ARTIKEL/TESTS / AMD Ryzen 5 und Ryzen 7 im Praxistest
A, X, B – Neue Chipsätze

Der Launch von Ryzen zählt zu den umfangreichsten in der Unternehmensgeschichte, denn neben neuen Prozessoren, einem neuen Sockel und neuen Kühlern, wurden auch eine Reihe überarbeiteter Chipsätze vorgestellt. Insgesamt fünf neue Versionen stehen als Basis für die verschiedenen Ryzen-Prozessoren zur Wahl. Die AM4-Plattform von AMD ist beispielsweise mit nativem USB 3.1 Gen2 ausgestattet und jeder Ryzen-AM4-Prozessor hat einen freigeschalteten Multiplikator, damit Overclocking noch leichter von der Hand geht.

  • X370
    Für Übertakter und Optimierer, die stabile Plattformen brauchen, bietet der AMD-X370-Chipsatz umfassende Low-Level-Steuerungsmöglichkeiten und unterstützt dank der zwei PCIe-3.0-Steckplätze die Konfiguration von zwei Grafikkarten.
  • B350
    Der AMD-B350-Chipsatz eignet sich perfekt für Power-User, die Wert auf Flexibilität und Übertaktungsmöglichkeiten legen, jedoch nicht die maximale PCIe-Bandbreite benötigen, die für die Konfiguration mehrerer GPUs erforderlich ist.
  • A320
    Für Plug-and-Play-Benutzer, für die ihr PC „einfach funktionieren“ soll, bietet der AMD-A320-Chipsatz eine einfache, stabile Plattform und mehr als genug Anschluss- und Bandbreitenoptionen, um sowohl anspruchsvolle Heimbenutzer als auch Fans verschiedener Medien zufriedenzustellen. Overclocking ist auf dem A320 nicht möglich.
  • X300 und A300
    Um Kunden zufriedenzustellen, die die kleinste Bauform bevorzugen, bieten die AMD X300- und A300-Chipsätze Zugriff auf herausragende Performance direkt über den Prozessor. Der auf Enthusiasten ausgerichtete X300-Chipsatz eignet sich ideal für Enthusiasten und Übertakter, der A300-Chipsatz hingegen wendet sich vorrangig an praktische Benutzer, die eine einfache und kleine Lösung suchen. Auf dem A300 ist, wie beim A320, kein Overclocking möglich.

AMDs Ryzen-Prozessor bringt 24 PCIe 3.0 Lanes mit, wovon im Falle der Chipsätze X370, B350 und A320 direkt vier für die Anbindung des Chipsatz verbraucht werden – bei X300 und A300 kommt eine SPI-Verbindung zum Einsatz. 16 Lanes sind für die Grafikkarte(n) reserviert, weitere vier Lanes für SATA oder frei verwendbare PCI-Express-Ports. Außerdem bringt der Ryzen vier USB 3.1 Gen1 Ports mit. Diese Eckdaten müssen auf die Daten der einzelnen Chipsätze addiert werden, um den Gesamtumfang der Plattform zu erhalten. Ein kurzer Überblick zu den neuen Chipsätzen:

Modell X370 B350 A320 X300 A300
PCIe 3.0 Lanes 4 6
PCIe 2.0 Lanes 8 6 4
USB 3.1 Gen2 2 1
USB 3.1 Gen1 6 2
USB 2.0 6
SATA3 4 2
SATA Express* 2 1
SATA RAID** 0, 1, 10 0, 1
CrossFire / SLI
Overclocking

*) Jeder SATA Express-Port funktioniert entweder als zwei SATA 3.0-Ports oder als zwei PCI Express Gen3-Lanes. Diese zwei PCI Express-Lanes können mit zwei allgemeinen PCI Express-Ports zu einem PCI Express-Port mit vier Lanes kombiniert werden.
**) SATA-RAID durch optimierten Treiber. Enthält kein RAID für NVM Express.
***) Plus zwei PCI-Express-Gen3-Lanes, wenn x4 NVMe nicht vorhanden ist.

Autor: Patrick von Brunn, Stefan Boller

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