Pentium 4 Extreme Edition 3,2 GHz im Test


Erschienen: 19.01.2004, Autor: Moritz Klein
Comanche 4 Demo

Comanche 4 ist der Nachfolger der sehr erfolgreichen dritten Version von Entwickler Novalogic. Die hier zum Einsatz kommende Demo ist sehr detailverliebt und bietet sich auch für den Test von Prozessoren an. Das integrierte Benchmark-Tool führt Tests in verschiedenen Auflösungen durch (ohne Sound) und ermittelt somit die durchschnittliche Framerate.

Auch Novalogics Comanche 4 (Angaben in Bildern pro Sekunde) wird sehr durch die Leistung des restlichen Systems begrenzt, gerade der Prozessor spielt eine sehr große Rolle und daher bietet sich Comanche für diesen Artikel an. Wie man sehr schön erkennt, hat hier der neue P4 Extreme Edition mit 3,2 GHz das Sagen und kann für Intel die Performancekrone zurückerobern und Platz 1 sichern. Nichtsdestotrotz ist auch hier der Preis des P4 EE nicht gerechtfertigt.

WinAce 2.5

WinAce ist einer der bekanntesten Packprogramme und soll in unserem Fall den Alltagsbetrieb simulieren. Dabei ist vor allem der Prozessor und Speicher, aber auch die Koordination von beidem auf der Hauptplatine wichtig. Um entsprechende Werte zu erhalten, haben wir eine 240 MB große Audio-Datei (.wav) maximal komprimiert. Somit haben wir einen Vorgang wie er jeden Tag des Öfteren auf Rechnern im Büro etc. ausgeführt wird.

Durch das Komprimieren durch WinAce (Angaben in Minuten) erhielten wir einen sehr schönen linearen Verlauf der Leistung. Wie bei einer Vielzahl vorheriger Benchmarks, ist auch WinAce sehr vom Kerntakt der jeweiligen CPU abhängig. Nichtsdestotrotz spielt aber auch die Architektur eine sehr große Rolle, da hier sowohl Pentium als auch Athlon XP keinerlei Chance gegen den neuen 64 Bit Prozessor aus dem Hause AMD haben: Als erste CPU kann der A64 unseren File unter 3 Minuten packen.

FlasKMPEG 0.60

Um auch die Leistung beim codieren von Video-Filmen zu erfahren, haben wir eine MPEG1 Datei mit einer Größe von 220 MB in DivX umwandeln lassen. Als Divx Codec kam die Version 5.02 zum Einsatz, wobei wir nur den Video-Stream bearbeitet haben, der Audiostream wurde nicht mitverändert. Logischweise benutzten wir bei unserer Codierung ein iDCT das für jeden einzelnen Prozessoren ausgelegt war (zum Beispiel 3DNow! Hybrid bei Athlon XP CPUs). Wie schnell die einzelnen Prozessoren ihre Aufgabe lösen konnten sehen sie im Diagramm.

Bei der Umwandlung mit FlaskMPEG (Angaben in Frames pro Sekunde) müssen sich die Athlon XP Prozessoren geschlagen geben und sowohl den Pentium 4 als auch den 64 Bit Athlon vorbei lassen. Der Athlon 64 konnte zumindest die in letzter Zeit sehr groß gewordene Lücke zwischen P4 und Athlon ein wenig verkleinern. Nichtsdestotrotz sind die Leistungen der Intel Prozessoren hier bisher unerreicht, auch wenn hier die teure Extreme Edition ein wenig langsamer als der non-L3-Pentium 4.

MainConcept MPEG Encoder

Ebenfalls um die Leistung beim Umwandeln von Videodateien zu ermitteln haben wir den AVI-to-MPEG Encoder von MainConcept benutzt. Dieser Encoder besitzt volle HyperThreading-Unterstützung, was bei diesem Test gerade dem neuen P4 Extreme Editon einen klaren Vorsprung verleihen wird. Dabei haben wir die von FlasKMPEG umgewandelte DivX 5.02 Datei (ohne Sound) zurück in eine MPEG2 Datei gewandelt.

MainConcept MPEG Encoder (Angaben in Frames pro Sekunde) - Hier entspricht der Verlauf der Tests dem von FlasKMPEG, den wir bereits schon von der vorherigen Seite kennen. Auch hier können die Prozessoren von Intel dominieren und AMDs aktuelle Modelle klar hinter sich lassen. Einzig der neue Athlon 64 kann noch recht akzeptabel mithalten. Die Lücke zwischen siebter und achter Athlon-Generation ist jedoch schon mehr als 20 FPS groß und somit doch sehr deutlich.


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