ARTIKEL/TESTS / Potenzial: 11 DDR-DIMMs im Leistungstest
Testverlauf

Um den unterschiedlichen Anforderungen der DIMM-Module gerecht zu werden, haben wir uns entschlossen, auf ein Roundup nach dem Motto "Der Beste gewinnt" zu verzichten. Zu verschiedenartig sind Preisklasse und maximale Taktfrequenz der eingesetzen Speicherchips (auch wenn letztere unmittelbar von ersterer abhängt). Es wäre einfach unfair, ein Kit, dass preislich bei ca. 70 Euro angesiedelt ist, mit einem solchen zu vergleichen, das ggf. das dreifache kostet und umgekehrt. Vielmehr haben wir versucht, für jedes Modul die jeweils optimalen Einstellungen herauszufiltern. Die Leserate bei verschiedenen Taktfrequenzen und Timings (aufgeführt sind jeweils die Latenzzeiten tCL, tRCD, tRP sowie tRAS) der Speicherchips haben wir mithilfe der Freeware SiSoftware Sandra 2005 gemessen. Sie finden die Ergebnisse für jedes Modul übersichtlich in einer Tabelle angeordnet auf der jeweiligen Seite unseres Artikels.
Alle Ergebnisse wurden bei einer Command Rate von einem Taktzyklus (1T) ermittelt. Die RAS Cycle Time (tRC) und die hier nicht aufgeführten restlichen DDR-SDRAM-Latenzzeiten haben wir nicht verändert, da sich diese im BIOS der meisten Mainboards nicht manuell konfigurieren lassen.

Um herauszufinden, ob es im Gesamtkontext betrachtet wirklich Sinn macht, Speichermodule bis auf das äußerste zu übertakten bzw. DIMMs mit Speicherchips zu erwerben, die von Haus aus mit höherem Übertaktungspotenzial ausgestattet sind, haben wir natürlich auch diesbezüglich Testwerte ermittelt. Sie finden diese Ergebnisse ab Seite 8. Damit Sie den Überblick gegen Ende hin nicht verlieren, halten wir ab Seite 9 des Artikels noch einmal eine kurze Zusammenfassung zu jedem DIMM-Kit bereit. Dies soll ebenfalls als Bewertung dienen. Alle von uns angegeben Preise beziehen sich auf Anfang Mai 2006.

Testsystem

Um eine möglichst große Unabhängigkeit von den restlichen Systemkomponenten zu erreichen, haben wir uns ein DFI LANParty SLI DR-Expert Mainboard mit nForce 4 Ultra Chipsatz besorgt. Das BIOS bietet umfangreiche Einstellungen für Timings, Frequenz und natürlich auch die maximal zugeführte Spannung (bis zu 4,0 Volt). Als CPU kam ein Athlon 64 X2 4200+ Dual-Core Prozessor von AMD zum Einsatz. Die restlichen Systemkomponenten finden Sie in einer Übersicht weiter unten auf dieser Seite.

Im BIOS haben wir einen Teiler von 1:1 gewählt und den Multiplikator* der CPU je nach HTT-Frequenz dynamisch angepasst. Bei bestimmten Taktfrequenzen bzw. Spannungen haben wir eine aktive Kühlung der DIMMs installiert, Werte, die mit einem roten Asterisk gekennzeichnet sind, sind ohne eine solche nicht empfehlenswert, da sie die Module dauerhaft beschädigen können! Wir weisen an dieser Stelle noch einmal darauf hin, dass eine extreme Erhöhung der Taktfrequenz über die von den Herstellern spezifizierten Niveaus bzw. eine Spannungserhöhung Ihre DIMM-Module zerstören kann!

  • AMD Ahtlon 64 X2 4200+ (Manchester)
  • DFI LANParty nForce 4 Ultra SLI DR-Expert
  • Seagate 80 GB SATA2
  • Seasonic S12-500 500W ATX 2.0
  • PowerColor Radeon X850 XT

*) Aus Stabilitätsgründen kamen lediglich ganzzahlige Werte zum Einsatz, daher kann sich je nach HTT-Frequenz eine abweichende Taktfrequenz ergeben. Sie finden den jeweils von uns verwendeten Multiplikator daher ebenfalls in den entsprechenden Tabellen. Insgesamt sind die Werte untereinander aber dennoch vergleichbar, da entsprechende Einstellungen stets global vorgenommen wurden.

Autor: Andreas Venturini
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