Razer BlackWidow Chroma V2 im Test


Erschienen: 10.01.2018, Autor: Rafael Schmid
Software

Razer bietet für die BlackWidow Chroma V2 derzeit eine Beta-Version der RAZER SYNAPSE 3 an. Die Software muss aus dem Internet heruntergeladen werden. Die Installationsdatei hat derzeit schlanke 3,7 MB. Dabei sollte man aber beachten, dass – je nach angeschlossener Hardware – noch weitere Module der Software heruntergeladen werden müssen. Installiert sind wir so auf etwa 330 MB auf unserem Testsystem gekommen. Im Programm selbst findet man eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten, jede Taste kann nach Belieben neu belegt werden. Hier sind nicht nur Tastatur- sondern auch Media- oder Mausbefehle, Makros oder Profilwechsel möglich. Dies impliziert natürlich die Verwendung von unterschiedlichen Profilen, sodass man die Tastatur schnell je nach Situation anpassen kann – auch automatisch programmspezifisch. Die Hypershift-Funktion ermöglicht es zudem, die Tasten mit Sekundärfunktionen zu belegen, wenn die so belegte Hypershift-Taste gedrückt wird. Die Polling Rate beträgt 1.000 Hz. Die meisten Einstellung sind jedoch bei der dimmbaren Beleuchtung möglich. Der Nutzer hat hier freie Wahl zwischen verschiedensten Modi wie Feuerimmitationen, Sternenlicht oder Atmungs-Effekten und vielen anderen – auch tastenspezifisch. Helligkeit und Standby-Zeit können ebenso angepasst werden. In der Beta-Version hat das Aufnehmen von Makros nicht funktioniert.

Die Tastatur kann in diversen Farben leuchten. Die Beleuchtung umfangreich einstellbar.

Die Beleuchtung ist umfangreich einstellbar, jede Taste einzeln belegbar.

Die Software ermöglicht viele Einstellungsmöglichkeiten, erlaubt sich allerdings im aktuellen Beta-Stadium trotz SSD noch öfters Nachdenkpausen. Negativ hervorgehoben werden sollte in diesem Zusammenhang noch der Account-Zwang. Ohne Razer-Account ist es leider nicht möglich, Einstellungen zu tätigen.

In Profilen lassen sich diverse Einstellungen tätigen. Die Tastenbelegung inklusive Makros ist umfangreich.

In Profilen lassen sich diverse Einstellungen tätigen – die Tastenbelegung inklusive Makros ist umfangreich.

Praxistest

Im Praxistest überzeugt die Razer BlackWidow Chroma V2! Durch die große Masse liegt sie stabil und rutschfest am Tisch, je nach Nutzerwunsch geneigt oder flach, ohne oder mit Handballenauflage. Wir haben uns jeweils für die erste Variante entschieden – auf der Handballenauflage kleben die Hände gefühlt im Eifer des Gefechts ein bisschen zu sehr. Der standardmäßig hohe Tastenhub weiß zu gefallen, das taktile Klickgefühl der orangefarbenen Schalter ebenso (ähnlich braunen Cherry-MX-Schaltern). Der Tastendruck ist unheimlich knackig, jeder Druck sitzt. Obwohl es sich um die angeblich leisere Variante der Schalter handeln soll, sind diese aber mit deutlichen Geräuschen zu betätigen, auch ein Nachhallen der Federn ist zu hören. Somit ist die Tastatur nicht unbedingt für besonders leise Umgebungen geeignet. Das 10-Key-Roll-Over funktioniert tadellos, das Durchschleifen der USB-Buchse und des Klinkenanschlusses ebenso. Leider ist erstere aber verkehrt und leicht schräg eingebaut – intuitiv erreichbar geht anders. Auch die Position an der rechten Seite der Tastatur ist eher ungünstig, da hier in den meisten Fällen wohl die Maus liegt. Vermisst haben wir in dieser Preisklasse allerdings eigene Multimedia- bzw. Lautstärketasten. Die Fn-Tasten-Lösung ist für den einhändigen Gebrauch leider nicht geeignet.

Bei der Beleuchtung gibt es ein paar Dinge zu beanstanden. Die Effekte sind eine schöne Spielerei, im Alltag sind die meisten davon aber auch nicht mehr als das, da sie dann eher ablenken. Wir sind bei einer weißen statischen Beleuchtung hängen geblieben – auch wenn das Weiß einen leichten Blaustich hat. Leider ist bei Dimmung auch ein hohes Fiepen hinzugekommen – leise, aber doch wahrnehmbar. Dadurch, dass nur die obere Tastenhälfte beleuchtet ist, sind die Sonderzeichen zudem nicht lesbar. Das Windows-Logo ist dadurch auch nicht gleichmäßig beleuchtet.

Ein UVP von 189,99 Euro ist selbst für eine mechanische Tastatur sehr hoch. Der Nutzer muss hier natürlich abwägen, ob dies ihm so viel wert ist. Vor dem Kauf sollte aber probiert werden, welche der angebotenen Schalter – mit oder ohne spürbaren Umschaltpunkt – bevorzugt werden.

Feuereffekte, alles ist dabei. Der Regenbogen macht Freude solange man nicht damit arbeiten muss.

Feuereffekte, Regenbogen, alles ist dabei und schön, solange man nicht damit arbeiten muss und davon abgelenkt wird.

Technische Daten

In dieser Übersichtstabelle haben wir nochmals alle relevanten Daten zur Razer BlackWidow Chroma V2. Bei den Preisangaben haben wir den UVP des Herstellers sowie den derzeitigen Marktpreis in Euro angegeben (Quelle: Geizhals.de, Stand: 01/2018).

Modell BlackWidow Chroma V2
Abmessungen in mm (L x B x H) 475 x 171 x 39
Sondertasten Alternativfunktionen der Funktionstasten, Makrotasten
Kabellänge in cm 210
Masse in g 1460
Zusatzanschlüsse USB 2.0, 3,5-mm-Klinke (4-polig)
Besonderheiten Mechanische Tastatur (Razer orange, green, yellow), RGB-Beleuchtung
10-Key-Roll-Over, magnetisch fixierbare Handballenauflage
Betriebssysteme Windows ab 7 oder MacOSX ab 10.8
Mitgeliefertes Zubehör Handballenauflage, Kurzanleitung, Aufkleber
UVP in Euro 189,99
Straßenpreis in Euro ca. 150

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