
Impedanz in Ohm 32
Mikrofonempfindlichkeit in dB -42
UVP in Euro 199,99
Straßenpreis in Euro ca. 200
Autor: Rafael Schmid

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