nForce 4 SLI im Test: EPoX 9NPA+ SLI


Erschienen: 17.08.2005, Autor: Christoph Buhtz
Bios

Prinzipiell bilden Lieferumfang und Ausstattung einen sehr elementaren Teil eines Motherboards und trennen meist die Spreu vom Weizen. Doch nicht nur in Sachen Hardware muss unserer Meinung nach ein erstklassiges Motherboard einiges bieten - das Bios spielt ebenfalls eine sehr große Rolle im Gesamtauftreten einer Platine. Aus diesem Grund möchten wir in den folgenden Abschnitten das Bios (Basic Input Output System) des EPoX 9NPA+ SLI genauer unter die Lupe nehmen und über Vor- und Nachteile berichten. Vorab möchten wir bereits zwei Vorteile nennen: Das Board ist Cool´n´Quiet Ready, was aber heute auch schon Standard ist bzw. sein sollte, und es kann via Bios-Update fit für Athlon 64 X2 Dual-Core Prozessoren gemacht werden.

Wie bei vielen anderen Motherboards kommt auch auf dem EPoX nForce 4 SLI Exemplar ein Phoenix Award Bios zum Einsatz. Insgesamt betrachtet stehen uns zur präzisen Konfiguration des Systems somit genau acht Unterpunkte im Hauptmenü zur Verfügung: Standard CMOS Features, Advanced BIOS Features, Advanced Chipset Features, Integrated Peripherals, Power Management Setup, PnP/PCI/PCI-E Configurations, PC Health Status und Power BIOS Features. In den folgenden Abschnitten möchten wir Standard-Funktionen, wie man sie zum Beispiel unter "PC Health Status" wiederfindet, vernachlässigen und auf Details eingehen.

So finden wir unter "Advanced Chipset Features" das Menü zur Konfiguration unserer DRAM-Module, welche sich wiefolgt einstellen lassen: tRP (RAS Precharge Time; 2 bis 7), tRCD (RAS to CAS Delay, 2 bis 7), tCL (CAS Latency; 2, 2.5, 3) und tRAS (RAS Active Time, 5 bis 15) - 1T Timing und diverse weitere Punkte lassen sich ebenfalls steuern. Wer dem ganzen nicht mächtig ist, kann auch die "Auto"-Einstellung nutzen. Neben zahlreichen weiteren Features und Funktionen um OnBoard-Komponenten zu konfigurieren bzw. zu deaktivieren, die Bootreihenfolge zu ändern und beispielsweise Temperaturschwellen einzustellen, lässt sich unter anderem auch der PCI Express Takt auf bis zu 145 MHz in 1 MHz Schritten erhöhen. Zu den weiteren Details des "Power BIOS Features"-Menü gehören natürlich auch das Setup der CPU, bzw. der davon abhängigen Komponenten: CPU-Frequenz (200 bis 400 MHz, 1 MHz Schritte), PCI Express Takt (100 bis 145 MHz, 1 MHz Schritte), DDR Speicherspannung (2,50 bis 3,10 Volt, 0,1 Volt Schritte), CPU-Multiplikator (von 5x bis maximaler CPU-Multi bei Athlon 64, da nicht nach oben hin frei wählbar, 0,5x Schritte), CPU-Spannung (Standard-Spannung + zusätzliche Versorgung: 0,00 bis 0,25 Volt in 0,025 V Schritten). Zusammenfassend also sehr umfangreiche Features die das 9NPA+ SLI bieten kann, gerade die extrem hohe Speicherspannung kann von Vorteil sein. Dennoch bleibt ein Kritikpunkt: Es fehlt uns die Möglichkeit die PCIe- und die HT-Spannung zu verändern.

Overclocking

Neben zahlreichen Features und Möglichkeiten die EPoX zum Übertakten der Systemkomponenten integriert hat, hat uns doch vor allem auch das manuelle bzw. konventionelle Overclocking via Multiplikator und Speicherbus interessiert. Dabei haben wir auf Features wie nTune verzichtet und uns auf die Bios-Funktionen konzentriert - maximaler Bustakt heißt das zentrale Stichwort. Wir konnten bei einer Versorgungsspannung von 1,6125 Volt einen maximalen Takt von 2.541 MHz erreichen, was wiederum einem Bustakt von 231 MHz und einem Multiplikator von 11 (Standard: 12) entspricht. Vergleichen wir dieses Ergebnis mit unseren vorherigen Reviews, bleibt das A8N-SLI Deluxe mit 233 MHz an der Front, gefolgt von der heute im Test befindlichen EPoX-Platine und dem K8T Neo2-FIR von MSI - 229 MHz.




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