NEWS / De-Mail – Was genau steckt eigentlich dahinter?
17.12.2015 19:15 Uhr    0 Kommentare

Bereits vor einiger Zeit wurde deutschlandweit das Konzept der De-Mails eingeführt. Hauptsächlich soll diese Art des Mailverkehres in Behörden und Unternehmen genutzt werden, um schneller und umweltfreundlicher Nachrichten zu verschicken, die früher auf postalischem Wege versendet wurden. Dies schont die Umwelt, da Rohstoffe eingespart und Emissionen verringert werden.

Alle Behörden, die dem Informationsverbund Berlin-Bonn (IVBB) oder dem Informationsverbund der Bundesverwaltung (IVBV) angehören, werden bis März 2016 schrittweise an das zentralbetriebene De-Mail-Gateway des Bundes angeschlossen. Unternehmer aus der freien Wirtschaft, die De-Mail gern für ihren vertraulichen Datenverkehr nutzen möchten, können dies zum Beispiel über Anbieter, wie 1&1 tun. Diese bieten je nach Bedarf verschiedene De-Mail-Pakete an.

Vorteile von De-Mails für Unternehmer

De-Mails bieten die Möglichkeit elektronische Nachrichten verschlüsselt und nachweisbar zu versenden. De-Mail-Nutzer müssen ihre Identität zunächst in einem bestimmten Verfahren verifizieren und sind so im Gegensatz zur normalen E-Mail eindeutig identifizierbar. Niemand der nicht Tina Müller ist, kann per De-Mail behaupten Tina Müller zu sein. Es besteht zudem durch eine sichere Verschlüsselung der Daten ein sehr guter Schutz vor Nachrichtenmanipulation, da der Versand über ein staatlich zertifiziertes Hochsicherheits-Rechenzentrum führt. Zusätzlich kann man einstellen, dass man Versand- und Empfangsbestätigungen erhält. De-Mails bieten dank dieser Vorteile einen rechtsverbindlichen Versand, wie er bisher nur auf postalischem Wege möglich war. Unerwünschte Werbemails fallen vollkommen weg. Die Zustellung geschieht rund um die Uhr und ist somit deutlich schneller als normale Briefzusendungen. Zudem ist der Versand der verschlüsselten Mails für Behörden und Unternehmer günstiger als die Frankierung klassischer Postbriefe.

Seit April 2015 wurde des Weiteren die Möglichkeit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingeführt, die auch von weniger versierten Anwendern leicht genutzt werden kann. Über das anerkannte "Pretty Good Privacy"-Verfahren (kurz PGP) können Firefox- und Chrome-Nutzer seitdem mithilfe des offenen Mailvelope-Plugins die sicheren Mails noch unkomplizierter nutzen.

Quelle: Hardware-Mag, Autor: Patrick von Brunn
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