NEWS / Lizenzierte Online-Glücksspiele in Deutschland
Der neue Staatsvertrag trat am 1. Juli 2021 in Kraft
28.09. 18:00 Uhr    0 Kommentare

Virtuelle Spielautomaten erfreuen sich auch bei deutschen Spielern stets großer Beliebtheit. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass man derartige Spiele wirklich überall genießen kann, egal ob man mit dem heimischen PC, dem Tablet oder dem Smartphone spielen möchte. Allerdings ist dieses Vergnügen in Deutschland in jüngster Zeit ein wenig langsamer geworden ‒ von Gesetzes wegen.

Die Basis dieser Veränderung ist der neue Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV), der auch bei Tagesschau.de in den vergangenen Monaten immer wieder Thema war und seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Der Vertrag regelt die Glücksspiele, die online angeboten werden, erstmals auf bundesweiter Ebene einheitlich. Bislang hatte sich nur das Bundesland Schleswig-Holstein für eine eigene Regelung von Glücksspielen im Internet ausgesprochen. Deswegen waren eine Zeit lang auch alle deutschen Online-Casinos in diesem Bundesland registriert.

Schutz der Spieler im Vordergrund

Die Bestimmungen des neuen Vertrages sind vor allem zum Schutz der Spieler abgefasst worden. Dass eine Spielrunde bei den Spielautomaten zum Beispiel mindestens fünf Sekunden dauern muss oder auch Einsätze limitiert werden, entschleunigt den gesamten Spielvorgang erheblich. So ist für Spieler gar nicht mehr möglich, innerhalb von wenigen Minuten größere Verluste anzuhäufen.

Eher ein Widerspruch ist in diesem Sinne dann wohl, dass die Auswahl bei den verfügbaren Spielen eingeschränkt wurde. In deutschen Online-Spielhallen, die pro Jahr gemäß Handelsblatt.com mehr als 13 Milliarden Euro Umsatz generieren, wird sich mit Inkrafttreten der neue Regularien also einiges ändern. Im Jahr 2019 nahm der deutsche Fiskus 5,4 Milliarden Euro aus dem erlaubten Glücksspielmarkt ein ‒ eine zweifellos starke Branche.

Der neue Staatsvertrag hält auch noch weitere Regeln vor, die Spieler vor exzessiver Zockerei schützen sollen. So soll es beispielsweise auch ein Einzahlungslimit von 1.000 Euro monatlich je Spieler geben. Zudem soll verhindert werden, dass ein Spieler parallel in einem Casino vor Ort und online zockt. Hierzu sieht der Vertrag eine übergreifende Sperrdatei vor, für die sich Spieler bundesweit und unabhängig von der Spielform registrieren müssen. So können vorab Daten geprüft werden.

Innerhalb der EU bleibt dann immer noch die Option, sich für ein Online-Casino außerhalb Deutschlands zu entscheiden. Wie das genau aussieht, kann man als interessierter Spieler unter CasinoOhneDeutscheLizenz.guru nachlesen. In jedem Fall gibt es in einem Casino ohne deutsche Lizenz eine wesentlich größere Auswahl an Spielen.

Online-Gambling bietet gegenüber dem klassischen Casino einige Vorzüge

Online-Gambling bietet gegenüber dem klassischen Casino einige Vorzüge (Bildquelle: Pexels)

Spielautomaten vermehrt im Fokus

Auf jeden Fall werden für deutsche Spieler die Spielautomaten mehr im Fokus stehen – solange sie sich in deutschen Casinos bewegen. Auf neue Erscheinungen auf dem Markt bei den Slots wird man sich vermehrt freuen dürfen. Aber gleichzeitig sei dabei auch gesagt, dass die Entwickler darauf vorbereitet sind. Sie bringen immer wieder neue Spiele mit neuen Themenhintergründen heraus. Gleichzeitig werden aber auch alte Klassiker neu aufgesetzt und mit modernen Spezialfunktionen versehen, die sie jeweils gleich noch ein wenig besser und interessanter machen.

Denkbar ist bestimmt auch, dass die Entwickler für den deutschen Markt Spiele entwickeln werden, die den erweiterten Anforderungen besser gerecht werden. Fünf Sekunden von einer Runde zur nächsten mögen eine lange Zeit sein, wenn sich in diesen fünf Sekunden auf dem Bildschirm nicht viel bewegt. Doch je mehr Action ein Entwickler in ein Spiel packen kann, desto weniger wird der Spieler oder die Spielerin bemerken, wie die Zeit tickt.

Mit den auf weniger Geschwindigkeit programmierten Spielen verkommt die Jagd auf große und doch zufällige Gewinne zum sekundären Aspekt. Vielmehr gilt es die verschiedenen Funktionen und Designs zu genießen, die die Spiele im Detail ausmachen. Schließlich geht es dabei ja auch primär um Unterhaltung. Und davon ist jede Menge geboten, unabhängig davon, wie schnell die einzelnen Runden im Spiel aufeinander folgen. Nicht zuletzt soll aber auch das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht verhindert werden.

Quelle: Hardware-Mag, Autor: Patrick von Brunn
Razer Opus X Wireless ANC Headset im Test
Razer Opus X Wireless ANC Headset im Test
Razer Opus X

Das Opus X von Razer ist ein neues kabelloses Bluetooth-5.0-Headset mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) und niedriger Latenz. Mehr zur Mercury-Version des Opus X erfahren Sie in unserem Praxistest.

Sapphire NITRO+ Radeon RX 6800 im Test
Sapphire NITRO+ Radeon RX 6800 im Test
Sapphire NITRO+ RX 6800

Mit der NITRO+ Radeon RX 6800 von Sapphire haben wir eine weitere Radeon-Grafikkarte mit RDNA 2 im Test. Der Bolide bieten Triple-Slot-Kühlung und Overclocking ab Werk. Mehr dazu in unserem Test.

Sapphire TOXIC RX 6900 XT Limited Edition
Sapphire TOXIC RX 6900 XT Limited Edition
Sapphire TOXIC RX 6900 XT LE

Mit der TOXIC Radeon RX 6900 XT Limited Edition bietet Sapphire eine RX 6900 XT mit All-In-One Wasserkühlung und Overclocking ab Werk an. Wir haben uns den Boliden im Test zur Brust genommen!

ZOTAC GeForce RTX 3080 AMP Holo im Test
ZOTAC GeForce RTX 3080 AMP Holo im Test
ZOTAC RTX 3080 AMP Holo

Mit der AMP Holo Variante bietet Hersteller ZOTAC eine ab Werk übertaktete und mit extravaganter Kühlung ausgestattete GeForce RTX 3080 an. Wir haben den Boliden im Test ausführlich beleuchtet.