Im Test: Core i3-8300, i5-8500 und i5-8600K


Erschienen: 03.10.2018, Autor: Patrick von Brunn, Stefan Boller
Architektur und technische Daten

Nach Skylake (6. Generation) und Kaby Lake (7. Generation) präsentiert Intel mit den Modellen der Coffee-Lake-Reihe die mittlerweile 8. Generation Core-Prozessoren. Gefertigt in einem optimierten 14-nm-Herstellungsprozess bringt Intel mit den Coffee-Lake-S-Modellen erstmals sechs Rechenkerne in die Standard-Desktop-Plattform. Zuhause auf dem bekannten Sockel LGA 1151, können die neuen 8000er-Prozessoren dank Hyper-Threading-Technologie bis zu 12 parallele Threads berechnen.

Während die erste Cache-Ebene (First-Level-Cache, kurz L1) die gewohnte Aufteilung von 32 + 32 KB (D+I) je Core zeigt, sehen wir auch bei den beiden weiteren Cache-Ebenen bekannte Größenordnungen. Wie schon bei den beiden Vorgänger-Generationen, verfügen auch die neuen Coffee-Lake-Sprösslinge über 256 KB L2-Cache (Mid-Level-Cache, kurz MLC) und 2 MB L3-Cache (Low-Level-Cache, kurz LLC) je Core. In Summe kommt ein i7 der aufgefrischten Modellreihe somit auf 1,5 MB L2- und satte 12 MB L3-Cache. Intel Turbo Boost 2.0 ist auch wieder mit dabei und sorgt für eine Maximierung der Taktfrequenz, abhängig von der aktuellen Lastsituation.

Die neue Intel Destop-Plattform auf einen Blick.

Die neue Intel Destop-Plattform auf einen Blick.

Verbesserungen gab es obendrein am integrierten Speichercontroller, der nun offiziell mit bis zu 2.666 MHz arbeitet und dadurch eine theoretische Durchsatzrate von 41,6 GB/s bietet (zuvor: 37,5 GB/s bei 2.400 MHz). Gestrichen wurde hingegen die Unterstützung von DDR3L-Speicher, die bei Skylake und Kaby Lake noch mit dabei war. Die maximale Speichermenge ist weiterhin mit 64 GB spezifiziert. Weiterentwicklt hat Intel auch die Grafikeinheit, die unter der Bezeichnung Intel UHD Grafik 630 in die CPUs der 8000er-Familie integriert wurde. Während die neunte Version der iGPU in allen i7-Modellen weiterhin mit 24 EUs (Execution Units) arbeitet, sind einige Modelle der i3- und i5-Serie auf 23 EUs limitiert. Zudem wurde der maximale dynamische Grafiktakt leicht erhöht: Beim Spitzenmodell kann der Takt auf bis zu 1,20 GHz anwachsen, während dieser bei Kaby Lake höchstens 1,15 GHz betrug. Außerdem wird erstmals OpenGL Version 4.5 unterstützt. HDMI 2.0 gibt es per Wandler (LSPCon) über den DisplayPort.

Die Eckdaten der neuen i-8000-Prozessoren auf einen Blick.

Die Eckdaten der neuen i-8000-Prozessoren auf einen Blick.

Die Thermal Design Power (TDP) beträgt bei den Spitzenmodellen bis zu 95 Watt und liegt damit vier Watt über den früheren Generationen. Außerdem bietet Intel Coffe Lake-S auch mit 62 und 65 Watt an. Besonders sparsame T-Modelle begnügen sich mit lediglich 35 Watt TDP. Mehr zu den verfügbaren CPU-Modellen erfahren Sie auf der nächsten Seite des Artikels. Folgend die technischen Daten von Skylake, Kaby Lake und Coffe Lake im direkten Vergleich.

Hersteller Intel
Familie Core i7 Core i7 Core i7
Logo
Codename Skylake-S Kaby Lake-S Coffee Lake-S
Architektur Skylake Kaby Lake Coffee Lake
Fertigung 14 nm
Kerne 4 6
Hyper-Threading/SMT
Turbo Boost
Sockel LGA 1151 (H4)
Anbindung Chipsatz DMI 3.0
Speicher-Controller 2 x DDR4-2133
2 x DDR3L-1600
2 x DDR4-2400
2 x DDR3L-1600
2 x DDR4-2666
Max. Speichermenge 64 GB
Max. PCIe-3.0-Lanes 16
L1-Cache (je Core) 32 + 32 KB (D+I)
L2-Cache (je Core) 256 KB
L3-Cache (gesamt) 8 MB 12 MB
Integrierte Grafikeinheit Intel HD Grafik 530 Intel HD Grafik 630 Intel UHD Grafik 630
Max. dyn. Grafiktakt 1,15 GHz 1,20 GHz
Max. Grafikspeicher 64 GB
Thermal Design Power 35-91 Watt 35-95 Watt

Die-Shot einer Coffe-Lake-S-CPU.

Die-Shot einer Coffe-Lake-S-CPU.


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