NEWS / Tipps zur Optimierung des Stromverbrauchs beim Gaming
Diese drei Tipps helfen den Stromverbrauch zu optimieren
01.03. 06:30 Uhr    0 Kommentare

Gaming ist zehrend. Echte Gamer wissen, wie anstrengend es ist, teils stundenlang vor dem PC oder der Konsole zu sitzen und das Spiel zu bestreiten. Doch auch an der Steckdose zehrt das Vergnügen. Bei den heutigen Strompreisen ist ein Gedanke an den Stromverbrauch durchaus hilfreich, denn sonst wird „The Last of Us“ künftig entlang der letzten noch funktionierenden Steckdosen gezockt. Natürlich, das ist eine Übertreibung. Trotz allem ist es sinnvoll, sich über den Stromverbrauch Gedanken zu machen und zu schauen, ob nicht auch Gamer bei den Nebenkosten sparen können.

Stromverbrauch übers Netz: Ein ernstes Problem?

Das Internet allein macht rund zwei Prozent des weltweiten täglichen Stromverbrauchs aus. Faktisch hat ein Gamer mit diesem Verbrauch nur anteilsweise zu tun, denn die größten Stromfresser sind die Server der großen Netzwerke, Streamingdienste und Anbieter. Aber wie sieht es zu Hause aus?

  • Computerrund eine bis zu zwei Kilowattstunden verbraucht eine gewöhnliche Person täglich, wenn sie mit dem Smartphone, Tablet oder dem Computer surft. Allein die Social-Media-Plattformen sollen ca. 1% des weltweiten Stroms verbrauchen.
  • Nebenschauplätze – vielfach wird einzig der PC oder die Konsole bedacht. Das ist natürlich falsch. Wer am Fernseher zockt, der muss das TV-Gerät miteinbeziehen, zugleich ist stets der Router online. Hand aufs Herz: Wer schaltet heute noch den Router ab, wenn der PC heruntergefahren wird? Niemand, weil dies auch gar nicht funktioniert: TV-Geräte benötigen das Internet, das Festnetztelefon läuft über den Router und zig Geräte sind ebenfalls mit ihm verbunden.
  • Modernes Leben – sobald nun Smarthome-Elemente mit ins Spiel kommen, was bei technikinteressierten Gamern nicht unüblich ist, steigt der tägliche Stromverbrauch. Jede WLAN-Leuchte muss dauerhaft eine gewisse Menge Strom ziehen, damit sie reagieren kann. Smarthome-Assistenten benötigen dauerhaft Strom und WLAN - wie sonst sollen sie die gewünschte Handlung auf Zuruf ausführen?
  • Konsolen – Spielekonsolen können bis zu 18 Kilowatt in der Stunde verbrauchen. Wobei nun wieder beachtet werden muss, dass viele Konsolen nicht allein zum Spielen, sondern auch zum Surfen und Streamen genutzt werden.

Auf viele Facetten des Internets können wir heute gar nicht mehr verzichten. Dennoch sollte angesichts der ständig steigenden Strompreise geschaut werden, wie der Verbrauch eingespart werden kann.

Beim Gaming entstehen durch schnelle und stromhungrige Hardware auch durchaus hohe Verbrauchskosten.

Beim Gaming entstehen durch schnelle und stromhungrige Hardware auch durchaus hohe Verbrauchskosten. (Bildquelle: Pexels)

1. Passendes Netzteil kaufen

Auch ältere Geräte lassen sich mit guten Netzteilen nachrüsten, die zugleich sparsam sind. Tatsächlich kann das Netzteil ein wichtiges Standbein beim Stromsparen sein.

  • Merkmal – das Netzteil wird mit einem 80Plus-Zertifikat gekennzeichnet. Dieses gibt nicht nur die Effizienzwerte je Last an, sondern garantiert deren Einhaltung. Es gilt die Devise, dass ein Netzteil besonders effizient arbeitet, wenn die Auslastung zwischen 50 und 80 Prozent liegt.
  • Vorsicht beim Kauf – oft denken Gamer, dass eine hohe Leistung direkt gut ist. Nicht selten sind Netzteile für die eigene Gaming-Ausstattung klar überdimensioniert und verbrauchen somit unnötig Strom.
  • Maximale Leistung – der Faktor ist wichtig, denn er erklärt genau, zu welcher Leistung ein Netzteil dauerhaft fähig ist. Etliche Netzteile können zwar theoretisch 800 Watt bereitstellen, doch die dauerhafte Leistung liegt darunter.

