taugt ein Raidsystem etwas

  • HI...


    da ich mehr festplattenspeicher brauche, hab ich mir überlegt, dass ich mir gleich ein RAID 0 (also die daten auf 2 festplatten aufteilen => doppelte geschwindigkeit...


    jetz wollte ich fragen... bringt es das... also merkliche leistungssteigerung...


    ist so was zu empfehlen?

    CPU: Intel Xeon E3-1230 v3; watercooled
    GPU: Inno3D GTX770; watercooled
    RAM: Corsair DDR3 16 GB
    Board: Gigabyte GA-H87-D3H
    PSU: Be Quiet! Straight Power E9 480W
    HDD: diverse Platten
    OS: Microsoft Windows 7 Ultimate 64 Bit
    W-lan: Linksys WUSB600N & WMP600N

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  • Eher nicht so zu empfehlen...wenn eine Platte hops geht dann ist gleich alles weg.


    Daher wenn dann 1+0

    Battles are won by slaughter and maneuver. The greater the General, the more he contributes in maneuver, the less he demands in slaughter. - Winston Churchill


    "You don´t burn out from going too fast. You burn out from going too slow and getting bored."
    - The late Cliff Burton


    software is like sex, it's better when its free

  • Naja, wenn du zwei Platten hast, eine davon nur den Geist aufgeben muss um alles zu verlieren, hast du ja das doppelte Risiko ;)


    Aber zur Frage: Ja man merkt schon was geschwindigkeitsmäßig.

    Der, der seine Freiheit für Sicherheit aufgibt, wird beides verlieren.


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    Dieser Beitrag wurde 138 mal editiert, zum letzten Mal von Woflgang Schäuble am 05.10.2046 17:16.

  • also "wichtige" daten würd ich darauf nicht speichern...
    also nur programme, spiele, etc. ... alles, das ich wieder einfach installieren kann.


    also das risiko währe nicht so wichtig...


    also merk ich schon eine leistungssteigerung, ohne negative nebenwirkungen?


    EDIT: kann mir vll jemand im crash course erklären, wie man ein Raid 0 erstellt

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    Einmal editiert, zuletzt von F.Hase1 ()

  • Also wenn der Hersteller der Platte ne MTBF von 70000 Std. angibt, und sich die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls bei 2 Platten verdoppelt, bin ich bei 35000 Std. Das sind fast 4 Jahre! Bei der Momentanen Preis/ Kapazitäts-Entwicklung hab ich schon nach 2-3 Jahren neue Platten ;-) Also kann ich das doppelte Risiko vernachlässigen!


    Crash Kurs (RAID on Board):
    1. Platten anschließen
    2. Im BIOS vom Board für benutzte IDE/ SATA Kanäle RAID einschalten
    3. Im BIOS vom RAID Controller die Platten zu einem Array (Anordnung, Verbund) verbinden. Hierbei kann der gewünschte Modus gewählt werden 0, 1 usw. Das System erkennt dann bei RAID0 z.B. einen Logischen Datenträger der beliebig Partitioniert werden kann. Während der Geräte Manager die tatsächliche Anzahl der Physikalischen Laufwerke anzeigt.
    4. Betriebssystem neu installieren: Das Geht jetzt nur noch mit RAID Controller-Treiberdiskette


    ACHTUNG: Ein RAID0 Array ist nur so groß wie die Doppelte Kapazität der KLEINSTEN Platte. In diesem Fall 2 völlig unterschiedliche Platten zu verbinden ist komplett sinnfrei.

  • Zitat

    Original von Sechser
    Also wenn der Hersteller der Platte ne MTBF von 70000 Std. angibt, und sich die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls bei 2 Platten verdoppelt, bin ich bei 35000 Std. Das sind fast 4 Jahre!


    Und das ist eben der Denkfehler, den viele machen.


    die MTBF ist eine Art Durchschnittswert, keinesfalls ein Mindestmaß an Stunden, die die Festplatte garantiert übersteht.
    Man kann genau ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine Festplatte innerhalb der ersten x Jahre Nutzungszeit ausfällt. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: unter Annahme einer MTBF von 70000 h und einer geplanten Nutzungsdauer von 3 Jahren, liegt die Ausfallwahrscheinlichkeit einer Festplatte bereits bei etwa 30% :-)
    Hat man nun zwei solcher Festplatten zusammengeschaltet, kann sich jeder ausrechnen, dass man das Risiko nicht wirklich vernachlässigen kann. (i.d.R. ist jedoch eine MTBF von >200 000 h üblich)


    Ein Raid-0 bringt dir i.Allg. nur etwas, wenn du mehrer große zusammenhängende Dateiblöcke speicherst, z.B. zur Videobearbeitung oder sonstige iso-Dateien. Bei mp3s und anderen kleineren Files ist der Vorteil vernachlässigbar.


