ARTIKEL/TESTS / Rasant: Zotac GeForce GTX 280 im Test
Lieferumfang und Ausstattung

Zotac liefert die GeForce GTX 280 als Standardvariante aus. Somit bietet die Karte rein äußerlich keine Abweichungen von den Vorgaben, die Nvidia den Herstellern jeweils als Richtschnur für ein Grafikkartenmodell vorgibt. Sie verfügt über das (in diesem Fall) braune Nvidia PCB, was sie zweifelsfrei als Referenzmodell ausweist, und kommt mit einem Dual-Slot-Kühler daher, der ebenfalls dem Referenzmodell von Nvidia entspricht. Auf den Kühler gehen wir auf der nächsten Seite jedoch nochmals gesondert ein. Auffällig ist, dass das PCB der GTX 280 gegenüber der 8800 GTS deutlich länger ausfällt, was in engen Gehäusen für Platzprobleme sorgen könnte. Während die 8800 GTS auf eine Länge von 23 cm kommt, schlägt die GTX 280 mit stolzen 26,5 cm zu Buche und bewegt sich damit auf einem Niveau mit der 9800 GTX. Das machte unserem Testgehäuse, einem Lian Li PC-A09 B, Probleme: Wir mussten den Festplattenkäfig abschrauben und lose ins Gehäuse stellen, weil die Karte sonst nicht zu verbauen gewesen wäre. Die GTX 280 kann mit insgesamt 1024 MB GDDR3-RAM aufwarten, der mit 512 Bit angebunden ist. Darüber hinaus wird die Karte mit den Standard-Taktraten ausgeliefert: 602 MHz für den Chip und 1107 MHz für den Grafikspeicher. Im nächsten Abschnitt befassen wir uns mit der Technik der GT200-GPU im Detail. Alle weiteren technischen Daten der Karte sind in einer Tabelle am Ende der nächsten Seite zusammengefasst.

Neben einer Treiber-CD, einer Schnellinstallationsanleitung und einem Handbuch findet sich in der Packung der Zotac-Karte weiteres Zubehör in Form von diversen Kabeln und Adaptern. Die im Handel erhältliche Version enthält darüber hinaus noch eine Vollversion des Spiels Racedriver Grid.

GT200: Architektur und Features

Im direkten Vergleich mit dem G92, dem bis dato neusten Chip aus dem Hause Nvidia, hat Nividia mit dem GT200 ein wahres Monster geschaffen, denn die Anzahl der Transistoren wurde mit 1,4 Milliarden nahezu verdoppelt (754 Mio. bei G92). Festgehalten hat man am bewährten 65 nm Fertigungsprozess (TSMC), der gemeinsam mit umfangreichen Stromsparfunktionen die maximale Leistungsaufnahme entsprechender Grafikkarten drosseln soll. Dennoch bewegt man sich mit 236 Watt für das Spitzenmodell der neuen GeForce-Serie auf sehr hohem Niveau, was eine gute Kühlung aller Komponenten notwendig macht.

Durch neuartige Mechanismen hat man allerdings Wege gefunden die Leistungsaufnahme in verschiedenen Betriebsmodi weiter zu senken und will beispielsweise eine GeForce 9800 GTX unterbieten. Nach Angaben Nvidias benötigen GeForce GTX 200 Grafikkarten im Idle lediglich 25 Watt (9800 GTX: 45 Watt) und begnügen sich bei der Wiedergabe von Blu-ray-Material mit moderaten 35 Watt (9800 GTX: 50 Watt). Wie unsere Messungen gezeigt haben, ist das allerdings nicht ganz richtig, denn der Verbrauch der GTX 280 liegt im Idle-Betrieb lediglich 5 Watt niedriger als der Verbrauch der 9800 GTX.

Vorder- und Rückseite der Zotac GeForce GTX 280. Deutlich zu erkennen sind auch die beiden Bridge-Steckplätze für die 3-Way SLI-Funktion der GTX 280, die sich unter einer Gummiabdeckung verbergen.

Die HybridPower-Funktion ermöglicht es, bei bestimmten Mainboards mit integriertem Grafikchip die Grafikkarte komplett abzuschalten: Bei weniger grafikintensiven Anwendungen, beispielsweise bei E-Mail und Internet-Surfen, wird mit HybridPower die mGPU genutzt und die externe Grafik über den SMBUS abgeschaltet (angeblich 0 Watt Leistungsaufnahme bei Off-Modus). Das senkt die Hitzeentwicklung im Gehäuse, den Geräuschpegel und den gesamten Stromverbrauch. Das macht allerdings spezielle Nvidia-Mainboards erforderlich, die diese Funktion unterstützen. Es lässt sich also kein beliebiges Mainboard mit integrierter Grafik dafür verwenden. Derzeit ist das nur mit einem Nforce 780a- bzw. 750a- oder einem GeForce 8200-Mainboard möglich, aber die erste Variante ist derzeit noch recht teuer und die zweite bzw. dritte Variante spricht Enthusiasten (für die die GTX 280 am ehesten interessant sein dürfte) aufgrund der je nach Hersteller oft recht mageren Ausstattung kaum an. Zudem beschränkt sich diese Lösung auf AMD-CPUs. Intel-Nutzer müssen sich hier also noch gedulden.

Zu den weiteren Architektur-Verbesserungen gehören neue Scheduler, die im Bereich des Texturing bis zu 20 Prozent effektiver arbeiten sollen, eine verdoppelte Anzahl an Registersätzen für komplexere Shader-Operationen, Double-Precision (64 Bit) Gleitkomma-Berechnungen nach IEEE 754R, optimierte Geometrie-Shader und vieles mehr. Nicht zu vergessen ist die vollständige Unterstützung der PhysX-Engine. Nach wie vor verzichtet man allerdings auf eine Implementierung von Microsofts DirectX 10.1 und setzt auch bei der GTX-Serie weiterhin auf DX10. Nach Angaben der Ingenieure wurde während der Entwicklung des GT200 der Support von DX10.1 evaluiert, allerdings für nicht wichtig eingestuft. Stattdessen hat man sich auf eine verbesserte Performance in DX10 konzentriert.

Momentan wird die GT200-GPU in zwei verschiedenen Versionen ausgeliefert (GTX 280 und 260) und bedient preislich unterschiedliche Segmente. Das Topmodell GeForce GTX 280 bietet 240 Stream-Prozessoren (10 TPCs) und verfügt über ein 512 Bit-Interface für ein Standard-Speichervolumen von einem Gigabyte (GDDR3). Außerdem wird die bereits bekannte Nvidia CUDA-Technologie unterstützt und wie bereits erwähnt auch PhysX. Leistungsmäßig arbeitet der neue Chip mit der 2nd Generation Unified Shader-Architecture etwa 50 Prozent schneller als eine vergleichbare GPU der ersten Architektur-Generation. Die Karte bietet darüber hinaus PCIe 2.0 Unterstützung und verfügt über zwei Dual-Link-DVI-Ausgänge. Für ausreichende Stromversorgung wird je ein 6- und ein 8-Pin PCI Express Stromanschluss benötigt, um den Leistungshunger von etwa 236 Watt zu befriedigen. Das setzt allerdings ein entsprechend leistungsstarkes Netzteil voraus. Für ein Quad-Core-System wird seitens Nvidia ein Minimum von 550 Watt bei 20A auf den 12 Volt-Leitungen empfohlen.

Die Stromanschlüsse und die rückseitige Blende der GTX 280 im Detail.

Autor: Jochen Schembera
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