ARTIKEL/TESTS / Sandwich: Sapphire X1600 XT Ultimate
Fazit

Nachdem wir auf den vergangenen Seiten die neue Grafikkarte aus dem Hause Sapphire genaustens unter die Lupe genommen haben, möchten wir nun noch ein abschließendes Fazit formulieren und dem ganzen eine finale Note verpassen.

"Auch in der Mittelklasse konnte die Radeon X1600 XT noch nicht wirklich neue Rekorde aufstellen und reiht sich kurz vor Radeon X800 GT und GeForce 6600 GT ein. Nichts desto trotz wird die X1600 XT im Mainstream ihre Abnehmer finden." Mit diesen Worten haben wir vor einigen Monaten den ersten ausführlichen Blick auf die Radeon X1600 XT kommentiert und müssen auch zum heutigen Zeitpunkt kaum etwas an dieser Aussage ändern. Damals beanstandeten wir im Wesentlichen die hohe Lautstärke des Referenzkühlers, was nun aber ein Ende hat. Mit der Ultimate-Edition der X1600 XT hat sich Sapphire dem Problem angenommen und eine saubere Lösung gefunden, die nicht nur die Ohren schont, sondern zugleich auch die Temperaturen von Chip und Gehäuse deutlich absenkt. Die etwas geringeren Messwerte im Bereich der Leistungsaufnahme sind größtenteils wohl auf Messtoleranzen zurückzuführen; eventuell trägt aber auch der neue Kühler seinen Teil dazu bei.

Alles in Allem hat Hersteller Sapphire eine souveräne Neuauflage der Radeon X1600 XT auf den Markt gebracht und will der X1600 Serie somit nochmals neuen Wind in die Segel blasen. Die Voraussetzungen dafür sind in Anbetracht eines ausgewogenen Lieferumfangs, der durchaus brauchbaren 3D-Leistung und der aufpolierten Kühlung durchaus gut. Um das ganze noch attraktiv zu machen hätte man der verbesserten Ausstattung allerdings noch ein wenig mehr Gewicht bei der Entwicklung verleihen müssen. Konkret möchten wir damit zum Ausdruck bringen, dass auch bei Mainstreamkarten der Einsatz von zwei DVI-Anschlüssen anstatt einer DVI-VGA-Kombination durchaus zum aktuellen Stand der Technik gehört. Des Weiteren wäre die Integration von ViVo ebenfalls wünschenswert gewesen, um die neue Karte noch weiter von der grauen Masse an X1600 Series Platinen abzuheben.

Der empfohlene Verkaufspreis von 149 Euro sollte sich nach Verfügbarkeit der ersten Karten hoffentlich noch ein wenig nach unten korrigieren, da gerade in diesem Segment die Konkurrenz sehr groß ist. Namentlich lässt sich hier an erster Stelle die GeForce 6800 GS von Nvidia anführen, welche teilweise schon für unter 130 Euro zu haben und deutlich schneller als jegliche X1600-Hardware ist. Zusammenfassend können wir damit feststellen, dass Sapphire ein elegantes Remake der Radeon X1600 XT auf den Markt gebracht hat, die Konsequenz der Ultimate-Serie jedoch vermissen lässt: Standard-Frequenzen für Chip und Speicher trotz verbesserter Kühlung, kein ViVo, kein Dual-DVI heißen die klaren Kritikpunkte. Wer damit leben kann, wird mit der Sapphire Radeon X1600 XT Ultimate durchaus seine Freude haben.


Pro / Contra
Bewertung
Leise und effiziente Kühlung
Guter Lieferumfang
Kein ViVo
Nur ein DVI-Anschluss
(Standard-Frequenzen)
Leistung3,0
Ausstattung2,7
Lieferumfang1,7
Funktionalität1,5
Overclocking2,5
Treiber / Support1,7
Preis/Leistung3,0
Gesamtnote

2,5

Anhang: Gesamtrating

Gesamtrating
Nvidia GeForce 7800 GT
328,6
ATi Radeon X1800 XL
320,6
Nvidia GeForce 6800 Ultra
294,1
ATi Radeon X850 XT
282,6
Nvidia GeForce 6800 GS
272,6
Sapphire X1600 XT Ultimate
181,3
ATi Radeon X800 GT
168,8
Nvidia GeForce 6600 GT
162,6
ATi Radeon X1300 Pro
 
100,0
Angaben in Prozent (mehr ist besser)



Hinweis: Dies war nun unser letzter Artikel basierend auf unserem Parcours vom Juni des letzten Jahres. Bereits der nächste Artikel aus dem Bereich Grafikkarten wird einen aufpolierten Benchmarkteil zugrunde haben und aktuellen Chip-Generationen gerecht werden.

Autor: Patrick von Brunn
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