ARTIKEL/TESTS / PCI Express Speicher: OCZ RevoDrive Hybrid
Fazit

Nachdem wir den vorliegenden Testprobanden von OCZ auf den zurückliegenden Seiten ausführlich durchleuchtet haben, kommen wir nun zum abschließenden Fazit des Tests.

Bereits im Praxistest der Synapse Cache von OCZ konnten wir einen Blick auf die Dataplex-Software von Nvelo in Kombination mit einer schnellen OCZ-SSD werfen. Dataplex steht auch im Mittelpunkt beim PCI Express basierten RevoDrive Hybrid, das eine HDD mit großer Kapazität (1000 GB) mit einem ebenso großzügig dimensonierten SSD-Cache (100 GB) vereint. Ergebnis dieser Einheit ist ein schlagkräftiges Gespann, das positive Aspekte beider Speicher-Technologien verbindet: Geschwindigkeit und hohe Speicherkapazität!

Wurde die Caching-Software entsprechend gut angelernt und hat die häufig verwendeten Daten identifiziert, profitiert man von beachtlichen Datenraten und niedrigen Zugriffszeiten. Folglich wird der Umgang mit den täglich benutzen Anwendungen bzw. Daten deutlich beschleunigt. Mit 100 GB Flash-Speicher steht hierfür auch ein ausreichend großer Cache zur Verfügung. Dessen Langlebigkeit will man durch einen vergrößerten "Over-Provisioning"-Bereich sichern. Insgesamt 1000 GB effektiv nutzbarer Speicherplatz sind ebenso sehr reizvoll. Wir hätten uns jedoch eine schnellere HDD mit auf dem RevoDrive Hybrid gewünscht. Von der technischen Seite her kann das magentische Toshiba-Laufwerk gegen eine Variante mit 7200 UPM getauscht werden – natürlich müsste man einen Garantieverlust entsprechend in Kauf nehmen.

Hat man Dataplex einmal installiert, muss man sich aktiv nicht weiter darum kümmern – das Einlernen geschieht für den Benutzer völlig transparent. Alternativ könnte man sich auch selbst ein Gespann aus SSD und HDD zusammenstellen und die Daten entsprechend aufteilen. D.h. das Betriebssystem, Programme und Spiele auf der schnellen SSD installieren und Filme, Musik etc. auf der HDD speichern. Auf das automatische Cachen muss man dann jedoch verzichten und entsprechend manuell sortieren.

Als Kritikpunkte bleiben das DRM (Online-Aktivierung) der Dataplex-Software sowie dessen ausschließliche Kompatibilität zu Windows 7. Wer sich damit anfreunden kann und auch gerne zwei Slots für die Installation der PCIe-Platine spendiert, wird seine Freude mit dem OCZ-Laufwerk haben!

Preis pro Gigabyte
OCZ RevoDrive Hybrid, 1000 GB
 
0,38
OCZ Vertex 2 Extended, 120 GB
1,13
Plextor PX-M2S, 256 GB
1,19
OCZ Vertex 3, 240 GB
1,25
Intel SSD 320, 300 GB
1,50
OCZ Synapse Cache, 64 GB
1,56
Intel SSD 320, 600 GB
1,58
OCZ Vertex 3 Max IOPS, 240 GB
1,65
Intel SSD 520, 240 GB
1,83
Intel SSD 510, 120 GB
1,92
Intel SSD 310 mSATA, 80 GB
2,00
Angaben in Euro (weniger ist besser)

Wer Interesse am RevoDrive Hybrid von OCZ bekommen hat, kann dieses aktuell ab 380 Euro (Quelle: Geizhals.at, Stand: 02/2012) käuflich erwerben. Daraus ergibt sich ein Preis pro Gigabyte von 38 Cent. Gerade im Vergleich zu reinen SSD-Systemen sind die Anschaffungskosten bei gleicher Kapazität deutlich niedriger, die Abstriche in Sachen Performance jedoch überschaubar. Damit stellt das RevoDrive Hybrid eine innovative und preislich sehr attraktive Lösung dar, die für viele Kunden interessant sein dürfte! Aufgrund der innovativen Idee des Hybrid-Laufwerks auf einer PCI Express Steckkarte und der Technik des RevoDrive Hybrid, verleihen wir abschließend unseren Technik-Award!

Rating: Performance
Performance-Rating
Intel SSD 520, 240 GB
100,0
OCZ Vertex 3, 240 GB
99,0
OCZ Vertex 3 Max IOPS, 240 GB
94,2
Plextor PX-M2S, 256 GB
81,2
Intel SSD 320, 600 GB
75,1
Intel SSD 320, 300 GB
74,3
Intel SSD 510, 120 GB
70,1
OCZ RevoDrive Hybrid, 1000 GB
68,1
Intel SSD 310 mSATA, 80 GB
61,5
OCZ Vertex 2 Extended, 120 GB
52,7
OCZ Synapse Cache, 64 GB
51,1
Angaben in Prozent (mehr ist besser)
Autor: Stefan Boller, Patrick von Brunn
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