NEWS / Kryptowährungen mit dem Smartphone minen
So funktioniert das „Schürfen“ auf dem Handy
10.03. 17:00 Uhr    0 Kommentare

Das Mining von Bitcoins und Co. war lange Zeit nur jenen Personen vorbehalten, die bereits über hochleistungsstarke Hard- und Software verfügt haben oder keine Scheu davor hatten, diese extra für den Mining-Prozess anzuschaffen. Nun gibt es aber immer mehr Möglichkeiten, um auch über das eigene Smartphone zu „schürfen“. Was dahinter steckt und wie sinnvoll diese Methode ist, klären wir in diesem Beitrag.

Bitcoin und Co.: So vielseitig sind Kryptowährungen

Kryptowährungen können auf vielfältige Weise genutzt werden und haben seit der Gründung des Bitcoins im Jahr 2009 durchaus eine finanzielle und digitale Revolution gestartet. Denn Kryptowährungen stellen nicht nur ein potenzielles Anlageinstrument für viele Privat- und Kleinanleger dar. Sie bieten auch die Möglichkeit, weltweite Zahlungen in Form von sichereren Transaktionen zu tätigen. Mit der Weiterentwicklung der Blockchain-Technologie haben Kryptowährungen im Vergleich zu herkömmlichen Bankensystemen deutliche Vorteile und können dezentral, also unabhängig von der Kontrolle durch Staaten oder Banken bestehen. Waren Bitcoin, Ripple und Co. in den Anfangsjahren nur etwas für Technik-Nerds und Investoren mit dem richtigen Riecher, finden sie heutzutage immer mehr Platz in der Gesellschaft. Denn auch in Online-Shops haben die Kryptowährungen längst ihren Platz gefunden. Auch klassische Zahlungen in lokalen Geschäften können immer häufiger über gängige Kryptowährungen getätigt werden.

In der Gamingbranche haben Kryptowährungen sich mittlerweile ebenfalls breit gemacht. Den Anfang machten die Online Casinos, die zu den ersten Möglichkeiten gehörten, um Kryptowährungen als Zahlungsmittel einzusetzen. Heute können Gamer*innen nicht nur in Computergames mit Bitcoin und zahlreichen weiteren Kryptowährungen für Mikrotransaktionen bezahlen, sondern auch in Krypto Casinos um die digitalen Coins spielen. Generell sind Kryptowährungen im gesamten Online-Gambling mittlerweile weit verbreitet. Sie ermöglichen eine schnelle Transaktion. Während früher noch häufig eine Kreditkarte benötigt wurde, um Zahlungen zu tätigen, kann heutzutage schnell und einfach per Bitcoin im Online Casino bezahlt werden.

Ripple, Etehereum und Bitcoin gehören mit zu den bekanntesten Kryptowährungen.

Ripple, Etehereum und Bitcoin gehören mit zu den bekanntesten Kryptowährungen. (Bildquelle: Pexels)

Kryptomining: Das steckt hinter dem virtuellen Schürfen

Damit die Zahlungen mit den verschiedenen Kryptowährungen erfolgen kann, braucht es nicht nur die Blockchain-Technologie, sondern auch sogenannte Krypto-Miner. Dabei geht es nicht um das klassische Schürfen von den digitalen Coins, wie es beispielsweise bei Edelmetallen der Fall ist. Viel mehr wird unter dem Krypto-Mining der Prozess zur Verifizierung von Transaktionen verstanden. Durch die Aufzeichnung der Transaktion wird sichergestellt, dass mit einem Bitcoin nicht gleichzeitig verschiedenste Zahlungen durchgeführt werden können. Dabei werden leistungsstarke Computer, Server und Algorithmen eingesetzt, um komplexe Gleichungen zu lösen, welche die Transaktionen bestätigen. Die sogenannten Kryptominer benötigen also in der Regel teure Hardware und intelligente Software, welche oft kostenintensiv sein kann. Das Mining muss also entsprechend entlohnt werden. Dies erfolgt anteilig an der Höhe des entsprechend überwiesenen Betrags einer Transaktion. Im Laufe der Zeit können Krypto-Miner so also ihre laufenden Kosten decken und oft deutliche Gewinne erzielen.

Mining via Smartphone: Ist das möglich?

