ARTIKEL/TESTS / Toshiba Q-Series Pro SSD 256 GB Review
Toshiba Q-Series Pro 256 GB
Toshiba liefert viele Komponenten in den OEM-Markt, ist aber durchaus auch im Retail-Markt tätig.

Toshiba liefert viele Komponenten in den OEM-Markt, ist aber durchaus auch im Retail-Markt tätig.

Die 7 mm starken Q-Series Pro Drives setzen auf einen TC358790XBG-Controller von Toshiba, der Gerüchten zufolge einen Marvell-Controller als Vorbild haben soll, jedoch vollständig auf eigene Firmware setzt. Der SATA3-kompatible Controller verzichtet auf Verschlüsselungstechnologien und einen zusätzlichen, externen DRAM-Cache, den man vergebens auf dem PCB sucht. Der Toshiba-Controller arbeitet ohne transparente Kompression der Rohdaten. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Datenrate nicht durch den möglichen Grad der Kompression der vorliegenden Daten bestimmt wird (siehe SandForce-Controller). Diese Tatsache werden wir in unseren Benchmarks (AS SSD) auf den folgenden Seiten noch einmal separat verdeutlichen.

Lediglich acht NAND-Packages (beinhalten je vier 19 nm NAND Dies á 64 Gbit, TH58TEG8CDJBA8C) vom Typ MLC (Multi-Level Cell) sind bei unserem 256 GB Testmuster auf der Oberseite des PCBs untergebracht, die zusammen eine Gesamtkapazität von 256 Gigabyte ergeben. Diese stehen dem Kunden vollständig für die Datenspeicherung zur Verfügung (~238 GB formatiert), da kein separater Block für "Over-Provisioning" reserviert wird – dieser dient typischerweise dem Ausgleich defekter Speicherzellen und erhöht die Lebensdauer von Solid State Drives. Auf eine nähere Spezifikation der Haltbarkeit der Laufwerke (Terabytes-Written, kurz TBW) hat man verzichtet, die Garantiezeit wird mit drei Jahren angegeben.

Toshibas TC358790XBG-Controller arbeitet im Inneren.

Toshibas TC358790XBG-Controller arbeitet im Inneren.

TRIM gehört ebenso zum Repertoire der neuen Q-Series-Pro-Familie aus dem Hause Toshiba. Der TRIM-Befehl ermöglicht es einem Betriebssystem der SSD mitzuteilen, dass gelöschte oder anderweitig freigewordene Blöcke nicht mehr benutzt werden. Im Normalfall vermerkt das Betriebssystem in den Verwaltungsstrukturen des Dateisystems, dass die entsprechenden Bereiche wieder für neue Daten zur Verfügung stehen; der Controller des Solid State-Laufwerks erhält diese Informationen in der Regel jedoch nicht. Durch den ATA-Befehl TRIM wird dem Laufwerk beim Löschen von Dateien mitgeteilt, dass es die davon betroffenen Blöcke als ungültig markieren kann, anstelle deren Daten weiter vorzuhalten. Die Inhalte werden nicht mehr weiter mitgeschrieben, wodurch die Schreibzugriffe auf das Laufwerk beschleunigt und zudem die Abnutzungseffekte verringert werden.

Autor: Patrick von Brunn, Stefan Boller
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