ARTIKEL/TESTS / Datensicherung: Norton Ghost vs. True Image
01.04.2005 10:00 Uhr    0 Kommentare
Acronis True Image 8.0

Lieferumfang
  • Downloadbare Version von True Image 8.0 inkl. Seriennummer
  • Handbuch, welches nach der Installation als PDF gelesen werden kann
Da Symantec, was den Marktanteil angeht, derzeit klar in Führung liegt, ging True Image 8.0 von Acronis eher als Außenseiter ins Rennen. Zu unrecht, wie gleich zu Anfang auffällt: Bei True Image 8.0 bekommt der Anwender mehr geboten - dies fällt bereits beim Blick auf die unterstützten Plattformen an. Bietet Symantec sein Produkt nur für Windows, so kann man von True Image auch eine Server Version erwerben die unter anderem auch Linux Server unterstützt. Was die integrierten Funktionen für Windows angeht, liegen beide Testkandidaten gleich auf - Features wie inkrementelle Backups, Imaging von ganzen Festplatten, Partitionen und eine Notfall-CD, die bei True Image 8.0 allerdings erst bei der Installation selber gebrannt werden muss, findet der Anwender bei beiden Kandidaten. Betrachtet man die Benutzerfreundichkeit, liegt True Image vorne, da beispielsweise die Menüdarstellung übersichtlicher gestaltet ist und die Beschreibungen zu den einzelnen Features besser geraten sind als beim Konkurrenten aus dem Hause Symantec. So wird zum Beispiel aufgeführt, wie viele CDs bzw. DVDs benötigt werden, um bei einer jeweiligen Komprimierungsstufe ein Backup auf die Wechseldatenträger zu sichern. Bei Norton Ghost sucht man vergeblich nach entsprechenden Angaben. Vergleicht man die Komprimierungsstufe der beiden Programme, fällt auf, dass diese bei Norton Ghost deutlich höher ist: Ausgehend von einer Rohling Größe von 650 MB brauchten wir bei True Image 28 CDs (zur Erinnerung: bei Norton Ghost waren es 15). Interessant ist hier, dass der Zeitfaktor von ca. drei Stunden, gleich bleibt.


Des Weiteren bietet True Image eine sogenannte Secure Zone. Dies ist ein extra geschützter Bereich, auf den Windows-Anwendungen nicht zugreifen können. Hier wird ein Abbild (Backup) der Systempartition erstellt, von dem es bei einem Systemabsturz möglich ist, das System ohne andere Medien wiederherzustellen. Auch bietet True Image eine ähnliche - von Norton Ghost bereits bekannte - Anwendung um die Software vor dem Windowsstart auszuführen. Der Acronis Startup Recovery Manager macht es möglich das System wieder auf den ursprünglichen Zustand zu bringen. Was natürlich nicht fehlen darf, ist das Planen von Tasks, auch dieses Feature ist bei True Image enthalten. Hier kann man zeitgesteuerte Backups erstellen. Dieses Feature ist besonders für Server empfehlenswert, da auch Acronis bei seinem Produkt volle Netzwerkunterstützung bietet. So kann man beispielsweise jeden Tag ein Abbild der ganzen Festplatte oder wichtigen Bereichen auf einem anderen Netzlaufwerk mit entsprechenden Kapazitäten speichern lassen.

Autor: Tobias Siemssen
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