ARTIKEL/TESTS / Zum eigenen Server mit Windows: Teil 1
Der VPN-Server

Das "Point-to-Point Tunneling Protocol" (PPTP) ermöglicht die direkte Verbindung zweier Computer über das Internet - stellt somit ein virtuelles Netzwerk her (VPN: Virtual Private Network). Sie können dann von außerhalb auf die Freigaben Ihres Computers zugreifen und Ihre Daten synchronisieren. Das neueste pptp-Protokoll unterstützt 128-Bit Verschlüsselung, sodass - ein ausreichend langes Passwort vorausgesetzt - die nötige Sicherheit bei der Übertragung sensibler Daten gegeben ist.

Die Einrichtung

Erstellen Sie mit Hilfe des Netzwerkinstallationsassistenten eine neue Verbindung und wählen Sie Erweiterte Verbindung, anschließend Eingehende Verbindung zulassen und dann VPN-Verbindung zulassen". Im folgenden Fenster können Sie bestimmte Zugriffsrechte für Arbeitskollegen, Freunde oder Gruppen definieren. So können Sie den Zugriff von außerhalb steuern und bei Bedarf aktivieren bzw. deaktivieren.

Erstellen Sie nun auf dem Client-PC eine neue Netzwerkverbindung und wählen Sie VPN-Verbindung. Als Host tragen Sie den DNS ein. Aktivieren Sie sie und geben Sie das Passwort und den Benutzer ein (den Sie vorhin definiert haben). Sie werden nun verbunden - im Systray signalisiert ein neues Symbol die erfolgreich hergestellte Verbindung. Haben Sie beispielsweise auf dem Server einen Aktenordner erstellt, dessen Inhalt Sie unterwegs geändert haben, können Sie die Daten nun bequem synchronisieren indem Sie im Aktenkoffer auf aktualisieren klicken. Ihr Server gleicht dann die Daten innerhalb des Ordners mit denen auf Ihrem Client-PC (beispielsweise dem Laptop) ab und speichert etwaige Änderungen.

Aktuelle Router bringen meist Unterstützung für Virtuelle Netzwerke mit - bei zahlreichen älteren Modellen lässt sich diese mittels Firmware-Update nachrüsten. Damit können sie umfangreichere Filterregeln (beispielsweise bestimmte IP-Adressbereiche im Zusammenhang mit Zugriffsrechten) definieren. Für oben beschriebenes Verfahren jedoch genügt die Windows-Funktion voll und ganz. Sollten Sie keinen Router einsetzen, erweist sich die Konfiguration als schwierig, da Microsoft Windows Server 2000/2003 das einzige Betriebssystem ist, das einen NAT-Serverdienst bereitstellt.

Die Router-Einstellungen

Damit der Zugriff von außerhalb gelingt, müssen Sie im Router den Port 1723 freischalten. Außerdem müssen Sie die automatische Weiterleitung von besagtem Port an Ihren Server innerhalb Ihres Netzwerkes aktivieren. Schauen Sie im Routermenü nach einem Eintrag (meistens unter NAT: Network Address Translation » Portforwarding oder Portumleitungstabelle). Dort stellen Sie bei öffentlichem und internem Port jeweils 1723 (zuständig für PPTP) ein. Außerdem müssen Sie die interne IP Ihres Servers angeben. Die Portumleitung bewirkt, dass Anfragen die von außen an Ihren Server gerichtet sind, auch dorthin weitergeleitet werden und nicht im "Nichts" enden. Da dies bei jedem Router unterschiedlich ist, können wir leider nicht näher auf die Einstellungen eingehen! Sollten Sie jedoch Probleme bei der Einrichtung haben, wenden Sie sich an unsere Community im Forum.

Autor: Andreas Venturini
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