Rein technisch gesehen basiert das RevoDrive 3 X2 auf zwei einzelnen RevoDrive 3, die mittels eines zusätzlichen Daugtherboards auf einer einzelnen PCI-E-Steckkarte untergebracht wurden. Jedes PCB beherbergt 32 Flash-Speicher (jeweils 16 auf der Ober- und auf der Unterseite), die gleichmäßig auf zwei SandForce-Controller verteilt wurden. Für die Anbindung der insgesamt 64 asynchronen MLC-NAND-Chips (25 nm, Intel/Micron 29F64G08CBAAA) kommen somit vier SandForce SF-2281-Controller zum Einsatz, die wiederum zu einem RAID0-System verschaltet und am SuperScale-Controller angebunden sind. In Summe verbaut OCZ satte 512 GB Flash-Speicher auf dem Board, wovon effektiv 480 GB für das Speichern von Daten verwendet werden können. Die verbleibenden 32 GB stehen für den "Over Provisioning"-Bereich zur Verfügung, um den Ausgleich defekter Speicherzellen zu ermöglichen und entsprechende Langzeitstabilität zu gewährleisten. Außerdem unterstützt der SandForce-Controller eine wahlweise 128 oder 256 Bit starke AES (Advanced Encryption Standard) Verschlüsselung zum Schutz der eigenen Daten.
Huckepack: Die NAND-Chips und SF-Controller werden auf zwei PCBs aufgeteilt.
Laut OCZ-Datenblatt erreicht das uns vorliegende RevoDrive 3 X2 mit 480 GB Datenraten von bis zu 1.500 MB/s lesend sowie 1.250 MB/s schreibend – optimale Kompression der Daten vorausgesetzt. Die maximal möglichen IOPS für das RevoDrive gibt OCZ mit 230.000 (max. Random 4K schreibend) an. Diese Angaben können je nach Modell variieren und werden im nachfolgenden Kapitel nochmal separat aufbereitet.
Wie bereits weiter oben erwähnt, gehört TRIM ebenso zum Repertoire des RevoDrive und wird durch VCA 2.0 realisiert. Der TRIM-Befehl ermöglicht es einem Betriebssystem der SSD mitzuteilen, dass gelöschte oder anderweitig freigewordene Blöcke nicht mehr benutzt werden. Im Normalfall vermerkt das Betriebssystem in den Verwaltungsstrukturen des Dateisystems, dass die entsprechenden Bereiche wieder für neue Daten zur Verfügung stehen; der Controller des Solid State-Laufwerks erhält diese Informationen in der Regel jedoch nicht. Durch den ATA-Befehl TRIM wird dem Laufwerk beim Löschen von Dateien mitgeteilt, dass es die davon betroffenen Blöcke als ungültig markieren kann, anstelle deren Daten weiter vorzuhalten. Die Inhalte werden nicht mehr weiter mitgeschrieben, wodurch die Schreibzugriffe auf das Laufwerk beschleunigt und zudem die Abnutzungseffekte verringert werden.
Leider ist die TRIM-Unterstützung aktuell nur seitens OCZ bzw. RevoDrive gegeben, da Windows 7 diese Funktion für das RevoDrive noch nicht bietet (SCSI-Implementierung). Offiziell arbeiten OCZ und Microsoft an einer Lösung. Für den Betrieb des RevoDrive stellt OCZ einen entsprechenden Gerätetreiber zur Verfügung. Dieser ist momentan nur für Windows 7 (32 und 64 Bit Version) von Microsoft erhältlich. Weitere Betriebssysteme werden aktuell leider (noch) nicht unterstützt.
Insgesamt 64 MLC-NAND-Speicher finden auf dem RevoDrive Platz.
Das RevoDrive 3 X2 von OCZ Technology ist aktuell in Ausführungen mit 240, 480 und 960 GB Speicherkapazität erhältlich. Die Straßenpreise (Quelle: Geizhals.at, Stand: 03/2012) liegen entsprechend bei 560 Euro (240 GB), 1.400 Euro (480 GB) bzw. 2.650 Euro (960 GB). Daraus ergeben sich wiederum Preise pro Gigabyte in Höhe von 2,33 Euro (240 GB), 2,92 Euro (480 GB) sowie 2,76 Euro (960 GB), die natürlich mit denen herkömmlicher SATA-SSDs wie erwartet nicht konkurrieren können. Wie sich das PCI Express 2.0 basierte RevoDrive in der Praxis schlägt, klären wir später. Weitere Informationen auf den nun folgenden Seiten des Artikels.
| Modell | max. Random 4K Write | Sequential Read | Sequential Write |
| 240 GB | 200.000 IOPS | 1.500 MB/s | 1.225 MB/s |
| 480 GB | 230.000 IOPS | 1.500 MB/s | 1.250 MB/s |
| 960 GB | 230.000 IOPS | 1.500 MB/s | 1.300 MB/s |
Alienware erweitert sein Notebook-Portfolio um das neue Alienware 15. Das Modell richtet sich an Gamer, die hohe Leistung, modernes Design...
Razer hat die neue Generation des Blade 18 vorgestellt, die sich nicht nur an Gamer, sondern gezielt auch an KI-Entwickler...
Dell Technologies erweitert sein Notebook-Portfolio um die neuen Modelle Dell 14S und Dell 16S. Die Geräte richten sich an Business-Anwender...
AMD hat laut aktuellem Mercury-Report für das erste Quartal 2026 einen neuen Rekord beim Server-Umsatzanteil erreicht. Mit einem Anteil von...
KIOXIA hat die neue XG10-Serie angekündigt, die speziell für leistungsstarke PC-Systeme entwickelt wurde. Die neuen PCIe-5.0-SSDs richten sich an anspruchsvolle...
Die Familie der IronWolf Pro Festplatten von Hersteller Seagate adressiert vor allem NAS-Systeme im Profi-Segment. Wir haben uns das aktuelle Flaggschiff der CMR-Plattform mit satten 32 TB im Praxistest zur Brust genommen.
Mit der FireCuda X Vault präsentiert Seagate eine neue externe Festplatte, die vollständig über USB-C versorgt wird und bis zu satte 20 TB bietet. LED-Beleuchtung und ein passendes Toolkit runden das Gesamtpaket ab.
PNY bietet mit der CS3250 eine Familie von PCIe Gen5 SSDs an, die mit Speicherkapazitäten von bis zu 4 TB erhältlich sind. Die Drives erreichen bis zu 14.900 MB/s lesend. Wir haben das 1-TB-Modell getestet.