ARTIKEL/TESTS / 10 TB: 12 externe Festplatten im Test
LaCie D2 Bigger Disk Triple Interface Extreme 2000 GB

LaCie sandte uns rechtzeitig zum Test eines ihrer Spitzenmodelle, die LaCie Bigger Disk Triple Interface Extreme mit stolzen 2000 GB (1863,04 GiB) und somit gleichzeitig auch mit der größten Kapazität im gesamten Testfeld. Das optisch schicke von Designer Neil Poulton entworfene Gehäuse besteht, abgesehen von der Rückseite, die aus Stahl gefertigt wurde, komplett aus Aluminium und kann auch im Bereich Abmessungen mit 17,3 x 8,8 x 26,8 cm (Breite x Höhe x Tiefe) als die größte Platte im Feld aufwarten, was an dieser Stelle aber leider kein Pluspunkt ist. Die äußerst massive Konstruktion beherbergt insgesamt vier Festplatten des Typs Hitachi Deskstar 7K500 mit je 8 MB Cache und standardmäßigen 7200 Umdrehungen pro Minute. Neben dem Lüftungsgitter an der Vorderseite befindet sich die in lila gehaltene Status- und Aktivitätsanzeige, die während des Hochfahrens der Festplatten langsam und kurz vor der Bereitschaft schneller blinkt. Im normalen Idle- oder auch Wartezustand leuchtet diese dauerhaft und bei Zugriffen pulsiert sie.
Da das gesamte Gehäuse in diesem Fall als Kühlfläche dient, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass der Datenträger bereits nach wenigen Minuten fühlbar durchgewärmt wurde; die entstehende Wärme von immerhin vier Festplatten muss auch irgendwie abtransportiert werden. Diese Aufgabe unterstützen zusätzlich zwei an der Rückseite angebrachte 40 mm-Lüfter, die bereits im nicht belasteten Zustand nicht allzu lange auf ihren Einsatz warten müssen. Da diese Aktivkühlung aber über die Temperatur geregelt wird, laufen die Zusatzlüfter nicht permanent, sondern fördern nur solange Frischluft zu, bis die Innentemperatur wieder auf einen bestimmten Wert abgesenkt wurde. Gerade dieses Verhalten ist aber für so manch empfindlichen Silentfetischisten noch störender als permanent drehende Lüfter, an die man sich wohl über kurz oder lang gewöhnt und die in der täglichen Geräuschkulisse irgendwann untergehen. Ergo hätte man hier gut daran getan, lieber leisere, dafür aber permanent drehende Luftumwälzer einzusetzen, als dies über derartige Steuerungen zu realisieren.
Gegen Kratzer oder ähnliche Beschädigungen am Untergrund setzt man auch hier wieder auf vier kleine Gummifüßchen, wovon vier am Standfuß befestigt und sechs weitere beigelegt worden sind, die man je nach persönlicher Vorliebe in den entsprechenden Aussparungen platzieren kann, je nachdem, wie man die Festplatte positionieren möchte.

Als Verbindungsmöglichkeiten zum Computer stehen USB 2.0, FireWire 400 und FireWire 800 zur Verfügung und auch bei dieser Serie von externen Datenträgern wurden sämtliche Anschlüsse wieder auf der Rückseite des Gehäuses angeordnet. So ist es nicht verwunderlich, dass dort neben sämtlichen Datenanschlüssen auch der Stromanschluss für das externe Netzteil sowie der bislang einzige Ein-/Aus-/ Autoschalter des gesamten Testfeldes zu finden sind. Letzterer kann auf der Automatikposition die Festplatten im Standby belassen, solange keine Datenleitung zum Computer besteht.
Wird allerdings die Festplattenkombination ausgeschaltet und auf Automatik gestellt, werden eventuell noch bestehende Datenverbindungskabel zu einem vorher angeschalteten Computer nicht als solche erkannt und die LaCie Bigger Disk bleibt ausgeschaltet. Erst wenn man das USB- oder FireWire- Kabel ab- und wieder ansteckt, fährt sie hoch.
Anders als bei der Hard Drive Pro von Freecom verbraucht die LaCie, egal ob ausgeschaltet oder auf Automatik, dauerhaft mindestens 3,5 Watt, während sich das Netzteil ohne Verbindung zur Festplatte generell bereits 2,3 Watt genehmigt. Die Leitungslänge des zweiteiligen Spannungsumwandlers liegt mit 3,0 m auf einem sehr guten Niveau, wobei diese Länge sowohl mit dem Stecker-Typ C (CEE 7/16, Eurostecker) als auch für den ebenfalls mitgelieferten Stecker-Typ G verfügbar ist. Letzterer ermöglicht es dem Käufer wieder, in Länder wie Großbritannien, Irland, Singapur oder Malaysia zu reisen, ohne zusätzliche Adapter für den externen Datenträger zu benötigen. Die restlichen ebenfalls zum Lieferumfang gehörenden Anschlussleitungen für USB (A-B), FireWire 800 und 400, wofür sogar zwei Kabel beigelegt wurden (eine 6 Pin- und eine 6 Pin auf 4 Pin-Ausführung), kommen leider wieder nur mit einer Länge von 1,0 m daher.

Der übrige Lieferumfang beschränkt sich auf eine 14-sprachige bebilderte Kurzanleitung und eine Software-CD, auf der man neben dem in sieben Sprachen verfügbaren PDF-Handbuch für die LaCie Bigger Disk Triple Extreme sowie weiterer Produktserien und dem fast obligatorischen Adobe Acrobat Reader in der etwas angejahrten Version 5.1 auch die LaCie 1-Click-Backup Software vorfindet. Letztere kann nach erfolgter Einrichtung, die sich auf die Auswahl der zu sichernden Ordner, Dateien oder Partitionen und des Zielortes beschränkt, per Doppelklick auf das Desktop-Icon oder über die Tastenkombination Strg+S eine Kopie der Daten mit einem Überordner, der das Erstellungsdatum erkennen lässt, am Zielort erstellen.

Für das vorliegende Laufwerk mit 2000 GB liegen derzeitige Straßenpreise bei knapp 630 Euro (Quelle: geizhals.at, Stand: 09/2007), während man im eigenen Webshop stolze 789 Euro dafür verlangt. Die LaCie Bigger Disk Extreme Triple Interface-Serie umfasst zusätzlich noch drei weitere Modelle mit 1200, 1280 und 1600 GB.


Übersicht
Kapazität GB / GiB 2000 / 1863,04
Cache 8 MB
Umdrehungen pro Minute 7200
Anschlussarten USB2.0 / FireWire 400 / FireWire 800
RAID ja / 0
Höhe x Breite x Tiefe 17,3 x 8,8 x 26,8 cm
Gewicht 5,0 kg
mitgelieferte Kabel 1,0 m USB2.0 / 1,0 m FireWire 800 / 1,0 m FireWire 400 /
1,0 m FireWire 400 (6pin auf 4pin)
Netzteil extern / 3,0 m
Kühlung aktiv
Autor: Alexander Hille
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