Für Profis gibt es noch weitere Möglichkeiten, direkt am Rechner Strom zu sparen. Das Stichwort ist Undervolting, doch sollten die meisten Gamer davon die Finger lassen. Fehler sind schlichtweg sehr häufig und kein Gamer möchte, dass die Hardware ausfällt, weil im BIOS ein falscher Wert gesetzt wurde.

2. Auf neueste Hardware setzen

Dieser Punkt muss allein schon aus Gründen der Nachhaltigkeit genauer definiert werden: Es ist weder nachhaltig noch sparsam, eine funktionstüchtige Konsole oder einen guten Gaming-PC zu entsorgen, nur weil der Markt neuere oder schnellere Modelle bietet. Im Elektronikbereich gilt ohnehin der Hinweis, dass alle Geräte, die neu nach Hause kommen, bereits veraltet sind, bevor der Stecker zum ersten Mal in der Dose steckt.

Unbestreitbar richtig ist aber, bei einer Neuanschaffung auf gute und sparsame Hardware zu setzen. Neuere Komponenten ermöglichen hier nicht selten eine bessere Effizienz. Das schließt auch selbst zusammengestellte Gaming-PCs mit ein. Aber was ist dabei besonders wichtig?

  • Grafikkarte – sie ist der größte Energieverbraucher. Es gibt längst gute Mittelklassemodelle, die eine hervorragende Leistung bringen, ohne aber einen hohen Stromverbrauch zu generieren. Diese neuen Grafikkarten sind übrigens nicht mehr so teuer wie die der letzten Jahre. Einzig Lieferengpässe im Elektronikbereich treiben derzeit die Preise in die Höhe.
  • Kühlung – auch rund um die Kühlung sollte genauer hingeschaut werden. Sie ist unverzichtbar, doch zu welchen Kosten kommt die Leistung der Kühlung?

Letztendlich zählt auch die Beleuchtung oder ein Repeater mit zur Hardware. Wer geschickt vorgeht, der kann an diesen Stellen gutes Geld sparen. Übrigens: Der Umstieg von Batterien auf Akkus bei batteriebetriebenen Tastaturen und Co. mag mehr Strom verbrauchen, spart aber im Endeffekt oft trotzdem Geld, da gute Batterien teuer sind.

3. Auf Stand-by verzichten

Der Stand-by-Modus ist nach wie vor ein Problem. Nutzer stehen allerdings vor der Problematik, dass einige Geräte nur ausgeschaltet werden können, wenn sie an einer entsprechenden Steckerleiste hängen. Grundsätzlich gilt:

  • Ausschalten – wenn ein Gerät nicht benötigt wird, so sollte es gänzlich ausgeschaltet werden. Ist das nicht möglich, helfen Steckerleisten. Smarte Steckdosen ziehen trotzdem Strom, da sie die Verbindung dauerhaft halten müssen, um zu funktionieren.
  • Beim Kauf darauf achten – schon beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass ein Gerät einen echten Ausschalter hat.
  • Steckerleisten – ein guter Gaming-PC sollte ohnehin an einer Steckerleiste hängen. Sollte es bei Gewittern einmal zu massiven Schwankungen kommen, schützt die Steckerleiste das Gerät.
Fazit – Stromverbrauch senken, jedoch richtig

Wir verbrauchen heute mehr Strom als noch vor 30 Jahren. Dies liegt jedoch vor allem an der Tatsache, dass wir mittlerweile auch viel mehr elektronische Geräte nutzen. Die Effizienz der einzelnen Komponenten hat trotzdem deutlich zugenommen. Gamer hingegen besitzen durchaus Geräte, die massiv in den Stromverbrauch eingreifen. Da die wenigsten Gamer nur mal zwischendurch für eine halbe Stunde zocken, sondern auch mal zehn Stunden am Stück spielen, wirkt sich das deutlich auf den Stromverbrauch und die damit verbundenen Kosten aus.

Mit einem neuen und hochwertigen Netzteil sind Gamer jedoch schon gut dabei. Ob es nun sinnvoll ist, funktionierende Hardware auszutauschen und letztendlich mehr Kosten zu verursachen als zuvor, darf jeder für sich entscheiden. Wichtig ist nur, dass das nächste Gerät effizienter ist als das bisherige.

Quelle: Hardware-Mag, Autor: Patrick von Brunn
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