Asus P4PE i845PE Motherboard im Test


Erschienen: 26.01.2003, Autor: Pascal Heller
Einbau

Wie gewöhnlich setzt Asus auch bei dem P4PE wieder voll auf Jumperfree-Settings, sodass man beim Einbau erst gar keine Arbeit mit dem lästigen Jumpersetzen hat. Allerdings fehlen die Beschriftungen an den Anschlüssen für Reset-Schalter, Power-On-Schalter etc. somit ist ein Blick ins Handbuch nötig, wobei das Handbuch im Großen und Ganzen ausführlich ist, jedoch nicht sofort Auskunft über so manche Frage bietet die den Benutzer beim Einbau plagen könnten...

Bios & Overclocking

Das Bios des P4PE kommt von Award und bietet neben der einfachen Benutzung auch zahlreiche Overcklockingfeatures zu denen wir noch später kommen werden. Im Bios lasen sich bequem jegliche Einstellungen vornehmen. Auch die OnBoard Komponenten wie der BroadCom Lan-Adapter und der 6 Channel Sound lassen sich deaktivieren um bei Einsatz von PCI-Komponenten nicht hinderlich zu sein...

Wie oben schon geschrieben werden auch Overclocker ihren Spaß an dem Mainboard haben. Der Speicher kann in 3 verschiedenen Methoden angesteuert werden, wobei der Teiler auf 1:2, 4:5, und 3:4 gestellt werden kann. Somit kann mit einem Pentium 4 Prozessor mit einem FSB von 100 MHz (400 MHz QDR) ein effektiver Speichertakt von 200, 250 und 266 MHz erreicht werden. Das heißt nur mit einem Pentium 4 Prozessor mit 133 MHz FSB (533 MHz QDR) kann der Speicher mit 266, 333 und 355 MHz angesteuert werden...

Der Frontsidebus kann in 1 MHz Schritten von 100 MHz bis auf 200 MHz frei gewählt werden. Genauso frei lassen sich auch die Speichertimings auswählen. Dabei bietet das Board alle bekannten Timings zusätzlich einem Memory Turbo Mode der noch mal eine Performancesteigerung bewirkt. Vorraussetzung für den Modus ist ein guter Speicher, wie der bei uns zum Einsatz kommende Corsair CMX512A-3200C2, um die Funktion aktivieren zu können. Um weitere Performance aus dem System zu kitzeln findet sich im Bios ein "System Turbo Mode" den wir ebenfalls, vorausgesetzt eines guten Speichers, empfehlen zu aktivieren...

Wie zu erwarten war, hat der Pionier des AGP/PCI-Taktsperre, dem wir im Grunde den Übertaktungserfolg der Pentium IV CPUs verdanken, auch die beliebte Einstellung wieder mit eingebaut und ermöglicht somit den Frontsidebus unabhängig von dem AGP- oder PCI-Takt zu erhöhen. Dabei kann der AGP und PCI-Takt von 66/33 MHz bis 104/52 MHz frei gesetzt werden. Im Wesentlichen finden sich alle Asus typischen Optionen und Freiräume wieder, die Hardware-Enthusiasten schätzen...

Stabilität

Das Mainboard war über die ganze Testphase sehr zuverlässig und verweigerte nie seinen Dienst, geschweige denn kam es zu unvorhergesehenen lästigen Abstürzen oder Bluescreens. Weiter fuhren wir die schärfsten Timings mit zusätzlichem Übertakten. Das Resultat kann sich also durchaus sehen lassen. Allerdings trifft dies nur auf den Betrieb unter DDR355 statt (bzw. auch höher...), unter DDR333 tat sich bei uns ein schwerwiegendes Problem auf. Sowohl in Windows 2000 als auch in Windows XP streikte das Board jedes Mal, als die Intel Inf-Treiber zusammen mit dem Detonatortreiber zum Einsatz kamen. Das Problem schien nach dem umstellen auf DDR355 jedoch wie weggeblasen...

Durch zuverlässige Quellen und mit Absprache anderer Sites können wir aber versichern, dass es sich scheinbar um einen Defekt des Mainboards handelt, da andere Hardware-Sites kein Problem mit den beschriebenen Einstellungen hatten...


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