NEWS / Voraussetzungen für Rapid Prototyping in Unternehmen
Hard- und Softwareauswahl sowie Bedarf richtig abschätzen
14.09. 10:00 Uhr    0 Kommentare

Eine massive Weiterentwicklung von Software und Hardware macht es möglich: Der 3D-Druck ist für Privatpersonen und Unternehmen keine Zukunftsmusik mehr. In vielen Branchen wird der 3D-Druck bereits aktiv ins Unternehmenskonzept eingebunden (oder ist sogar dessen Grundlage). Ein Anwendungsbereich ist dabei besonders interessant, nämlich das Rapid Prototyping.

Das schnelle Erstellen von Prototypen mittels 3D-Druck ermöglicht ständige Verbesserungen und greifbare Produktentwicklung. Das Entwerfen und Optimieren jedes noch so kleinen Einzelteils kann vorangetrieben werden. Doch um im eigenen Unternehmen Rapid Prototyping zu betreiben, müssen einige Voraussetzungen herrschen.

Das schnelle Erstellen von Prototypen mittels 3D-Druck ermöglicht greifbare Produktentwicklung.

Das schnelle Erstellen von Prototypen mittels 3D-Druck ermöglicht greifbare Produktentwicklung. (Bildquelle: Unsplash)

CAD-Software sicher verwenden

Computer Aided Design, kurz CAD, wird benötigt, um Prototypen zu erstellen. Die sogenannte CAD-Software ist in ihrer Grundfassung relativ leicht zu bedienen. Deshalb finden auch Privatpersonen so viel Gefallen am 3D-Druck. Doch wird Rapid Prototyping auf höherem Niveau betrieben, gibt es einige Dinge zu beachten.

So sollte die Systemadministration nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Installation, Wartung und Updates der CAD-Software sollten von einem internen Experten oder einem externen Dienstleister übernommen werden. Das hat den Vorteil, dass Firmenstandards integriert werden können, die das Verwenden der Software für alle Mitarbeiter erleichtert.

Wird bereits unternehmensweit mit CAD-Software gearbeitet, kann es bei der Einführung des Rapid Prototypings sinnvoll sein, Fachpersonal heranzuziehen. Dienstleister für 3D-Druck und im Bereich der Systemadministration können die Anfangsphase so einfacher machen. Sonst droht Arbeit nach dem Trial-and-Error-Prinzip und das kostet Zeit und Geld.

Den richtigen Drucker finden

Neben der besten Software braucht es noch angemessene Hardware für den 3D-Druck. Hier stellt sich die Frage, welche Ziele mit dem Rapid Prototyping verfolgt werden. Wird der Drucker für ein einzelnes Projekt angeschafft, ist ein einfacheres Modell sinnvoller. Diese sind für unter 500 Euro zu haben.

Industrieller 3D-Druck ist allerdings meist anspruchsvoller. Auch der Kauf für ein einzelnes Projekt lohnt sich meist nicht. Deshalb sollte eher nach Modellen über 1.500 Euro geschaut werden, die ein großes Druckbett besitzen und ein sauberes Druckergebnis liefern. Wird Rapid Prototyping vollständig in den Entwicklungsprozess neuer Produkte integriert, sollte selbstverständlich auf professionelle Industriedrucker gesetzt werden. Diese können verschiedenste Materialien drucken. Sie sind außerdem leise und präzise. Kosten von mehreren tausend Euro sind zu erwarten.

Aus Kostengründen auf ausländische Modelle oder Schnäppchen zu setzen, sollte gut überlegt sein. Denn die vorher angesprochene Software kann nur einwandfrei funktionieren, wenn es Kompatibilität mit der Hardware gibt. Der Systemadministrator der Firma sollte unbedingt in den Entscheidungsprozess einbezogen werden.

Bedarf richtig abschätzen

Es gibt einen Umweg, den Unternehmer nehmen können, wenn sie noch nicht vom 3D-Druck überzeugt sind. Dienstleister für 3D-Druck bieten die Möglichkeit, CAD-Entwürfe zu übertragen und per Paket den fertigen Prototyp geliefert zu bekommen. Das bringt verschiedene Vor- und Nachteile mit sich.

Zu den Vorteilen gehört, dass keine Anschaffungskosten für den Drucker entstehen und auch die firmeninterne Software nicht angepasst werden muss. Außerdem profitiert man davon, dass bei Dienstleistern ständig die neuesten und besten Modelle vorhanden sind. Im Bereich des 3D-Drucks wird noch viel geforscht und verbessert, weshalb einige Geräte ziemlich schnell nicht mehr auf Topniveau angesiedelt sind.

Zu den Nachteilen eines Dienstleisters zählt, dass man sich von einer externen Quelle abhängig macht. Das kann immer zu Kommunikationsproblemen oder Lieferverzögerungen führen. Außerdem entstehen auf Dauer natürlich trotzdem signifikante Kosten. Deshalb entscheiden sich auch viele Unternehmen dafür, die Sinnhaftigkeit des 3D-Drucks und des Rapid Prototypings zunächst auszutesten. Dies geschieht über einen Dienstleister und bei Erfolg wird anschließend ein eigener Drucker angeschafft.

Quelle: Hardware-Mag, Autor: Patrick von Brunn
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