Mit dem Aufkommen von Kryptowährungen ist das Mining zu einer beliebten Möglichkeit geworden, zusätzliches Einkommen zu erzielen. Da das Mining jedoch leistungsstarke Hardware und einen hohen Energieverbrauch erfordert, kommt natürlich schnell die Frage auf, ob das „Schürfen“ von Coins per Smartphone möglich ist. Kleinere Geräte wie Smartphones haben zwar nicht die nötige Rechenleistung für erfolgreiches Mining, es gibt jedoch einige Alternativkonzepte, welche das Mining per Handy ermöglichen. So kann beispielsweise das Cloud-Mining eingesetzt werden, um auf externe Hardware zuzugreifen. Dabei verbindet sich ein externer Remote-Server über die Cloud mit dem eigenen Smartphone. Das Mining von Kryptowährungen hat derzeit oft einen negativen Ruf. Denn hierbei wird enorme Rechenleistung benötigt, die wiederum jede Menge Energie verbraucht.

Die Sache mit den Pi-Coins

Beim PiCoin handelt es sich um eine noch relativ junge Kryptowährung. Diese wurde vor allem im Hinblick darauf geschaffen, dass ein Mining über das eigene Smartphone erfolgen kann. Dabei soll nicht nur der Prozess einfach werden, sondern vor allem auch die Öko-Bilanz verbessert werden. Über eine entsprechende App kann das Mining jederzeit gestartet werden. Dies soll laut den Entwicklern des Coins besonders akkuschonend sein und somit weniger klimaschädlich sein als andere Mining-Methoden. Beim Mining der Pi-Coins gibt es an sich kein Risiko für die Miner. Denn nahezu jede Person verfügt über ein Smartphone und muss daher vorab keine kostspieligen Anschaffungen vornehmen.

Einen Haken hat die Sache jedoch. Mit dem Mining kann nur gestartet werden, wenn Nutzer einen Einladungslink von einer bereits tätigen Person erhalten. Dies erinnert etwas an ein Schneeballsystem und kann durchaus kritisch betrachtet werden. Da für das Mining an sich jedoch keine Kosten anfallen, scheint es sich tatsächlich bloß um eine taktisch kluge Marketingmaßnahme der Entwickler zu handeln, welche das Angebot künstlich verknappen und somit den Hype steigern möchten.

Lohnt sich das Mining am Smartphone?

Das Mining über das Smartphone vereinfacht zwar den Einstieg in das Mining von Kryptowährungen, bringt aber gleichzeitig auch Rückschritte hinsichtlich der Leistung mit sich. Denn selbst die besten Smartphones haben im Vergleich zu hochleistungsstarken Servern oft nur geringe Kapazitäten und sind somit nur der bekannte Tropfen auf den heißen Stein. Wer jedoch unverbindlich in die Welt des Krypto-Minings eintauchen möchte und kleine finanzielle Erfolge generieren möchte, kann durchaus auf diese Alternative zurückgreifen. Doch auch hier gilt es natürlich zu beachten, dass Mining von Kryptowährungen über das Smartphone den Akku beanspruchen. Im Endeffekt kann die Lebensdauer des Handys also merklich verkürzt werden. Die Anschaffungskosten wiederum sind hoch, wenn eine bestimmte Rechenleistung durch den Prozessor erbracht werden soll.

Quelle: Hardware-Mag, Autor: Patrick von Brunn
Sapphire NITRO+ Radeon RX 6650 XT im Test
Sapphire NITRO+ Radeon RX 6650 XT im Test
Sapphire NITRO+ RX 6650 XT

Zwar gibt es mit RDNA 3 bereits die dritte Generation der AMD-Architektur für GPUs, doch bislang sind keine Radeon-Modelle für Einsteiger dabei. Daher werfen wir heute einen Blick auf eine preisgünstige Radeon RX 6650 XT.

FlexiSpot BS10 Bürostuhl im Test
FlexiSpot BS10 Bürostuhl im Test
FlexiSpot BackSupport BS10

Der BackSupport B10 Bürostuhl von FlexiSpot ist im unteren Preissegment für richtige Bürostühle angesiedelt. Verstellbare Kopfstütze, Lendenwirbelstütze, multifunktionale Griffe usw. sind mit dabei. Wir wollen sehen, was er kann.

ZOTAC RTX 4080 AMP Extreme AIRO im Test
ZOTAC RTX 4080 AMP Extreme AIRO im Test
ZOTAC RTX 4080 AMP Ext. AIRO

Mit der AMP Extreme AIRO bietet Hersteller ZOTAC eine extravagante RTX 4080 im Custom-Design an. Dual-BIOS, RGB-Beleuchtung und Overclocking ab Werk sind Teil des wuchtigen GeForce-Boliden.

Delock SD Express EX I 256 GB Karte im Test
Delock SD Express EX I 256 GB Karte im Test
Delock SD Express EX I, 256 GB

Die Delock SD Express EX I V30 mit 256 GB durfte sich heute im Testparcours behaupten. Die SD Express Speicherkarte verspricht Datenraten jenseits von 800 MB/s. Mehr dazu in unserem Praxistest.