ARTIKEL/TESTS / Mix it Baby! Der neue iPod shuffle im Test
Verarbeitung

Der iPod shuffle ist fast vollständig in weiß gehalten. Einzig das Navigationsrad um den Play/Pause-Taster ist in einem hellen Grau abgesetzt. Die Form ist rechteckig und mit scharfen Kanten, an denen man sich freilich nicht schneiden kann, die aber dafür einen recht sauber verarbeiteten Eindruck vermitteln. Trotz der harten Kanten, oder gerade deshalb schmeichelt der iPod shuffle geradezu der Hand. Die beiden Kappen (mit und ohne Umhängeband) sitzen dank eingelassener Stahlkugeln erstaunlich fest. Durch die Bauform kann der iPod an manchen G3 iMacs und am eMac nicht direkt angeschlossen werden und benötigt ein USB-Verlängerungskabel, einen USB-Hub oder das optional erhältliche iPod-Dock (29 Euro) um mit dem Mac verbunden werden zu können. Bei den meisten PCs dürfte es hingegen kaum zu Anschlussschwierigkeiten kommen, da hier seltener von den Standardbauformen abgewichen wird. Eventuell könnten ungünstig positionierte Front-Anschlüsse Probleme beim Anschluss bereiten. Alle Taster wirken stabil und haben einen guten Druckpunkt. Die LED auf der Vorderseite ist unter dem Kunststoff angebracht und im inaktiven Zustand nicht zu sehen. Das beeinträchtigt das Ablesen der einzelnen Betriebszustände, die durch die LED angezeigt werden, jedoch nicht. Insgesamt wirkt das Design iPod-typisch zeitlos und unaufdringlich.

Die Akkulaufzeit wird von Apple mit 12 Stunden angegeben, erreicht in der Praxis durchnittlich aber nur etwa 10 Stunden. Allerdings wird der iPod shuffle bei jedem Neubefüllen auch gleich wieder aufgeladen, so dass es nicht besonders häufig vorkommen dürfte, dass dem iPod plötzlich der Saft ausgeht, vorausgesetzt man aktualisiert seine Sammlung regelmäßig. Aufgeladen wird der iPod shuffle über die USB-Schnittstelle am Rechner oder mit einem separat erhältlichen Netzteil. Der Ladezustand des Akkus wird durch eine eigens dafür vorgesehene LED signalisiert.

Klangqualität

Apples iPods zeichnen sich alle durch eine relativ gute Klangqualität aus, die zwar nicht das Nonplusultra darstellt, aber dennoch mit zu der besten ihrer Klasse gehört. Der iPod shuffle verbessert die guten Werte nochmals etwas. Das Hörvergnügen wird durch die mitgelieferten Ohrhörer allerdings etwas beeinträchtigt da diese nur zum besseren Druchschnitt gehören. Verwendet man jedoch höherwertige Kopfhörer oder schließt den iPod shuffle an eine Stereoanlage an, so wird man mit einem wirklich guten Klangerlebnis belohnt – welches wiederrum nur durch das Audioformat und dessen Bitrate limitiert wird. Apple gibt für den iPod shuffle eine Kapazität von 120 Songs beim 512 MB Modell und 240 Songs beim 1 GB Modell an. Diese Zahlen beziehen sich auf das AAC-Format mit 128 kBit/sec. Das AAC-Format kodiert etwas effektiver als MP3 und entspricht bei einer Bitrate von 128 kBit/sec etwa einer MP3-Datei mit 160 kbit/sec. Als AAC-Dateien liegen übrigens auch die Songs aus dem iTunes Music Store vor, die allerdings mit einem DRM (Digital Rights Management) versehen sind und nur von Apples iPods abgespielt werden können.

Autor: Patrick von Brunn
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