ARTIKEL/TESTS / Intel SSD 510 mit 120 GB im Praxistest
Intel SSD 510 mit 120 GB

Wie bereits im Vorwort erwähnt, setzt Intel neuerdings auf einen Marvell-Controller zur Anbindung der Flash-Speicherzellen an ein SATA3-Interface mit 6 Gbps und verzichtet damit auf die Verwendung eines eigenen Controllers, wie man es noch bei den ersten SSD-Modellen getan hat. Namentlich handelt es sich hierbei um den 88SS9174-BKK2, der in einer älteren/anderen Revision auch auf der so erfolgreichen Crucial RealSSD C300 Familie zum Einsatz kommt. Dem Controller stehen insgesamt 128 MB schneller Cache zur Pufferung von Lese- und Schreiboperationen aus der Chipschmiede von Hynix zur Verfügung. Im Vergleich zu den Postville G2 Laufwerken bedeutet dies eine 4-fache Menge Pufferspeicher, von der die SSD 510 im Betrieb profitieren kann. Die 16 Speicherbausteine (jeweils acht auf jeder PCB-Seite) stammen wiederum aus der eigenen Produktion von Intel und sind in 34 nm MLC-Technik aufgbaut. Intel hat durch das Joint-Venture mit Micron und die damit verbundene Eigenproduktion von Flashspeichern, eine deultich bessere Ausgangsposition als seine Konkurrenten am Markt, gerade was aktuell die Verfügbarkeit von 3x nm MLC-NAND betrifft.

TRIM gehört ebenso zum Repertoire der neuen SSD 510 Serie. Der TRIM-Befehl ermöglicht es einem Betriebssystem der SSD mitzuteilen, dass gelöschte oder anderweitig freigewordene Blöcke nicht mehr benutzt werden. Im Normalfall vermerkt das Betriebssystem in den Verwaltungsstrukturen des Dateisystems, dass die entsprechenden Bereiche wieder für neue Daten zur Verfügung stehen; der Controller des Solid State-Laufwerks erhält diese Informationen in der Regel jedoch nicht. Durch den ATA-Befehl TRIM wird dem Laufwerk beim Löschen von Dateien mitgeteilt, dass es die davon betroffenen Blöcke als ungültig markieren kann, anstelle deren Daten weiter vorzuhalten. Die Inhalte werden nicht mehr weiter mitgeschrieben, wodurch die Schreibzugriffe auf das Laufwerk beschleunigt und zudem die Abnutzungseffekte verringert werden.

Aktuell ist die SSD 510 von Intel in zwei Varianten erhältlich. Die 120 GB-Ausführung wechselt aktuell ab 235 Euro (Quelle: Geizhals.at, Stand: 04/2011) den Besitzer, während man für die 256 GB-Variante etwa 490 Euro auf den Tisch legen muss. Was die Herstellerangaben bzgl. der Leistung betrifft, ist das 256 GB-Modell mit 500 MB/s (SATA 6Gb/s) bzw. 265 MB/s (SATA 3Gb/s) lesend und 315 MB/s (SATA 6Gb/s) bzw. 240 MB/s (SATA 3Gb/s) schreibend, etwas höher einzustufen. Der kleinere Bruder erreicht im Lesebetrieb immerhin 400 MB/s (SATA 6Gb/s) bzw. 256 MB/s (SATA 3Gb/s) und schreibend 210 MB/s (SATA 6Gb/s) respektive 200 MB/s (SATA 3Gb/s). Die Preise pro Gigabyte liegen umgerechnet bei 1,96 Euro (128 GB) bzw. 1,91 Euro (256 GB). Weitere Informationen auf den folgenden Seiten des Artikels.

Unter die Haube gesehen: Das PCB der Intel SSD 510 mit 120 GB.

Unter die Haube gesehen: Das PCB der Intel SSD 510 mit 120 GB.

Autor: Stefan Boller, Patrick von Brunn
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