Chipgigant Intel arbeitet momentan an einem neuen Chip, mit dem man Cheatern zu Leibe rücken will. Die Anti-Cheat-Technologie wurde im Rahmen des "Research@Intel Days" im kalifornischen Santa Clara vorgestellt. Cheats sind kleine Anwendungen, die dem Nutzer Vorteile in Videospielen verschaffen. Im Multiplayerspiel "Quake 3" verhilft beispielsweise das Programm "Aimbot" zu automatischem exakten Zielen und "Wall Hacks" zur Röntgensicht. Durch den Einsatz des Intel-Chips in Konsolen und PCs sollen diese Schwindelmöglichkeiten in Zukunft hardwareseitig unterbunden werden.
Intels Anti-Cheat-Lösung operiert von der Northbrigde des Mainboards aus. Der Chip registriert die Eingaben, die von Maus, Tastatur oder anderen Interfaces kommen und vergleicht sie mit dem Geschehen am virtuellen Spielfeld. Weichen die Befehle des Spielers von den Aktionen im Spiel ab, so kann darauf geschlossen werden, dass noch zusätzliche, unerlaubte Hilfsmittel in das Spiel eingreifen. Derzeit wird in Spielen vor allem Software eingesetzt, die Cheats erkennen und die betreffenden Spieler entlarven soll. Mit dem Intel-Chip soll dies dann in Hardware realisiert werden und letztlich auch Ressourcen während des Betriebs schonen.
Gerade bei reinen Multiplayer- sowie Onlinespielen und im eSport liegt es auch stark im Interesse des Spielentwicklers, Cheats so gut wie möglich zu unterbinden, um vor allem den Spielspaß und die Fairness zu gewährleisten. Damit steht oft auch der kommerzielle Erfolg des Spiels auf der Kippe. Hersteller greifen mitunter zu drastischen Mitteln wie Sperre oder Löschung der Benutzerkonten, um lästigen Betrügern das Handwerk zu legen.
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