    Noch eins: Besser ist es, ein ein Software-Raid zu erstellen, welches von der Performance her nicht schlechter als ein Raid, das im Bios konfiguriert wird (Vorsicht, auf dem Mainboard sitzt kein echter Raid-Controller!!)
    Unter Windows geht man dazu in die Datenträgerverwaltung und konvertiert die beiden Festplatten jeweils in einen dynamischen Datenträger. Wenn man dann ein neues Volume anlegen möchte erkennt Windows das und bietet die Option "striped" an.
    Vorteil der ganzen Sache: Wenn man das Board wechselt kann das Software-Raid ohne Probleme migriert werden, wechselt man aber den Mainboard-Chipsatz ist dies i.d.R. nicht der Fall!

    [Laptop] Thinkpad X300 | Ubuntu 11.04 Natty
    [Server] VMware ESXi 5.0 | Supermicro X8SIL-F | Intel Xeon X3440 | 16GB Mushkin Proline PC3-10667E ECC | 2x3TB Seagate Constellation ES.2 SAS @ zfs_mirror | LSI SAS 9211-4i

  • hmm, also ist die warscheinlichkeit daten zu verlieren doch ziemlich hoch... aber das kann ich eher vernachlässigen...


    also da ich viele iso dateien hab, brächte mir das schon was?! :rolleyes:


    Zitat

    Original von ventu
    Bei mp3s und anderen kleineren Files ist der Vorteil vernachlässigbar.


    wie ist das dann mit programm dateien, profitieren programme, die sehr viele kleine, aber auch einige große dateien benötigen, auch davon?

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  • Zitat

    Original von F.Hase1
    wie ist das dann mit programm dateien, profitieren programme, die sehr viele kleine, aber auch einige große dateien benötigen, auch davon?


    Das lässt sich pauschal natürlich nicht so einfach sagen. Ich habe letzte Woche für unseren neuen Festplatten-Test der demnächst erscheinen wird, die Performance zweier Samsung F1 Raid im Stripeset mit der einer einzelnen F1 Raid Festplatte verglichen.
    Mit unserem FC-Test Benchmark, der genau misst, inwiefern die Festplatte bei vielen einzelnen Dateien, einzelner großer Dateien etc. abschneidet, lag das Stripeset bei ersteren mit etwa 30%, bei zweiterem (also z.B. iso-Dateien) 70-90% vor der einzelnen Festplatte. Bei dem Lesen und Schreiben von mp3s ist die Performance um etwa 40 % besser ausgefallen.


    In dem Fall hat man es deutlich gemerkt, allerdings gehört die F1 Raid auch derzeit mit zu den besten Festplatten, die man kaufen kann. Bei älteren Modellen kann das Verhältnis schon ganz anders aussehen.

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  • 200000h - ist ja noch besser!!
    Und wieso Denkfehler?!?! Ich hab ja nicht von Garantiertem Mindestmaß an Stunden gesprochen. Und woher willst du wissen das sich auf meinem Board KEIN echter RAID Controller befindet??


    Also ich nutze mein PC hauptsächlich zum zocken, und wenn ich mit meinen Kumpels irgendwo im Keller zusammen hocke, merken wir immer wieder das die Ladezeiten bei mir teilweise wesentlich kürzer sind. Was dann auch HDTach & co. bestätigen.

  • Zitat

    Original von Sechser
    Und wieso Denkfehler?!?!


    Weil du oben geschrieben hast, dass 35000 h ungefähr 4 Jahren entsprechen und du Festplatten nur 2-3 Jahre behälst. Das hat aber wie gesagt nichts mit Ausfallwahrscheinlichkeit zu tun, die berechnet sich anders!



    Zitat

    Original von Sechser
    Und woher willst du wissen das sich auf meinem Board KEIN echter RAID Controller befindet??


    Weil mir derzeit kein Board der gängigen Hersteller bekannt ist, auf dem ein solcher Controller verbaut wäre.


    Zitat

    Original von Sechser
    und wenn ich mit meinen Kumpels irgendwo im Keller zusammen hocke, merken wir immer wieder das die Ladezeiten bei mir teilweise wesentlich kürzer sind.


    Ich habe ja nicht bestritten, dass sich Vorteile ergeben. Nur sind diese eben je nach Situation und Hardware-Konfiguration vernachlässigbar.


