10 CPU-Kühler von 6 Herstellern im Test


Erschienen: 05.08.2017, Autor: Patrick von Brunn, Stefan Boller
Lieferumfang

Noctuas Flaggschiff-Modell NH-D15 ist ein Doppel-Tower Kühler aus dem High-End-Bereich, der auf dem NH-D14 basiert und dessen Streben nach ultimativer Kühlleistung bei höchster Laufruhe konsequent weiterführt – so sieht jedenfalls Hersteller Noctua die Positionierung des NH-D15. Der Verpackungsinhalt hat einiges zu bieten und so finden wir, neben dem Kühler selbst, noch viele weitere Zugaben. Dazu gehören zwei 140-mm-Lüfter, zwei Low-Noise-Adapter (mehr dazu später), ein Y-Kabel, eine Tube NT-H1-Wärmeleitpaste, Befestigungsmaterial und Werkzeug. Außerdem mit dabei ist ein Noctua Case-Badge aus Metall zur Verzierung des Gehäuses. Hier der gesamte Lieferumfang des Probanden noch einmal im Überblick:

  • Noctua NH-D15
  • 2x 140-mm-PWM-Lüfter
  • 2x Low-Noise-Adapter (L.N.A.)
  • Wärmeleitpaste Noctua NT-H1
  • Backplate
  • Befestigungsmaterial
  • 4-Pin-Y-Kabel für Lüfter
  • Installation Guide

Die Verpackung des Kühlers. Der Lieferumfang auf einen Blick.

Die Verpackung und der Lieferumfang auf einen Blick.

Technische Daten

Wie bei vielen anderen Mitbewerbern, dient auch beim NH-D15 ein massiver Kupferkern als Herzstück des Kühlers. Der Kern wird von sechs 6-mm-Heatpipes durchzogen, die die Verbindung zwischen Radiator und Kern herstellen. Die beiden Radiatoren bestehen aus jeweils 45 Aluminiumlamellen, die, wie auch Kern und Heatpipes, vernickelt sind. Gegenüber dem NH-D14 wurde die Breite der Kühlrippen von 140 auf 150 mm erweitert und die Distanz zwischen den Heatpipes erhöht. Die durch diese Maßnahmen erzielte bessere Wärmeverteilung über eine größere Oberfläche trägt zur Effizienzsteigerung des NH-D15 bei, so der Hersteller.

Rund 1.300 Gramm bringt der Kühler samt beider Lüfter auf die Waage. Bei den mitgelieferten PWM-Lüfter handelt es sich jeweils um zwei 140-mm-Lüfter des Modells Noctua NF-A15, die entkoppelt montiert werden. Beide Lüfter können in einem Drehzahlbereich von 300 bis 1.500 UPM geregelt werden. Für jeden PWM-Lüfter liegt ein Low-Noise-Adapter (L.N.A.) bei, der die Maximalgeschwindigkeit von 1.500 auf 1.200 UPM reduziert. Damit können die Lüfter entweder mit konstanter Drehzahl betrieben werden oder die maximale Geschwindigkeit im PWM-Betrieb wird begrenzt, um die Lautstärke zu reduzieren. Wir haben unsere Messungen sowohl mit als auch ohne Verwendung des L.N.A. durchgeführt. Inklusive Lüfter bringt es der gesamte Kühler auf Abmessungen von 150 mm x 165 mm x 161 mm (B x H x T).

Noctua spezifiziert die Leistung seiner Kühler nicht über eine Angabe zur maximalen Wärmeabfuhrleistung, da es von einer Reihe unterschiedlicher Faktoren (z.B. Typ und Form der Wärmequelle, Kontaktqualität, Anpressdruck, Wärmeleitmittel, Umgebungstemperatur, etc.) abhängt, wie viel Watt der Kühler abführen kann. Die maximale Wärmeabfuhrleistung variiert daher von Plattform zu Plattform und zwischen individuellen Systemen. Noctua hat hierfür eine separate Übersichtstabelle eingerichtet.

Der CPU-Kühler aus verschiedenen Ansichten. Der CPU-Kühler aus verschiedenen Ansichten.

Der CPU-Kühler aus verschiedenen Ansichten.

Montage

Das SecuFirm2-Montagesystem des NH-D15 unterstützt viele Intel- und AMD-Sockel. Die Intel-Sockel sind namentlich 1150, 1151, 1155, 1156, 2011 und 2011-v3 (Square ILM) sowie 2066. Aus dem AMD-Lager werden die folgenden Systeme unterstützt: AM3, AM3+, AM2, AM2+, FM1, FM2 sowie FM2+. Aber auch Nutzer von AM4-Systemen müssen nicht in die Röhre gucken, sondern können sich ein kostenloses Upgrade-Kit beim Hersteller besorgen. Mit dem NM-AM4 Upgrade-Kit setzt Noctua seine Tradition fort, Kunden kostenlos neue SecuFirm2-Montagesets zur Verfügung zu stellen.

Bei der Montage auf unserem Testsystem mit Sockel LGA1155 konnten wir keinerlei Probleme feststellen. Der passende Arbeitsspeicher muss jedoch mit Bedacht gewählt werden, da der Kühler samt vorderem Lüfter über die DIMM-Sockel ragt. Bei Verwendung des Frontlüfters sind maximal 32 mm hohe RAMs verwendbar. Allerdings ist der Lüfter in der Höhe flexibel montierbar, so dass hier noch etwas Spielraum besteht (siehe Bild unten).

Die Rückseite des Mainboards bei montiertem Kühler. Die Platzsituation zwischen RAM und Kühler.

Die Backplate und der montierte Kühler auf dem Mainboard.


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