Vor der nächste Woche anstehenden Veröffentlichung der neuen Supercomputer-Hitparade fallen die Rechen-Rekorde am laufenden Band. Den jüngsten Spitzenwert reklamiert das US-Energieministerium für sich: Demnach hat ein im Rahmen des Stockpile Stewardship Program entwickeltes Blue Gene/L-System von IBM eine Rechenleistung von 70,72 Teraflops (70,72 Bio. Rechenoperationen pro Sekunde) erreicht. Damit scheint der jüngst von Silicon Graphics aufgestellte Rekord Makulatur zu sein.
Der kalifornische Spezialist Silicon Graphics hatte erst in der Vorwoche mit seinem Columbia Supercomputer einen neuen Rekord mit insgesamt 42,7 Teraflops für sich reklamiert, dabei aber noch nicht die volle Performance seines Systems ausgenutzt. Auch das nunmehrige Rekordsystem, das von IBM und der National Nuclear Security Administration (NNSA) des Energieministeriums entwickelt wurde, hat noch einige Ressourcen: Der Supercomputer läuft erst auf einem Viertel seiner Kapazitäten, teilte das Energieministerium mit. Im Endausbau soll der Rechner auf eine Performance von rund 300 Teraflops kommen.
Das neue Ranking der Supercomputer der Welt soll am 8. November veröffentlicht werden. Obwohl die Hitliste generell anerkannt wird, ist der zugrunde liegende Linpack-Test nicht unumstritten. Dieser sei eine zwar komfortable, aber unvollständige Methode zur Performance-Messung, berichtet der Branchendienst Cnet. Im Ranking der Supercomputer liefern sich traditionell US- und japanische Produkte einen Wettlauf. Von 2002 bis zum September dieses Jahres hatte der japanische Earth Simulator die Liste angeführt.
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