    Und was HD-Tach misst ist sowieso für den Praxisbetrieb von untergeordneter Bedeutung, das Tool benutzt Testpattern wie sie nur unter idealisierten Bedingungen anzutreffen sind (i.e. Dateien liegen direkt hintereinander auf der Festplatte). Kann also nur ein Anhaltspunkt für die tatsächliche Performance der Platte liefern.

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  • meine ganze fragerei hat nur desswegen angefangen, weil ich zwei Samsung HD642JJ 640 GB (SpinPoint F1 DT) zuhause liegen hab...


    jetz wollt ich halt wissen, obs klüger währe, ob ich sie im raid laufen lass, oder als 2 einzelne...
    (hmm... hab ich irgendwie vergessen, dazuzuschreiben :D)


    wie sieht dass dann aus, wenn ich einen plattenverband (Raid 0) defragmentiere...
    bei einer platte ists ja kein problem, aber wie siehts dann bei 2 aus?

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  • Zitat

    Original von F.Hase1
    jetz wollt ich halt wissen, obs klüger währe, ob ich sie im raid laufen lass, oder als 2 einzelne...


    Die Frage solltest du dir ja mittlerweile selber beantworten können ...



    Zitat

    Original von F.Hase1
    wie sieht dass dann aus, wenn ich einen plattenverband (Raid 0) defragmentiere...
    bei einer platte ists ja kein problem, aber wie siehts dann bei 2 aus?


    ...ebenfalls kein Problem, da sie ja vom Betriebssystem quasi als eine einzelne Platte angesehen wird. Empfehlenswert sind Defrag-Tools wie beispielsweise Diskeeper Pro. Die laufen ständig im Hintergrund und verhindern so eine zu starke Fragmentierung im Vorhinein. Dadurch ist die Performance insgesamt spürbar besser als ohne konstante Defragmentierung.

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  • Zitat

    Original von ventu
    Ein Raid-0 bringt dir i.Allg. nur etwas, wenn du mehrer große zusammenhängende Dateiblöcke speicherst, z.B. zur Videobearbeitung oder sonstige iso-Dateien. Bei mp3s und anderen kleineren Files ist der Vorteil vernachlässigbar.


    Genau so ein Mysterium wie das mit der oben angesprochenen Ausfallzeit :)
    Die chunk size und Zuordnungseinheiten spielen die Musik :)


    @TO: Muss muss allerdings vorher genau wissen was man vor hat und ob es einem wirklich was nützt. Siehe Anmerkungen der anderen hier.

  • bitte nicht immer in rätseln sprechen :D


    also so wie ich es verstanden hab, bringts was, aber ist halt einstellungssache...


    ... oder liege ich da falsch?

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  • also ich weiß zwar, dass du mit "normal user" auch mich gemeint hast, würde es aber trozdem gerne versuchen...


    so wahnsinnig schwer kanns ja nicht sein, so was vernünftig hinzubekommen :)


    ich werd mal ein bisschen nachlesen und rumstöbern und mir selber mal ein bild machen wie schwer so was ist


    (schwer ist relativ...)

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  • Zitat

    Original von BigWhoop
    Genau so ein Mysterium wie das mit der oben angesprochenen Ausfallzeit :)
    Die chunk size und Zuordnungseinheiten spielen die Musik :)


    hab mal ein bisschen nachgelesen, also die größe der zuordnungseinheit ist einfach die größe der einzelnen cluster auf der festplatte, wenn die zuordnungseinheit eine größe von 4096 Byte hat, und ich eine Datei mit 4000 Byte hab, wird dies in einen "bereich" geschrieben, und der ist dann voll (also dann kann ich keine 96 byte mehr reinschreiben)
    wenn eine datei aber dann 10000 Byte hat, wird diese in 3 "bereiche" geschrieben. (4096 in den ersten 4096 in den 2. und 1808 in den 3.)
    (dass hat warscheinlich einen einfluss auf die geschwindigkeit, welche zuordnungseinheit ich einstelle?)


    die chunk size ist die größe, ab welcher datei-größe bei einem RAID auf die 2. festplatte geschrieben wird. bei einer chunk size von 256 KB wird bei einer datei die 257 KB groß ist auf 2 geschrieben, bei einer die nur 100 KB groß ist nur auf eine?


    oder irr ich mich da?
    klärt mich auf... :)


    EDIT: hab jetzt absichtlich meinen vorherigen post nicht editiert, da es sich vom datum und von der information abgrenzt

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